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Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte

Die Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte (GSK) hat es sich zur Aufgabe gemacht, die über Jahrhunderte gewachsene Baukultur der Schweiz ins öffentliche Bewusstsein zu rücken und für die Zukunft zu bewahren. Dies tut sie seit 140 Jahren – und zunehmend in digitalisierter Form.

Mit ihrer Arbeit leistet die 1880 gegründete Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte (GSK) einen wichtigen Beitrag zum Verständnis des vielfältigen Erbes unseres Landes. Eine ihrer Errungenschaften ist die Sammlung «Kunstdenkmäler der Schweiz», ein Grundlagenwerk zur hiesigen Baukultur, Kunst und Geschichte. Die Buchreihe ist in den 92 Jahren seit ihrer Lancierung auf 139 Bände angewachsen. Nun macht die GSK diesen gesamten Bestand in einer digitalen Datenbank kostenlos zugänglich. 2027, also rechtzeitig zum hundertjährigen Bestehen der Reihe, soll die vollständige Digitalisierung erreicht sein. Die Sondermarke hat die Aufgabe, den Kulturauftrag der Organisation ins Bewusstsein der breiten Öffentlichkeit zu rücken, nicht zuletzt als Beispiel für die Synthese von Tradition und Innovation. Denn für die Vermittlung der Inhalte setzt die GSK längst auf moderne Kommunikationstechnologien. So hat sie die App «Swiss Art To Go» entwickelt, einen digitalen Architekturführer durch die Schweiz, und auf der Website lassen sich bedeutende Schweizer Bauten aus einer 360-Grad-Perspektive betrachten – eine Dynamik, die von der Sondermarke aufgegriffen wird.

Interview mit Diana Pavlicek, Leiterin Kunstsammlung Post

Die Schweizerische Post besitzt eine Kunstsammlung. Seit wann wird denn gesammelt?

Die Kunstsammlung der Post hat eine traditionsreiche Vergangenheit. Das Förderengagement des Bundes hat seine Anfänge nämlich bereits im Jahr 1887, als mit einem Bundesbeschluss für «die Förderung und die Hebung der schweizerischen Kunst» und mit einer Verordnung über die eidgenössische Kunstpflege vom 29. September 1924 der Grundstein dafür gelegt wurde.

Was wird denn gesammelt?

Das Kunstengagement der Post ist ein Förderengagement und richtet sein Augenmerk seit jeher auf die Unterstützung von zeitgenössischer Kunst mit Bezug zur Schweiz. Die Post sammelt also Werke von zeitgenössischen Künstlerinnen und Künstlern.

Wie gross ist die Sammlung heute, und kann man sie besichtigen?

Die Sammlung umfasst aktuell rund 400 Werke aller Gattungen und ist mehrheitlich in den Sitzungszimmern und Gängen der Verwaltungsgebäude der Post platziert. Die Sammlung beinhaltet ebenfalls ein breites, schweizweites Portfolio an «Kunst am Bau»-Werken.

«Kunst am Bau», was bedeutet das?

«Kunst am Bau» umfasst Auftragswerke an Kunstschaffende, die ortsspezifischen Charakter haben und eine Verbindung mit der Architektur oder dem öffentlichen Raum, den sie bespielen, eingehen. Aufträge für solche Projekte hatten nach dem Zweiten Weltkrieg den Zweck, die damals in prekären Verhältnissen lebenden Kunstschaffenden zu unterstützen und ihnen eine Plattform für ihre Arbeit zu geben. Die Post schrieb in Zusammenarbeit mit der Eidgenössischen Kunstkommission Wettbewerbe für «Kunst am Bau»-Werke aus. In den langen Jahren dieser Unterstützungstätigkeit kamen bis heute schweizweit rund 150 Projekte zustande. Sie sind inzwischen zu spannenden Zeitzeugen geworden, die es zu bewahren gilt.

Gibt es Gemeinsamkeiten zwischen dem Kunstengagement der Post und jenem der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte (GSK)?

Ja! Die Post war bekannt für ihre charakteristischen Bauten an prominenter Lage. Einige der inzwischen historischen Gebäude wurden mit Preisen ausgezeichnet, und einige sind auch denkmalgeschützt. Oftmals sind auch diese Gebäude mit «Kunst am Bau»-Werken bestückt. Im Laufe der Zeit entwickelte sich dieses Genre vom reinen Bauschmuck oder Dekor zu einer eigenständigen Kunst, die ihr denkerisches und gestalterisches Potenzial voll entfaltet und somit den öffentlichen Raum aktiv mitgestaltet. Wie der GSK ist es auch der Post ein grosses Anliegen, diese historischen Zeitzeugen zu bewahren und zu pflegen und einer interessierten Bevölkerung zugänglich zu machen.

Die Post verfügt über eine Fachstelle Kunst. Worin besteht die Aufgabe dieser Fachstelle?

Die Post ist sich ihrer Sammlung inkl. «Kunst am Bau»-Portfolio sowie deren kulturhistorischen Werts bewusst. Sie nimmt ihre Verantwortung war und pflegt dieses Erbe. Sie möchte es zeitgemäss weiterführen und zusätzlich einer interessierten Bevölkerung zugänglich machen. Aus diesen Gründen wurde neu eine Fachstelle Kunst geschaffen. Diese kümmert sich um den Ausbau und die Pflege dieser substanziellen Sammlung zeitgenössischer Schweizer Kunst. Sie hat sich zum Ziel gesetzt, das Kunstengagement für eine interessierte Bevölkerung zugänglich zu machen, und hat verschiedene Vermittlungsprogramme im Köcher.

Weitere Informationen zur Kunstsammlung der Post finden Sie unter: www.post.ch/kunstsammlung

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Technische Infos

Verkauf

Philatelie: ab 30.4.2020 bis 30.6.2021 oder solange Vorrat
Filialen: ab 7.5.2020 bis 30.6.2021 oder solange Vorrat

Gültigkeit

Unbeschränkt ab 7.5.2020

Druck

Offsetdruck, 4-farbig; Gutenberg AG, Schaan, Liechtenstein

Formate

Wertzeichen: 40 × 32,5 mm
Bogen: 190 × 160 mm
(4 Reihen zu 4 Marken)

Papier

Briefmarkenpapier weiss, mit optischem Aufheller, matt gummiert, 110 gm²

Zähnung

13½:13½

Gestaltung

Beat Kehrli, Meiringen