Innovation & Technologie

E-Mobilität: Der Teslafahrer

Beat Jau hat die 8500 Kilometer bis zum Nordkap vollelektrisch abgespult.

Sandra Gonseth

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Beat Jau, Beschaffungsspezialist bei der Post, hat bei seiner Reise ans Nordkap auch gleich im Tesla übernachtet (Copyright: Monika Flückiger)

Etwas nervös sei er schon geworden, sagt Beat Jau. Als der 59-Jährige im hohen Norden mit dem Tesla die einzige Zapfsäule weit und breit ansteuerte, gab diese prompt den Geist auf. Doch ein Anruf an eine Hotlinenummer mit einer netten Stimme aus Oslo und ein Klicken in der Tanksäule später, und die Ladestation funktionierte wieder.

Beat Jau ist für die IT-Hardware-Beschaffungen der Post zuständig und passionierter Tesla-Fahrer. Das Nordkap war schon immer sein Traum. Eigentlich wollte er mit dem Schiff anreisen, doch das war bereits ausgebucht. Deshalb hat er sich kurzerhand entschlossen, die 8500 Kilometer vollelektrisch mit seinem Tesla abzuspulen. Reichweite: 350 bis 500 Kilometer, Aufladen an einer Hochleistungsladestation: 30 Minuten. «Man muss einfach die biologischen Bedürfnisse mit dem Aufladen timen und dann klappt das prima», schmunzelt er.

Praktisch auch, dass er etwa die Hälfte der Nächte gleich im Tesla verbracht hat. Das «Dreamcase», ein Schrankkoffer, kann im Nu zu einem Bett umfunktioniert werden. Und die strombetriebene Standheizung garantiert die 18 Grad Wohlfühltemperatur. Heute fährt er regelmässig mit dem Tesla an den Arbeitsplatz. Während er arbeitet, hängt das E-Auto am Ökostrom.

Tesla-Fan Jau ist Gründer des Tesla-Forums sowie einer Facebook-Gruppe zum Thema E-Mobilität. Dort gibt es mittlerweile eine grosse Community, die sich rege austauscht. Praktisch, dass er nebenberuflich als Aushilfschauffeur für ein Reiseunternehmen arbeitet. Dann kann er für seine YouTube-Videos die neuen E-Brummis, eine weitere Leidenschaft, gleich selber testen.

verfasst von

Sandra Gonseth

Redaktorin