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Q3-Ergebnis Post: «Herausfordernder Markt»

Mit 263 Millionen Franken liegt der Konzerngewinn der Post nach dem 3. Quartal 2019 tiefer als im Vorjahr. Finanzchef Alex Glanzmann nennt als Grund dafür «herausfordernde Marktbedingungen».

Fredy Gasser

Herr Glanzmann, das Post-Ergebnis liegt nach 3 Quartalen 2019 tiefer als in der Vorjahresperiode – sind Sie enttäuscht?

Nein, das Ergebnis ist für uns keine Überraschung und entspricht unseren Erwartungen. Es spiegelt die Entwicklungen in einem herausfordernden Markt wider.

Was heisst das konkret?

Namentlich PostMail und PostFinance, die beiden Bereiche, die in der Vergangenheit die grössten Beiträge zum finanziellen Ergebnis erbracht haben, stehen durch den Rückgang der Briefe und die Tiefzinssituation in einer schwierigen Marktsituation. Es benötigt grosse Anstrengungen, um diese Entwicklung einigermassen kompensieren zu können. Dies gelingt uns heute teilweise noch durch die exzellente Arbeit in den Bereichen, wird aber zunehmend anspruchsvoller. PostMail übertraf das Betriebsergebnis des Vorjahres trotz sinkender Briefmengen. Hauptgrund für diesen Erfolg ist, dass der Betriebsaufwand reduziert werden konnte. Wegen der wachsenden Paketmenge kommt auch die heutige Infrastruktur der Post zunehmend an ihre Grenzen. Deshalb investieren wir in die Paketzentren, was das Resultat von PostLogistics belastet – ferner fehlt gegenüber dem Vorjahr der Ergebnisbeitrag aus einer verkauften Tochtergesellschaft.

Wie werden Sie diesen «herausfordernden» Marktbedingungen entgegentreten?

Das tun wir bereits. Dank intensiver Anstrengungen in allen Geschäftsbereichen ist das Ergebnis nicht im gleichen Masse zurückgegangen, wie sich die Rahmenbedingungen verschlechtert haben. Wir wollen die Grundversorgung auch künftig aus eigenen Mitteln finanzieren. Das ist jedoch mittelfristig angesichts der schwierigen Rahmenbedingungen infrage gestellt.

verfasst von

Fredy Gasser