Gesundheitslogistik

Steriparc
Die Post eröffnet ihr drittes Medical Service Center

Nach 20 Monaten Bauzeit hat die Post ihr drittes Medical Service Center in Betrieb genommen. Die Sterilgutaufbereitungsanlage Steriparc in Yverdon erweitert das schweizweite Netzwerk der Post im Gesundheitswesen und unterstreicht die strategische Ausrichtung des Unternehmens auf Versorgungssicherheit, Professionalität, Vertrauen und Qualität. Doch wie gelang der Post das Projekt in solch kurzer Zeit umzusetzen?

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Mit der Eröffnung von Steriparc macht die Post einen entscheidenden Schritt zur Modernisierung und Optimierung der Gesundheitslogistik», erklärte Daniel Vögeli, Leiter Branchenlösungen und Chief Commercial Officer der Post, bei der Eröffnung vor 100 Gästen.

Mit Steriparc vervollständigt die Post ihr Konzept der Medical Service Centers, die in der gesamten Schweiz ISO-zertifizierte Aufbereitungseinheiten für Medizinprodukte betreiben. Die Post ist bereits seit mehreren Jahren über eine Beteiligung an der Stericenter SA in Cugy im Markt für Sterilgutaufbereitung aktiv. 2022 kam mit der Übernahme der Steriplus AG in Kaltbrunn ein zweiter Standort dazu. Mit Steriparc in Yverdon verfügt die Post nun über drei strategisch positionierte Medical Service Centers, die eine flächendeckende Versorgung der Schweiz gewährleisten. Die neue Anlage in Yverdon kann jährlich 180 000 Sterilisationseinheiten verarbeiten und bedient damit Spitäler in der ganzen Westschweiz, welche sich damit noch gezielter auf die Patientenversorgung konzentrieren können.

Effizienz durch bewährte Partnerschaftsmodelle

Die Realisierung des Steriparcs erfolgte in kurzer Zeit: Innert 20 Monaten wurde das Projekt von der unbebauten Wiese zur betriebsbereiten Anlage realisiert. Nach der Unterzeichnung der Partnerschaftsverträge im Oktober 2023 lagen bereits im Sommer 2024 alle erforderlichen Bewilligungen vor. Die Fertigstellung der Anlage erfolgte im Frühling 2025. Diese Geschwindigkeit resultierte aus der parallelen Abwicklung von Genehmigungsverfahren und Bauvorbereitungen. Ein Ansatz, der die Gesundheitslogistik der Post auch bei ihren Kundinnen und Kunden prägt: innovativ, lösungsorientiert und individuell.

Die Projektstruktur basiert auf einer strategischen Allianz zwischen der Post und etablierten Gesundheitsakteuren. Die Steriparc SA wurde im März 2023 als Joint Venture zwischen Youcare Consulting SA und AEVIS Victoria SA gegründet, bevor die Post im Oktober 2023 eine 60-prozentige Mehrheitsbeteiligung übernahm. «Das Projekt zeigt exemplarisch, wie wir gezielt auf regionale Bedürfnisse eingehen und gleichzeitig langfristige Partnerschaften aufbauen», kommentierte Christian Levrat, Verwaltungsratspräsident der Post, an der Eröffnung.

Versorgungssicherheit durch Spezialisierung

Die Versorgungssicherheit steht dabei im Zentrum: Die Anlage gewährleistet die stetige Verfügbarkeit sterilisierter chirurgischer Instrumente für die Region und bietet redundante Aufbereitungslösungen. Die Professionalität zeigt sich in der ISO-Zertifizierung und der Einhaltung aller regulatorischen Anforderungen, während das Vertrauen durch die bewährte Partnerschaft mit etablierten Gesundheitsakteuren gestärkt wird.

Die Qualität der Dienstleistung manifestiert sich in einem durchdachten Versorgungsprinzip: Die Post liefert die für einen Eingriff notwendigen chirurgischen Instrumente massgeschneidert, zur richtigen Zeit und fallbezogen direkt vor den Operationssaal. Steriparc-CEO Gaëlle Tresallet beschreibt diesen Ansatz: «Steriparc bietet innovative, verlässliche Dienstleistungen, die auf die Bedürfnisse unserer Kunden abgestimmt sind – damit sich Spitäler ganz auf ihre medizinischen Aufgaben konzentrieren können. »

Effizienzgewinne für das Gesundheitswesen

«Steriparc bietet innovative, verlässliche Dienstleistungen, die auf die Bedürfnisse unserer Kunden abgestimmt sind – damit sich Spitäler ganz auf ihre medizinischen Aufgaben konzentrieren können», sagt Steriparc CEO Gaëlle Tresalletanlässlich der Eröffnung. Die Gesundheitslogistik der Post ermöglicht Spitälern eine Konzentration auf ihre medizinischen Kernkompetenzen. Durch die Auslagerung der Sterilgutaufbereitung werden Fachkräfte von Logistikaufgaben entlastet, administrative Tätigkeiten reduziert und Lager- sowie Logistikflächen in wertschöpfende Patientenbehandlungsflächen umgewandelt. Gleichzeitig wandeln sich Fixkosten in variable Kosten um, was den Spitälern eine flexiblere Kostenstruktur ermöglicht.

Die Post übernimmt dabei den gesamten Prozess: vom Rücktransport der Instrumente über die Reinigung, Desinfektion, Kontrolle und Reparatur bis hin zur Verpackung und Sterilisation. Ein Ersatzteillager für Instrumente sowie die getrennte Lagerung und der Transport von sterilen und nicht sterilen Instrumenten bei konformer Luftfeuchtigkeit und Lagertemperatur runden das Angebot ab.

Wegweisend für die Zukunft

Mit dem dritten Medical Service Center positioniert sich die Post als umfassende Gesundheitsvollversorgerin, die sämtliche Logistikprozesse effizient gestaltet und integrierte Supply-Chain-Lösungen bietet. Das schweizweite Netzwerk mit den Standorten Cugy, Kaltbrunn und neu Yverdon ermöglicht eine optimale geografische Abdeckung und kurze Transportwege.

Das Steriparc-Projekt könnte damit wegweisend für weitere Initiativen im Gesundheitssektor sein und zeigt, dass auch in regulierten Branchen Geschwindigkeit und Qualität vereinbar sind: Vorausgesetzt, alle Beteiligten arbeiten koordiniert und vertrauensvoll zusammen