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Zitate und Gedichte
Beispiel 1
«Wirds besser? Wirds schlimmer?»/
fragt man alljährlich/
Seien wir ehrlich:/
Leben ist immer/
lebensgefährlich.
Erich Kästner (1899–1974), deutscher Schriftsteller
Beispiel 2
Will das Glück nach seinem Sinn dir was Gutes schenken,sage Dank und nimm es hin ohne viel Bedenken.Jede Gabe sei begrüsst,doch vor allen Dingen:Das, worum du dich bemühst,möge dir gelingen.
Wilhelm Busch (1832–1908), deutscher Zeichner und Dichter
Beispiel 3
Begrüsse das neue Jahr vertrauensvollund ohne Vorurteile,dann hast Du es schon halbzum Freunde gewonnen.
Novalis (1772–1801), deutscher Lyriker
Beispiel 4
Das Jahresende ist kein Ende und kein Anfang, sondern ein Weiterlebenmit der Weisheit,die uns die Erfahrung gelehrt hat.
Hal Borland (1900–1978), amerikanischer Schriftsteller
Beispiel 5
Zum neuen Jahr
Zwischen dem AltenZwischen dem Neuen,Hier uns zu freuenSchenkt uns das Glück,Und das VergangneHeisst mit VertrauenVorwärts zu schauen,Schauen zurück.
Johann Wolfgang von Goethe (1749–1832), deutscher Dichter
Beispiel 6
Ein neues Buch, ein neues Jahr
Ein neues Buch, ein neues JahrWas werden die Tage bringen?Wird's werden, wie es immer war,Halb scheitern, halb gelingen?Ich möchte leben, bis all dies Glüh'nRücklässt einen leuchtenden Funken.Und nicht vergeht, wie die Flamm' im Kamin,Die eben zu Asche gesunken.
Theodor Fontane (1819–1898), deutscher Schriftsteller
Beispiel 9
Mit der Freude zieht der Schmerztraulich durch die Zeiten.Schwere Stürme, milde Weste,bange Sorgen, frohe Festewandeln sich zur Seiten. Und wo eine Träne fällt,blüht auch eine Rose.Schon gemischt, noch eh wir’s bitten,ist für Thronen und für HüttenSchmerz und Lust im Lose. War’s nicht so im alten Jahr?Wird’s im neuen enden?Sonnen wallen auf und nieder,Wolken gehn und kommen wieder,und kein Wunsch wird’s wenden. Gebe denn, der über unswägt mit rechter Waage,jedem Sinn für seine Freuden,jedem Mut für seine Leidenin die neuen Tage, jedem sei des Lebens Pfadeinen Freund zur Seite,ein zufriedenes Gemüte,und zur stillen HerzensgüteHoffung ins Geleite.
Johann Peter Hebel