Menschen

Die jungen Wilden erklären die digitale Post

Die Lernenden im Detailhandel bringen der Kundschaft im zweiten Lehrjahr die digitalen Kundenlösungen näher. Ein Kick-Off, drei Aktionstage in einer Filiale und ein abschliessender Präsentationsmorgen bilden den Rahmen des Projekts.

Simone Hubacher

Erika Valdez, Moni Pakirathan und Samira Riegel

Das Durchschnittsalter auf der Bühne ist 17, die mittelschwere Nervosität im ganzen Moods im Schiffbau Zürich spürbar: 18 angehende Detailhandelsfachleute des zweiten Lehrjahres in Zürich führen durch diesen Vormittag am 23. Mai 2019, stellen dem Publikum digitale Kundenlösungen wie das Login Kundencenter, E-Finance, My Post 24, PickPost, pick@home, WebStamp und mehr vor, interagieren mit den Zuschauern. Sie bitten sie etwa, ein Foto des Geschehens auf der Bühne zu machen und dieses per PostCard Creator zu versenden. Foto- und Videoeinspielungen untermauern, mit welch grossem Engagement und Pepp die Auszubildenden die vergangenen Monate unterwegs waren.

Der Event ist der Höhepunkt eines intensiven Projektes einer Zürcher Klasse von Ausbilder David Lei (links). Zwischen Februar und Mai 2019 eignete sich diese Klasse in Dreier- und Viererteams grosses Wissen über die digitalen Kundenlösungen der Post und Projektarbeit an und gab dieses anschliessend während drei Tagen aktiv an der Front an die Kundschaft weiter. Die Gruppen waren sehr selbständig unterwegs: beim Auswählen der Filiale, dem Setzen der Schwerpunkte und Ziele der Kampagne und mehr.

An der Herausforderung wachsen

«Wie organisieren sich die Teams? Wo holen sie Hilfe? Wie gehen sie miteinander um, wenn sie von mir in Gruppen eingeteilt werden? – das war spannend zu sehen!», so David Lei, der die «Jungen Wilden» gerne ins kalte Wasser warf. Nach dem Kick-off-Tag ging es an die Arbeit.

Lernende Annapia Rizzo (rechts): «Der Start in der Gruppe war nicht ganz einfach, aber wir haben uns rasch organisiert und über Videochat, Facetime und Whatsapp angeschrieben und ausgetauscht. Das war auch nötig, da einige in Zürich wohnen, andere im Thurgau.» Moni Pakirathan empfand die Konzeptphase als die Schwierigste. «Plus die Aufregung vor dem heutigen Präsentationstag.». Erika Valdez, die mit Moni auch als Moderatorin durch den Morgen führte: «Die Zeiteinteilung war für mich etwas vom Schwierigsten.» Als sehr bereichernd empfanden die Lernenden die Aktionstage in den Filialen selbst. Unter anderem beeindruckte sie die Nähe zu den Kunden in den Filialen mit offenen Schaltern.

Grosser Schritt vorwärts

Zusammenfassend hält Ausbilder David Lei fest: «Unsere Lernenden machten in diesem Projekt sehr grosse Schritte in die Selbstständigkeit. Und sie wurden spürbar reifer.» Das Projekt sei ein Post internes Projekt, heuer erstmals für alle sechs Ausbildungsklassen der Lernenden im zweiten Lehrjahr des Detailhandels durchgeführt. «Nicht der Staat oder Bildung Detailhandel Schweiz schreiben es uns vor, sondern die Post selbst sieht darin einen grossen Mehrwert», so Lei. «Die Post ist digital unterwegs. Da wollen wir auch in der Ausbildung ein Zeichen setzen.»

Copyright: Simone Hubacher

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Simone Hubacher

Redaktorin