Digital Health

Auch dank der Post: Elektronisches Patientendossier in allen Sprachregionen der Schweiz

Der Kanton Tessin rückt dem elektronischen Patientendossier (EPD) immer näher. Das ist auch ein Verdienst der Post. Ihre Post E-Health Plattform dient der EPD-Anbieterin e-Health Ticino als «Motor». Nun hat sie ihn gestartet. Für die Post ein besonderer Meilenstein, da er den Abschluss der Systemeinführung bei allen fünf Stammgemeinschaften markiert – und der Beweis ist, dass die Post einen wichtigen Beitrag zur Digitalisierung des Schweizer Gesundheitswesens leistet.

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Ende November 2021 ging die Stammgemeinschaft e-Health Ticino (eHTI) mit ihrer EPD-Infrastruktur «live». Für Leiterin Valeria Belloni ein wichtiger Schritt: «So können wir der Tessiner Bevölkerung nach einer ersten Einführungsphase im Laufe des Jahres 2022 das EPD anbieten.» Der «Motor» hinter diesem wichtigen Erfolg: die Post E-Health Plattform. Sie ist von Bundesgesetz wegen auf Herz und Nieren geprüft und gilt seit über einem Jahr als zertifizierbare Infrastruktur. eHealth Aargau, eSANITA, CARA, Mon Dossier Santé oder eben e-Health Ticino: Diese EPD-Anbieterinnen respektive Stammgemeinschaften sind heute Kundinnen der Post und nutzen deren Plattform (siehe Grafik). Letztere zählt seit 2 Jahren auf die Dienste der Post. «Eine vertrauenswürdige Partnerin», lobt eHTI-Leiterin Valeria Belloni, «nun sehen wir die Resultate der Zusammenarbeit.»

Verlässliche Lösungen in allen Sprachregionen

Für die Post ist der EPD-Start im Tessin ein besonderer Meilenstein. Mit ihm schliesst sich nun der Kreis: Denn erstmals hat die Bevölkerung bald in allen vier Sprachregionen beziehungsweise in 13 Kantonen erstmals die Möglichkeit, ein EPD zu eröffnen. Sie erhalten damit einen digitalen Zugang zu ihren Gesundheitsdaten. «Ein Beweis dafür, dass wir eine kompetente Anbieterin von Digital Health-Lösungen im Markt sind und einen wichtigen Beitrag zur Digitalisierung des Gesundheitswesens leisten. Und zwar in der ganzen Schweiz», sagt Nicole Burth, Leiterin Kommunikations-Services und Mitglied der Post-Konzernleitung. Die Post bleibt bei diesem Meilenstein nicht stehen. Sie entwickelt ihre EPD-Infrastruktur laufend weiter, um für neue Anwendungsfälle Lösungen zu bieten. Darüber hinaus vereinfacht sie den Zugang zum EPD: Seit Mitte November können Interessierte in sechs Kantonen der Schweiz in insgesamt 24 Filialen der Post ein EPD eröffnen (siehe Übersicht). Natürlich sind die Filialen allesamt dafür zertifiziert. Und sie hat eine weitere Entwicklung im Köcher: die Schweizer Gesundheitsplattform Cuore im Sinne eines digitalen Herzstücks. Sie soll zu einem schweizweiten Ökosystem wachsen, in dem sich alle Akteure im Gesundheitswesen vernetzen können, damit sie Hand in Hand arbeiten können – in der physischen und digitalen Welt.  

Doch weshalb engagiert sich die Post eigentlich im digitalen Gesundheitsbereich? Die fünf wichtigsten Fragen und Antworten im Medienblog.

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Wie aus einer Vision Realität wurde: EPD-Meilensteine

Seit rund zehn Jahren engagiert sich die Post für das elektronische Patientendossier (EPD). Im Jahr 2013 lancierte sie als Pionierin das erste EPD der Schweiz im Kanton Genf. Das «Mon Dossier Médical» war bis vor Kurzem bei rund 51 000 Nutzerinnen und Nutzern im Einsatz.

Im Jahr 2015 fasste die Bundesversammlung den Beschluss, das elektronische Patientendossier schweizweit einzuführen, es zu verbreiten und weiterzuentwickeln. Seit Beginn war die Post eng in diesen Prozess involviert. So formte sie als EPD-Systemanbieterin die Ausgestaltung des Bundesgesetzes über das elektronische Patientendossier (EPDG) aktiv mit. Ein langer Weg; während zwei Jahren wurde am Gesetz gearbeitet und an den Bestimmungen gefeilt, bis es schliesslich 2017 in Kraft trat. Dieser Entscheid und die damit angestossene Entwicklung in Richtung Digitalisierung des Schweizer Gesundheitswesens war für die Post Ansporn und Herausforderung zugleich. Sie wollte sich als vertrauenswürdige Anbieterin einer EPD-Infrastruktur beweisen und damit auch einen wichtigen Beitrag für die Schweizer Gesellschaft leisten. Die Post hat viel in den Plattformaufbau investiert - zuerst mit der eigenentwickelten e-Health-Lösung «Vivates» und seit 2018 mit der Post E-Health Plattform, die das Ergebnis einer engen Zusammenarbeit mit ihrem strategischen Partner Siemens Healthineers ist. Sie prüft ihre Infrastruktur zusätzlich an jedem EPD-Projectathon auf Herz und Nieren. Die intensive Vorarbeit hat sich gelohnt: im vergangenen Jahr ging es richtig los! Die Zertifizierungsgesellschaft KPMG bestätigte, dass die Post E-Health Plattform zertifizierbar ist. Damit war die Grundvoraussetzung geschaffen, um die Plattform Schritt für Schritt an ihre Kundinnen, den Stammgemeinschaften, auszuliefern. Die Meilensteine entnehmen Sie der untenstehenden Grafik.