Gesundheitslogistik

Zwei neue Partner, ein Ziel: Die Post stärkt die Schweizer Gesundheitsversorgung

Mit Alloga und dem Gesundheitszentrum Fricktal als neuen strategischen Partnern baut die Schweizerische Post ihr Netzwerk in der Gesundheitslogistik weiter aus. Im Mittelpunkt beider Partnerschaften steht das Logistikzentrum Villmergen der Post: eines der modernsten Lagerlogistikzentren Europas.

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Wenn um 7 Uhr die erste Operation im Gesundheitszentrum Fricktal beginnt, liegt bereits alles bereit: OP-Bekleidung, Prothesen und medizinisches Verbrauchsmaterial. Alles am richtigen Ort, alles zur richtigen Zeit. Was selbstverständlich klingt, ist das Ergebnis einer neuen Partnerschaft: Seit kurzem übernimmt die Post für den regionalen Gesundheitsversorger mit zehn Standorten die zentrale Lagerung und Kommissionierung sowie die Transportdienstleistungen vom Logistikzentrum Villmergen zu den GZF-Standorten.

Gesundheitszentrum Fricktal setzt auf Logistikkompetenz der Post

«Wir freuen uns sehr, unsere Expertise für das Gesundheitszentrum Fricktal einzusetzen und gemeinsam eine moderne, sichere und effiziente Logistiklösung zu realisieren, die den Patienten zugutekommt», sagt Markus Widmer, Branchenmanager Gesundheitslogistik bei der Post.

Das GZF mit den beiden Spitälern in Rheinfelden und Laufenburg, den IAVO Praxen und dem Rettungsdienst bietet eine umfassende Gesundheitsvorsorge: Spitalleistungen an den Standorten Rheinfelden und Laufenburg sowie eine haus- und fachärztliche Versorgung in den Praxen. Im Sinne einer integrierten Versorgung engagieren sich rund 1100 Mitarbeitende für eine stationäre und ambulante medizinische Versorgung. Das bestehende Zentralmagazin im Untergeschoss des Spitals Rheinfelden stiess an seine Kapazitätsgrenzen, der Transport zwischen den Standorten war kostenintensiv.

Die Post überzeugte durch ihre Expertise in der Gesundheitslogistik, die Nähe zum Standort und ein breites Dienstleistungsangebot. Die massgeschneiderte Lösung ist modular aufgebaut und kann bei Bedarf erweitert werden. Sie umfasst eine GDP-konforme Lagerung nach höchsten pharmazeutischen Standards, digitale Schnittstellen für die Echtzeit-Bestandsführung und ein intelligentes Transportkonzept mit Gangfolgesortierung. Das bedeutet: Die Artikel werden bereits im Logistikzentrum der Post so sortiert, wie sie im Spital benötigt werden. Das Personal im GZF muss die Lieferung nicht mehr umsortieren, sondern kann sie direkt in die entsprechenden Bereiche verteilen.

«Mit der professionellen Unterstützung der Post können wir unsere Ressourcen dort einsetzen, wo sie am dringendsten gebraucht werden: bei unseren Patientinnen und Patienten», so das GZF. Die Digitalisierung der Beschaffungsprozesse und die Entlastung der internen Ressourcen stehen im Fokus: Kostensenkung ist ein willkommener Nebeneffekt.

Autostore-Roboter im Logistikzentrum Villmergen
Eines der modernsten Lagerlogistikzentren Europas: In Villmergen sind Autostore-Roboter im Einsatz

Strategische Partnerschaft mit Alloga

Doch das Gesundheitszentrum Fricktal ist nicht der einzige Neuzugang im wachsenden Netzwerk der Post Gesundheitslogistik. Wenn knapp jede zweite Medikamentenpackung in der Schweiz über ein einziges Unternehmen läuft, dann spricht das für Vertrauen und Kompetenz. Alloga, seit über 60 Jahren die Schweizer Marktführerin für Pharmalogistik-Dienstleistungen, verschickt pro Jahr rund 100  Millionen Packungen: von verschreibungspflichtigen Medikamenten über rezeptfreie Arzneimittel bis zu temperatursensiblen Produkten wie Impfstoffen und Biologika. Rund 200 Mitarbeitende bewirtschaften 45 000 Lagerplätze und beliefern schweizweit rund 15 000 Kunden: darunter Spitäler, Apotheken und Arztpraxen.

Doch Erfolg bringt auch Herausforderungen: Alloga ist stark gewachsen, die bestehenden Lager sind voll. Das Unternehmen suchte einen Partner für zusätzliche Logistikkapazitäten und wurde bei der Post mit dem Lagerlogistikzentrum Villmergen fündig. Im Logistikzentrum der Post schaffen beide Unternehmen gemeinsam zusätzliche Palettenplätze für die GDP-konforme Lagerung von Arzneimitteln und Medizinprodukten im kritischen Temperaturbereich von 15 bis 25 °C. «Partnerschaft, die bewegt»: so beschreibt Alloga die neue Zusammenarbeit.

Vom regionalen Gesundheitszentrum bis zur nationalen Versorgung

Vom Gesundheitszentrum Fricktal über Alloga bis zum Logistikzentrum Villmergen: Alle drei Schauplätze zeigen, wie professionelle Logistik zur Grundlage moderner Gesundheitsversorgung wird. In Zeiten knapper Ressourcen und steigender Anforderungen entwickelt sich die Logistik zum strategischen Erfolgsfaktor. Mit den beiden neuen Partnerschaften unterstreicht die Post ihre Rolle als zentrale Drehscheibe der Schweizer Gesundheitslogistik.

Die Post konzipiert und orchestriert ganzheitliche Supply-Chain-Lösungen, die das medizinische Personal entlasten, die Versorgungssicherheit erhöhen und die Prozesse digitalisieren. Ob im Operationssaal oder in den Hochregallagern: Überall dort, wo die Post ihre Logistikkompetenz einbringt, können sich Gesundheitsversorger und Pharmalogistiker auf ihre Kernaufgaben konzentrieren. Das Ergebnis: eine effizientere Gesundheitsversorgung, von der letztlich die Patientinnen und Patienten profitieren.

Logistikzentrum Villmergen: Hochmoderne Logistik für den Gesundheitsmarkt

Das Logistikzentrum Villmergen (LZV) der Schweizerischen Post ist eines der modernsten Lagerlogistikzentren Europas und gleichzeitig das grösste der Post. Auf einer Gesamtfläche von 57 000 Quadratmetern bietet der hochautomatisierte und multifunktionale Logistikstandort Platz für 23 000 Palettenplätze im Hochregallager, 12 000 Palettenplätze im Regal- und Blocklager sowie 7000 Palettenplätze für Gefahrstoffe. Hinzu kommen 125 000 Behälterplätze und 20 000 Tablarplätze.

Das Logistikzentrum ist Swissmedic-zertifiziert und verfügt über eine kontrollierte Temperaturführung. Es bietet GDP-konforme Lagerung für Medizinprodukte und Arzneimittel sowie ein Gefahrstofflager für wasserschädliche und brennbare Stoffe. Mit digitalisierten Autostore-Systemen und modernster Technologie deckt das LZV die gesamte Wertschöpfungskette ab: von der Warenannahme über die fachgerechte Lagerung und Kommissionierung bis zum Transport und der termingerechten Lieferung.