Gewusst wie

Der Weihnachtsmann und die für ihn strengste Zeit des Jahres

Der Weihnachtsmann verrät, wie er die vielen Briefe beantwortet und was man als Absender auf keinen Fall vergessen darf.

Sandra Gonseth

Lieber Weihnachtsmann, wo wohnst du?

Früher lebte ich auf einem Berg in Lappland, der wie ein riesiges Ohr geformt ist, damit man die Wünsche der Kinder hören kann. Doch seit ich bekannter geworden bin, bin ich ins verkehrstechnisch etwas günstiger gelegene Rovaniemi am Polarkreis gezogen.

Dort befindet sich auch das offizielle Weihnachtspostamt,

Wie sieht dein Job aus?

Ich arbeite in einer Holzhütte gegenüber dem Postamt. Allerdings ist sie leicht zu übersehen, denn Souvenirläden dominieren das Bild. Mein Büro gleicht einem Wohnzimmer, das länger nicht mehr aufgeräumt wurde. Überall stapeln sich Briefe. Sie kommen aus der ganzen Welt. Meistens sind sie adressiert an den «Weihnachtsmann am Polarkreis» oder schlicht an «Santa Lapland».

Hast du Hilfe?

Ich habe viele Postwichtel, die mir beim Beantworten der Briefe helfen. Sie tragen alle eine rote Filzmütze auf dem Kopf, eine rote Jacke und einen weissen Schal. So erkenne ich sie sofort. Im Dezember erhalte ich täglich bis zu 32 000 Briefe. Die könnte ich nicht alle alleine beantworten. Aber mitgezählt habe ich: Seit 1985 habe ich 15 Millionen Briefe aus 198 Ländern erhalten.

Sehen Sie auf der Webcam, wie kalt es heute im Weihnachtsdorf am Polarkreis ist!»

Triffst du auch Menschen?

Natürlich! Ich sitze in meinem Holzstuhl und bitte die Besucher auf die Plätze neben mir. Während Fotos gemacht werden, beantworte ich Fragen, auf Englisch, Deutsch oder Französisch. Ich erzähle dann jeweils, dass ich mehr Rentiere habe, als es Sterne gibt. Und natürlich, dass ich der einzige echte Weihnachtsmann auf der ganzen Welt bin.

Und was machst du nach getaner Arbeit, wenn alle Kinder glücklich sind?

Dann ziehe ich mich in meine Hütte im verschneiten Wald zurück, mache ein Feuer im Kamin und geniesse den traditionellen finnischen Weihnachtsschinken.

Guetzli backen, Weihnachtslieder singen und hören, Geschenke basteln: Für viele Kinder ist die Adventszeit die schönste Zeit des Jahres. Die Wunschliste ausfüllen ist ebenfalls ein sehr wichtiger Moment – nicht selten gehen diesem zig Stunden Diskussionen mit kleinen Freunden, Kataloge studieren, Schaufenster bestaunen und vieles mehr voraus.

Ist die Liste einmal bereit, geht’s los: Das Christkind freut sich sehr, wenn du ihm deine Wünsche per Brief oder Zeichnung schickst. Die Post bringt sie sicher zum Christkind. Die Adresse ist aber geheim – diese wirst du deinem Pöstler nicht entlocken können …

Bist du neugierig geworden? Dann schreib doch dem Weihnachtsmann oder dem Christkind. Es geht ganz einfach!

Richtige Adresse

Schreib einfach unbedingt «An den Weihnachtsmann» auf das Couvert. So wird der Brief seinen Weg finden. Ebenso wichtig: Auf deine Liste musst du auch dringend deinen Namen und deine Adresse schreiben, denn sonst wird es für den Weihnachtsmann richtig stressig. Denn er möchte dir ja zurückschreiben!

verfasst von

Sandra Gonseth

Redaktorin