Änderung AGB und Preisanpassungen

Mitteilung vom 01.02.2002

Sendungen mit Geldwerten dürfen bei der Schweizerischen Post künftig nur noch mit den dafür vorgesehenen Produkten «Lettre Assurance» oder «Wertsendung» versandt werden. Dies erfordert eine Anpassung der rechtlichen Grundlagen, weshalb die Post die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) für Postdienstleistungen auf 1. April 2002 entsprechend präzisiert. Auf diesen Zeitpunkt erhöht die Post zudem die Preise für die Zusatzleistungen «Nachnahme», «Eigenhändig» und «Postcode» sowie für «Dispomail» ab 2 Kilo.

Für den Versand von Bargeld und Wertsachen verfügt die Schweizerische Post über die geeigneten Angebote «Lettre Assurance» oder «Wertsendung». Nicht alle Kundinnen und Kunden machen jedoch von diesen Möglichkeiten Gebrauch. Deshalb passt das Unternehmen die Haftungsregelung in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) für Postdienstleistungen auf 1. April 2002 an. Danach dürfen Sendungen mit Geldwerten - Geld, Edelmetalle, ungefasste Edelsteine, Check- oder Kreditkarten, Reka- und Reisechecks, gültige Lotterielose, Telefonkarten oder andere Zahlungsmittel sowie Wertpapiere - nur noch als «Wertsendung» verschickt werden. Als einzige Ausnahme erlaubt der «Lettre Assurance» das Verschicken von Geldwerten in Höhe von bis 500 Schweizer Franken. Durch diese Änderung der AGB schafft das Unternehmen klare Rechtsgrundlagen für den Versand von Geldwerten. Auf die Preise der Angebote hat sie keine Auswirkung.

Neue Preise für «Nachnahme», «Eigenhändig», «Postcode» und «Dispomail»

Ebenfalls auf 1. April 2002 hebt die Post die Preise bei den Zusatzleistungen «Nachnahme», «Eigenhändig» und «Postcode» sowie der «Dispomail» ab 2 Kilo an. Im Inland steigen die Preise der «Nachnahme» von heute 11 (Briefpost) respektive 12 (Express- und Paketpost) auf 15 Franken. Die «Nachnahme» ins Ausland bleibt unverändert (15 Franken bei Auszahlung am Wohnsitz des Empfängers respektive 3 Franken bei Gutschrift auf Postkonto im Bestimmungsland) oder wird von 10 auf 15 Franken erhöht (bei Gutschrift auf Postkonto in der Schweiz); Für «Nachnahmen» vom Ausland in die Schweiz wird ein neuer Zuschlag von 15 Franken erhoben. «Eigenhändig» - der Empfänger persönlich bestätigt mit Unterschrift den Erhalt einer Sendung - kostet ab April neu 6 Franken (bisher 4). Der Preis für «Postcode» - dem Absender wird bei Umzug des Empfängers eine Adressberichtigung zugestellt - wird um 50 Rappen auf 2 Franken angehoben. Das Angebot «Dispomail» - Akten, Dokumente, Pläne werden bis Schalterschluss angenommen und bis zum Folgemorgen ins Postfach des Empfängers geliefert - ab 2 Kilo schlägt 1 Franken pro Kilo auf, unverändert bleiben die Preise für Aktensendungen bis 2 Kilo Gewicht.

Diese Preiserhöhungen sind notwendig, weil es sich bei «Nachnahme», «Eigenhändig» und «Postcode» um sehr zeit- und kostenintensive Zusatzleistungen der Post handelt. Die Erhöhung für «Dispomail» - praktisch eine Kurierdienstleistung - misst sich am Aufwand und orientiert sich am Markt.