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E-Voting-Lösung der Post

Elektronisches Abstimmen und Wählen für die Schweiz

Die Post bietet den Kantonen und Gemeinden eine einfache und flexible Lösung für die Einführung von E-Voting für In- und Auslandschweizer an. Als die vertrauenswürdige Übermittlerin von über 20 Mio. Sendungen mit Stimmunterlagen und brieflichen Stimmabgaben pro Jahr ist die Post dazu prädestiniert, mit E-Voting auch bei der elektronischen Stimmabgabe für den sicheren und vertraulichen Transport von Stimmen zu sorgen.

Adresse

Post CH AG
Wankdorfallee 4
3030 Bern
Schweiz

E-Mail

e-voting@post.ch


Für gehörlose oder hörbehinderte Personen Anfrage in Gebärdensprache

E-Voting bietet zahlreiche Vorteile gegenüber herkömmlichen papierbasierten Abstimmungen. Es erlaubt eine nähere Anbindung des Bürgers an bestehende eGov-Plattformen und kann formale Fehler beim Ausfüllen verhindern. E-Voting ist auch von unterwegs oder im Ausland stets verfügbar und bietet weniger Barrieren für Menschen mit Behinderung. Schliesslich ist es auch mit deutlich weniger Aufwand bei der Auszählung verbunden. Die Hoheit über die Wahlen und Abstimmungen bleibt mit E-Voting wie bis anhin bei den Kantonen und Gemeinden.

Die E-Voting-Lösung der Post bietet künftig für die Kantone eine ganze Reihe von Vorteilen. Die Lösung wird mit dem Ziel entwickelt, in der höchsten Ausbaustufe bis Ende 2017 folgende Merkmale aufzuweisen:

  • Das System wird sukzessiv weiterentwickelt, sodass es bis Ende 2017 für 100 % Stimmberechtigte zugelassen sein wird (stufenweise Einführung).
  • Es wird die von der Bundeskanzlei definierten Anforderungen für ein E-Voting-System der zweiten Generation vollständig erfüllen. 
    • Das System wird gemäss den von der Bundeskanzlei festgelegten Regeln und Normen akkreditiert.
    • Individuelle und universelle Nachvollziehbarkeit der Stimmabgabe/n.
    • Zusätzliche Kontrollkomponenten erlauben jederzeit die Prüfung der Integrität des Systems und der Prozesse (analog Wahlbeobachter).
    • Externe Auditierungen
    • Im Umgang mit dem Quellcode werden die Vorgaben der Bundeskanzlei befolgt. Auf der Basis dieser Vorgaben wird der Quellcode veröffentlicht. 
  • Die Lösung unterstützt alle vier Landessprachen sowie Englisch.
  • Die Stimmberechtigten können plattformunabhängig via PC, Smartphone oder Tablet abstimmen.
  • Dank standardisierter Schnittstellen und der Unterstützung des Schweizer eGovernment-Standards eCH lässt sich der Dienst in die vor und nach der Abstimmung sowie zur
  • Authentifizierung zum Einsatz kommenden IT-Systeme der Kantone integrieren.
  • Die Post bietet umfassende Unterstützung bei der Implementierung und Einführung von E-Voting auf kantonaler oder kommunaler Ebene.
  • Die Lösung der Post beinhaltet ein grafisches Backoffice-Tool, das die Vor- und Nachbereitung der Urnengänge deutlich vereinfacht.
  • Darüber hinaus bietet die Post auch Hand beim Versand der Stimmunterlagen und Wahlzettel, wie sie dies schon seit vielen Jahrzehnten tut.

Die Einführung einer E-Voting-Lösung verlangt ein Investment, das sich jedoch in der Regel schnell auszahlt. So hat sich in Ländern, die schon länger auf E-Voting setzen, gezeigt, dass durch Effizienzgewinn und geringere Materialkosten finanzielle Einsparungen bis zu 34 Prozent möglich sind.

E-Voting ohne zusätzliche physische Stimmunterlagen ist darüber hinaus umweltfreundlicher als die traditionelle physische Abstimmung, da Papier für Abstimmungszettel und Wahlbroschüren eingespart werden kann und keine Kosten und keine Treibstoffverbrauch für den Transport anfallen. Dies könnte mittelfristig ein weiterer Vorteil von E-Voting werden.

Mit ihrer E-Voting-Lösung bietet die Post den Kantonen folgende Leistungen:

Software as a Service

  • E-Voting-System der zweiten Generation, das die von der Bundeskanzlei definierten Anforderungen erfüllt.
  • Dieses System wird sukzessiv weiterentwickelt, sodass es bis Ende 2017 für 100 % Stimmberechtigte zugelassen sein wird.
  • Skalierbar gehosted von der Schweizerischen Post.
  • Überwachung rund um die Uhr für mehr Sicherheit. Überwacht werden sowohl die eigentliche Kernsoftware und -infrastruktur als auch das erweiterte Ökosystem, in dem sich E-Voting befindet.
  • Die Lizenz umfasst alle sicherheits- und funktionsbezogenen Updates für den Service.

Schulung

Umfassende Schulung der Mitarbeitenden der Staatskanzleien und ihrer Wahlhelfer.

Beratung

  • Beratung zum E-Voting-Verfahren und zur Logistik.
  • E-Voting-Kommunikationspaket zur Information der Stimmberechtigten (Botschaften, unterstützende Materialien).
  • Beratung zur Erfüllung der Anforderungen der Bundeskanzlei.
  • Enger Wissensaustausch auf Stufe ICT und Sicherheit.

Support

  • Second Level Support im Konfigurationszeitraum und während der Urnengänge durch die Post.
  • Third Level Support.
  • Support bei der Überprüfung nach der Abstimmung.
  • Unterstützung bei allen Fragen rund um E-Voting.

Umsetzung

Inklusive Integration in die Abstimmungsverwaltungssysteme der Kantone (auch mit standardmässigen eCH-Schnittstellen).

Preismodell

Das Preismodell für die E-Voting-Lösung der Post ist mehrschichtig aufgebaut:

  1. Grundgebühr für die Nutzung und den Betrieb der Lösung in den Rechenzentren der Post.
  2. Variable Kosten abhängig von der Grösse des Elektorats und der Zahl der teilnahmeberechtigten Personen.
  3. Sinkende Pro-Kopf-Kosten je grösser die Zahl der Teilnahmeberechtigten und der Kantone, die die E-Voting-Lösung der Post einsetzen.