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Gestaltung
Kreativität ist ein wichtiges Element für ein erfolgreiches Mailing. Wichtig ist aber auch eine reibungslose maschinelle Verarbeitung, damit nicht von Hand sortiert werden muss. Nur so profitieren Sie von tieferen Kosten und können wir das Leistungsangebot garantieren.
Beachten Sie bitte folgende Empfehlungen zur Gestaltung von Mailing-Umschlägen.
Glanz
Glänzende Oberflächen erschweren die Findung des Adressblocks und die maschinelle Lesung. Möglichst zu vermeiden sind glanzgestrichene Papiere mit Glanzwerten, die höher als 59 % (Tappi) sind.
Tipp: Setzen Sie wenn immer möglich Papier mit matten bzw. mattgestrichenen Oberflächen ein.
Farben/Kontrast
Adresszeichen müssen sich klar und deutlich vom Untergrund abheben, damit sie maschinell oder vom menschlichen Auge gut gelesen werden können. Optimal sind schwarze Zeichen auf gleichmässig weissem Hintergrund. Akzeptabel sind auch leichte Grautöne (z. B. Recyclingpapier) oder schwach pastellfarbig eingefärbte Umschläge.
Falls Sie nicht die optimale weisse Adress- oder Barcodezone wählen, können Sie anhand der Euro-Farbskala des 4-Farbendrucks folgende Hintergründe verwenden:
| Farbe | Anteil |
|---|---|
| Cyan | 0-20 % |
| Magenta | 0-20 % |
| Yellow | 0-20 % |
| Schwarz | 0-10 % |
Adress- und Codierzone dürfen keine Muster wie z. B. Logos enthalten. Der Adressdruck muss dunkel sein: 80 - 100% Schwarz gemäss Euro-Farbskala. Achten Sie darauf, dass die Adresse gleichmässig, kräftig, vollständig, sauber und scharf gedruckt wird. Nadeldruck erfüllt diese Anforderung nicht.
Diese Farbangaben sind lediglich Anhaltspunkte. Ausschlaggebend für die maschinelle Adresslesung ist letztlich der Kontrast zwischen Hintergrund- und Adressfarbe. Dieser Kontrast soll mindestens 40% betragen (ISO 1831). Somit sind dunkelfarbige Adress- und Barcodezonen sowie farbige Adresszeichen ausgeschlossen.
Optische Aufheller / Fluoreszierende und phosphoreszierende Stoffe
Eine gelesene Adresse wird von den Sortieranlagen in einen Barcode umgewandelt und mit fluoriszierender Tinte auf die Sendung (Briefumschlag oder Karte) aufgesprüht. Dieser Code kann nur dann maschinell gelesen werden, wenn der Barcode-Hintergrund nicht auch fluoriszierend ist. Besonders kritisch sind fluoriszierende oder phosphoriszierende Stoffe in Farbpigmenten mancher Farben.
Tipp: Vermeiden Sie möglichst den Einsatz von fluoriszierenden oder phosphoreszierenden Stoffen, die bei Anregung von Blaulicht gelbes oder rotes Licht emittieren. Achten Sie darauf, dass die Kontrastdifferenz zwischen Hintergrund und Nutzinformation mindestens 40% beträgt.
Damit die allgemein von der Papierindustrie eingesetzten Aufheller die Lesbarkeit möglichst wenig beeinträchtigen, wird auf den Briefsortieranlagen der Barcode mit blauem LED-Licht mit einer Wellenlänge von 455 nm angeregt. Die Barcodetinte emittiert daraufhin Licht im Bereich von 590 nm. Die Transmission eines eingesetzten Bandpassfilters für das emittierte Licht liegt im Bereich 565 - 730 nm.
Beschreibbarkeit / Wischfestigkeit
Achten Sie darauf, dass die Beleimung des Papiers eine gute Beschreibbarkeit und Wischfestigkeit gewährleistet. Dies gilt für das Aufbringen der alphanumerischen Adresse durch Sie wie auch für das Aufbringen eines Barcodes auf den Hochleistungssortieranlagen von der Post.
Tipp: Naturpapiere und viele mattgestrichene Papiere weisen die erforderliche Wischfestigkeit auf.
Farbübertragung (sog. «Abklatsch» bzw. carbon transfer)
Eine ungewollte Farb- oder Tonerübertragung von einem Papier auf ein anderes ist heute nur noch selten auf die Briefsortieranlage zurückzuführen. Sendungen mit «Abklatsch»-Spuren beeinflussen die maschinelle Verarbeitung der Sendung nicht und können von der Post auch nicht erkannt werden, da sie ausschliesslich beim Inhalt des Mailings auftreten. Erst der Empfänger der Sendung stellt die Farbübertragung fest. «Abklatsche» erwecken den negativen Eindruck eines billigen und qualitativ schlechten Mailings.
Tipp: Vermeiden Sie «Abklatsch» durch die Verwendung von geeigneten Papieren, Farben und Toner.
Achten Sie darauf, dass in der Fixierstation des Druckers/Kopierers genügend Hitze entwickelt wird, damit der Toner dauerhaft aufgetragen wird.
Vorsicht mit Papieren, die vorgängig im Offsetverfahren mit Firmen-Logo usw. bedruckt wurden: Offsetdruck erfordert feuchteres Papier als Laserdrucker/Kopierer.