Einsatz von Direct Marketing im Tourismus

Die beiden Alpenländer Österreich und die Schweiz haben bezüglich ihres Tourismus-Angebots einiges gemein. Doch wie werben sie? Zeigen sich markante Unterschiede, die Rückschlüsse auf den Auslastungsgrad zulassen? Diese Fragen beantwortet die aktuelle Studie «Einsatz von Direct Marketing im Tourismus in der Schweiz und in Österreich», die das Marktforschungsinstitut IHA-GfK im Auftrag von der Schweizerischen Post durchführte.

Für die Studie befragte IHA-GfK im Auftrag von PostMail und Swiss Post International im Januar und Februar 2006 die Geschäfts- und Marketingleiter von 438 Schweizer und 449 Österreicher Hotels, Reisebüros und Campingplätze. Die erhobenen Themengebiete reichen vom Medieneinsatz über die Erfolgsmessung der Werbemassnahmen und das Verhältnis von Marketinginvestitionen und Auslastungsgrad bis zum Einsatz von Kundendatenbanken – um nur eine Auswahl zu nennen. Interessierte können die Studie kostenlos anfordern.

Österreich wirbt direkter

Direct Marketing gehört in der Tourismus-Branche beider Länder zu den wichtigsten Kommunikations-Instrumenten, obwohl Österreich im Vergleich stärker auf die direkte Kommunikation setzt. Bei den Schweizer Unternehmen liegen Inserate auf Rang eins, gefolgt von Internet und Mailings. In Österreich liegt das Internet vorn, Mailings werden am zweithäufigsten eingesetzt. Wer bei unserem östlichen Nachbarn mit Mailings wirbt, tut dies markant öfter als seine Schweizer Mitbewerber.

Legende: Einsatz Kommunikationsinstrumente, Schweiz und Österreich im Vergleich

Österreich wirbt internationaler

Erstaunlich deutlich fällt der Unterschied der beiden Länder beim Vergleich von Mailingversänden ins Ausland aus. 55 Prozent der CH-Unternehmen werben nur im Inland. In Österreich sind es 33. Auch die Frequenz ist bei den Österreichern deutlich höher: 31 Prozent aller Anbieter verschicken 4-mal jährlich oder öfter Mailings ins Ausland, in der Schweiz sind es 9 Prozent.

Legende: Versand von Mailings ins Ausland, Schweiz und Österreich im Vergleich

Ungenügende Erfolgsmessung

Obwohl das DM einen hohen Stellenwert besitzt, wird sein grösster Vorteil – die Messbarkeit – zu wenig genutzt: In der Schweiz messen nur gerade 53 und in Österreich 57 Prozent den Erfolg ihrer Kommunikationsinvestitionen. Damit vergeben sich viele Unternehmen die Chance, ihre Massnahmen nachhaltig zu optimieren.

Legende: Erfolgsmessung für Kommunikationsinvestitionen, Schweiz