Gewusst wie

Das A und Oh! beim Immobilienkauf

Wer sich den Traum vom Eigenheim erfüllen will, muss dafür in der Regel eine Hypothek abschliessen. Wir sagen Ihnen, welche Grundvoraussetzungen Sie dafür erfüllen müssen und wie erstaunlich einfach Sie heutzutage das günstigste Angebot finden können.

Stéphanie Adamina

Ob Haus oder Wohnung, wer eine Immobilie kaufen will, muss erst mal hinter diese drei Fragen einen Haken machen können:

1
Haben Sie genügend Eigenkapital?

Um eine Hypothek abschliessen zu können, benötigen Sie genügend Eigenkapital, und zwar mindestens 20 Prozent des Kaufpreises Ihres Wunschobjektes. Als Eigenkapital gelten in erster Linie Konto- und Sparguthaben, Vorsorgeguthaben der 3. Säule, Wertschriften und Fonds, Erbvorbezüge sowie Schenkungen.

Falls Sie mit dem Geld aus diesen Quellen nicht auf die erforderlichen 20 Prozent kommen, können Sie auch Vorsorgegelder aus der 2. Säule (Pensionskasse) oder Privatdarlehen hinzuziehen. Allerdings muss gewährleistet sein, dass mindestens 10 Prozent des Kaufpreises, also die Hälfte des erforderlichen Eigenkapitals, aus freien Mitteln wie zum Beispiel Kontoguthaben oder Guthaben der 3. Säule stammen.

2
Können Sie die Hypothek langfristig tragen?

Wenn Sie ein Haus oder eine Wohnung besitzen, müssen Sie für die regelmässig anfallenden Immobilienkosten aufkommen können. Für die Berechnung der Immobilienkosten werden folgende Ausgaben berücksichtigt:

  • Hypothekarzins = 5 % des Kreditbetrages
  • Neben- und Unterhaltskosten = 1 % des Kaufpreises oder Marktwert
  • Amortisationen = Rückzahlung der 2. Hypothek

Der Hypothekarzins wird bewusst mit einem Zinssatz berechnet, der über den aktuellen Marktzinssätzen liegt. Die Neben- und Unterhaltskosten beinhalten zum Beispiel Kosten für Strom, Heizung, Versicherung sowie Aufwendungen für das Instandhalten der Immobilie. Die Höhe der Amortisationen wird durch die eingesetzten Eigenmittel und Ihr Alter bestimmt.

Damit Ihre Hypothek langfristig als tragbar gilt, dürfen die Immobilienkosten nicht mehr als 33 Prozent Ihres Bruttoeinkommens ausmachen.

3
Sind Sie kreditwürdig?

Kreditgeber wollen nicht nur wissen, ob Sie Ihre Immobilienkosten tragen können, sondern auch, ob Sie dies aller Voraussicht nach auch verlässlich tun werden. Dazu nimmt der Kreditgeber eine so genannte Bonitätsprüfung vor und schaut sich zum Beispiel das Verhältnis Ihrer Einnahmen und Ausgaben an und überprüft, ob Sie schon mal betrieben worden sind.

Wenn Sie diese drei Fragen für sich mit Ja beantworten können, stehen die Chancen gut, dass Sie mit einem Hypothekargeber ins Geschäft kommen werden. Die grosse Frage ist jetzt:

4
Wie finden Sie das beste Angebot?

Auch bei Hypotheken gilt: Das erste Angebot ist nur mit viel Glück auch das Beste. Wenn Sie sich darauf nicht verlassen wollen, kommen Sie um das Vergleichen nicht herum. Musste man dafür früher endlos im Internet recherchieren oder von Bank zu Bank pilgern, lässt sich das heute bequem vom Sofa aus erledigen – mit Hypothekenvergleichs-Apps wie Valuu von PostFinance. Sie geben einfach die Eckdaten Ihrer Eigenheimfinanzierung ein, und die App sucht für Sie aus über hundert Angeboten von Schweizer Banken, Versicherungen oder Pensionskassen die passenden Hypotheken heraus. Mit Valuu können Sie Ihre Wunsch-Hypothek auch gleich online abschliessen, indem Sie die erforderlichen Unterlagen einfach fotografieren und/oder hochladen. Mit solchen Vergleichsdiensten sparen Sie nicht nur viel Zeit, sondern höchstwahrscheinlich auch viel Geld – unter Umständen mehrere Tausend Franken pro Jahr.

Übrigens: Auch Hypotheken-Ablöser sollten vergleichen

Wenn Ihre bestehende Hypothek bald ausläuft, sollten Sie die Gelegenheit nutzen und einen Anbieterwechsel in Erwägung ziehen, um das zum Teil beträchtliche Sparpotenzial auszunutzen. Auch in diesem Fall finden Sie mit einer Hypothekenvergleichs-App rasch und einfach die günstigste Alternative.

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Stéphanie Adamina