Die Schweizerische Post hilft dem Christkind

Mitteilung vom 30.11.2004

Alle Jahre wieder klopfen das Christkind und der Weihnachtsmann bei der Post an. Sie bitten um Unterstützung bei der Beantwortung der vielen Kinderbriefe mit Weihnachtswünschen. Ehrensache, dass die Post diese Aufgabe gerne wahrnimmt. Bis Ende Jahr stellt sie fünf Personen frei, um die Empfängeradressen der Kinder ausfindig zu machen und die Briefe mit einem kleinen Geschenk vorzubereiten. In den letzten Jahren nahm die Zahl der Antwortschreiben stetig zu. 2003 verschickten Christkind und Weihnachtsmann über 13'300 Antwortschreiben mit der Schweizerischen Post an die Kinder.

Der Weihnachtszauber soll möglichst lang in den Augen der Kinder funkeln. Zu diesem Zweck unternimmt die Schweizerische Post alles. Wie in den Vorjahren leitet sie sämtliche Briefe mit dem kleinsten Hinweis auf ein Schreiben an das Christkind oder den Weihnachtsmann weiter an die fünf Postgehilfen der Zweigstelle von Christkind und Weihnachtsmann in Chiasso. So finden Briefe mit Adressen der Kinderfantasie wie etwa "Gesù Bambino, Via delle stelle, Paradiso", "an das Christkind im Himmel" oder Père Noël, pôle Nord" den Weg zur Schweizer Zweigniederlassung des Postamtes Santa Claus im finnischen Rovaniemi. Die im Postvokabular eigentlich "unanbringlichen Briefe" werden seit über 50 Jahren nicht mehr mit dem Vermerk "Empfänger unbekannt" versehen. Das Team um das Christkind und den Weihnachtsmann liest die Briefe, sortiert sie nach Sprache und beantwortet sie liebevoll je nach Qualität der Absenderadresse.

2003 gingen 14'644 Briefe durch die eifrigen Hände der Weihnachtsmanngehilfinnen und -gehilfen. Den weitaus grössten Anteil machten Briefe von Kindern aus der Romandie aus, gefolgt von Sendungen aus dem Tessin. Dann erst folgten Briefe von Kindern aus der deutschen Schweiz. Und nur wenige hundert Sendungen stammten aus dem Ausland. Zum Vergleich: 1951 trugen noch 250 von 450 eingegangenen Sendungen eine ausländische Marke. Offensichtlich vermuteten vorab die ausländischen Kinder zu dieser Zeit noch den Weihnachtsmann oder das Weihnachtskind im Land der Alpen, dunklen Wälder und des vielen Schnees.

Detektivische Kleinstarbeit

Die Gehilfinnen und Gehilfen des Christkinds und des Weihnachtsmannes geben sich alle Mühe, möglichst jeden Brief zu beantworten. Das ist nicht immer einfach. Häufig sind die Absenderangaben mangelhaft. In den vergangenen drei Jahren betrug die Quote beantworteter Briefe rund 91 Prozent. Leider beinhalteten neun Prozent der Briefe so wenige Hinweise über den Absender, dass auch das Post-Team um den Weihnachtsmann und das Christkind trotz Recherchen im elektronischen Telefonbuch, Rücksprachen bei den entsprechenden Poststellen oder dem Kontakt mit Dorfweisen vor Ort schweren Herzens kapitulieren musste. Allein schon der Gedanke an die Freude und Rührung über die vielen - zum Teil mit Zeichnungen, Collagen und kleinen Präsenten wie Schnuller, Spielautos oder Guetzli versehenen - Kinderbriefe und -wünsche lassen das Team in Chiasso den grossen Aufwand und die Mühe vergessen. Der Antwortbrief auf diese liebenswürdigen Briefe stammt vom Christkind und dem Weihnachtsmann selbst. Das Schreiben in einer der vier Landessprachen oder in Englisch enthält auch dieses Jahr ein kleines Präsent. Die Sendung wird mit einer speziell ausgewählten Pro Juventute-Kindermarke frankiert und mit dem Weihnachtsstempel des Postamtes "Bern Bethlehem" versehen.