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0 Dieter Bambauer, Mitglied der Konzernleitung Post

Das digitale Zeitalter

Der omnipräsente Einsatz des Computers und die Vernetzung durch das Internet haben das digitale Zeitalter eingeläutet. Ein Gespräch mit Dieter Bambauer, Mitglied der Konzernleitung Post.

Herr Bambauer, Sie sind Mitglied der Konzernleitung Post. Als Leiter PostLogistics und Leiter Informationstechnologie sehen Sie die Digitalisierung aus zwei Perspektiven. Welche Auswirkungen hat sie auf die Post?

Die Digitalisierung hat unsere Welt deutlich verändert und betrifft die Post in dreierlei Hinsicht. Beginnen wir mit den neuen Technologien. Die Post muss mit immer schnelleren technologischen Entwicklungen rechnen und diese nutzen, wie zum Beispiel im Falle der hoch automatisierten Logistiklösung  YellowCube. Hinzu kommt das veränderte Kundenverhalten. Es gibt unzählige Kommunikationskanäle, die unsere Kunden nutzen. Durch mobile Endgeräte können sie zu jeder Zeit und an jedem Ort Bestellungen aufgeben und Geschäfte abwickeln. Dadurch verlangen sie zunehmend, dass sie auch die Post überall und zu jeder Zeit erreichen können. Die dritte bedeutsame Auswirkung ist die Konkurrenz, die besonders in der Logistik stark zugenommen hat.

Mobile shopping

Welche Massnahmen hat die Poste ergriffen, um diese Herausforderungen zu meistern?

Einerseits haben wir verschiedene Dienstleistungen entwickelt, die den Bedürfnissen nach zeitlicher Unabhängigkeit und Komfort Rechnung tragen. Um den Empfang und den Versand von Paketen zu vereinfachen, haben wir Dienstleistungen entwickelt wie die  My Post 24-Automaten,  PickPost,  pick@home oder auch die Abend- oder Samstagzustellung. Mit dem  Login Post Connector ermöglicht die Post ihren Kundinnen und Kunden, sich mit einem einzigen Login bei verschiedenen Onlineshops zu anzumelden. Auf der anderen Seite haben wir bei den Produktionsprozessen angesetzt. Durch die Kapazitätserweiterung stellen wir sicher, dass die wachsende Paketmenge weiterhin professionell verarbeitet werden kann.

Die Digitalisierung stellt die Post vor Herausforderungen – auch eine Chance?

Dank der digitalen Technologien können wir erst Dienstleistungen anbieten, die dem Wunsch unserer Kunden nach Flexibilität und Einfachheit entsprechen. Sie sind ausserdem die Voraussetzung, um unsere internen Prozesse zu optimieren und so dem zunehmenden Wettbewerb gewachsen zu sein. Dank der Bordcomputer, den so genannten On Board Units, in den Zustellfahrzeugen können wir zum Beispiel die Auslastung und die Touren der Fahrzeuge optimieren.

Dieter Bambauer, Mitglied der Konzernleitung Post

Welche Bedeutung wird der Mensch in einer digitalen Welt bei der Post künftig haben?

Ich bin überzeugt, dass der Mensch weiterhin eine wichtige Rolle spielen wird, vor allem in Bereichen, in denen Entscheidungen nötig sind, die Maschinen nicht treffen können. Gemäss der Konzernstrategie und der Konzernvision «Einfach mit System» verbindet die Post die physische mit der digitalen Welt. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen wir neue Kompetenzen entwickeln, und genau da bleibt der Faktor Mensch bedeutsam.

Welche Massnahmen ergreift die Post, um ihre Mitarbeitenden auf die digitale Revolution vorzubereiten?

Die Arbeitswelt hat sich stark verändert. Der Beitrag der Mitarbeitenden wird immer wichtiger: Sie müssen sich zunehmend mit neuen Medien befassen, die Kommunikation spielt eine grössere Rolle und die Selbstverantwortung nimmt zu. Wir bereiten die Mitarbeitenden auf diese Herausforderungen vor, indem wir sie so früh wie möglich in Veränderungsprojekte einbeziehen. Bei der Einführung des neuen Scanners für die Zustellboten haben wir dies so umgesetzt und das Projekt hat gezeigt, dass es möglich ist.

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