Menschen

Marco Rima und seine Vorsätze für 2020

Der Schweizer Komiker und Schauspieler Marco Rima verrät, wann er trotz gutem Vorsatz schwach wird. Und weshalb er nach einer Auszeit in Australien wieder so richtig Lust auf die Bühne hat. Ausserdem: Tipps von der Gesundheitsmanagerin der Post, Iris Perner.

Sandra Gonseth

Marco Rima (58) hat dieses Jahr einen langersehnten Wunsch in die Tat umgesetzt: Er versetzte seinen Lebensmittelpunkt für acht Monate nach Australien. Begleitet haben ihn seine Gattin Christina (46), Tochter Malea (10) und Sohn Luca (7). In Down Under entstanden auch viele Ideen für sein neues Bühnenprogramm «#No Problem!?», mit dem er Ende 2020 auf grosse Tournee geht.

Marco Rima, haben Sie fürs neue Jahr schon einen Vorsatz gefasst?

Ich weiss nicht, ob es etwas mit dem Alter zu tun hat – und ich hab jetzt auch schon 58 Lenze auf dem Buckel – aber ganz ehrlich, eigentlich wünsche ich mir für die kommenden Jahre nur noch Gesundheit, Gesundheit und nochmal Gesundheit. Was nützt mir der schönste Vorsatz, wenn der Körper nicht mitmacht? Das merkt man ja schon dann, wenn man mit einer Grippe im Bett liegt.

Gab es schon einmal einen richtig verrückten Vorsatz bei Ihnen?

Ich schäme mich schon fast ein wenig, aber ich gehöre nicht zu den Menschen, die sich an Neujahr verrückte Vorsätze vornehmen. Ich bin schon im Alltag genug verrückt, das heisst öfter mal neben der Bahn, also bin ich eigentlich ganz froh, wenns auch mal ganz «normal und unaufgeregt» geht!

Können Sie das näher erklären?

Oje, ich bin jeden Tag bemüht, meine Vorsätze, die mich schon ein Leben lang begleiten, zu erfüllen oder mich wenigstens zu bemühen, sie irgendwann mal umzusetzen. Das sind Vorsätze wie: Sei anständig und gut zu den Menschen, halte Mass und sei aufrichtig und ehrlich. Ich könnte Ihnen noch viel mehr solcher «Vorsätze» aufzählen.

Wie lange halten Sie Vorsätze ein?

Beim Vorsatz «halte Mass» kann mich schon ein einsames Erdbeertörtchen, das beim Bäcker in der Vitrine steht, austricksen und alle meine Bemühungen vergessen lassen.

Haben Sie ein paar Tricks auf Lager, um standhaft zu bleiben?

Bleiben wir am besten beim Erdbeertörtchen. Ich bin dann erfolgreich, wenn ich alle Bäckereien grossräumig umfahre, umschiffe oder mit geschlossenen Augen an ihnen vorbeiziehe. Dumm nur, wenn die Ladentür offen steht und mich der Duft von frischem Brot verführerisch «umgarnt» und so meinen Vorsatz wieder scheitern lässt.

Dienen Ihnen gescheiterte Vorsätze auch als «Futter» für Ihr Bühnenprogramm?

Natürlich, ich erzähle eigentlich nur Geschichten, die das Leben schreibt. Von mir und meinen Unzulänglichkeiten, von meiner Familie und logischerweise lasse ich mich auch von der Politik und vom Weltgeschehen inspirieren.

Nächstes Jahr starten Sie eine neue Bühnenshow. Woher stammen die Ideen?

Sie sind ein Produkt meiner Langeweile. Vor meiner Auszeit in Australien drehte ich wie bescheuert am Rad. Und natürlich gibt es bei so viel Aktivität kaum Platz für Kreativität. Doch dann habe ich losgelassen, einfach mal nichts gemacht … Und nach zwei Monaten Nichtstun sind Geschichten und Ideen auf mich zugekommen, ohne dass ich etwas dafür getan habe. Nach dieser Auszeit war ich auch wieder bereit, mich dem Neuen zu stellen. Ich hatte richtig Lust darauf.

Haben Sie sich für die neue Show etwas Spezielles vorgenommen?

Ich wünsche mir einfach, dass sich die Leute durch meinen Programmtitel «#NO PROBLEM?!»  inspirieren lassen und laut über meine und ihre Unzulänglichkeiten lachen können. Das Schöne an Problemen ist doch, dass sie in den meisten Fällen lösbar sind. Und wer es wagt, über die ganzen Herausforderungen des Lebens auch noch eine Prise Humor zu streuen, der macht sich leicht und frei – eben «#NO PROBLEM!?».

So halten Sie Vorsätze ein!

Tipps von Iris Perner, Co-Leiterin Gesundheitsmanagement der Post

  1. Weniger ist mehr! Wenn ich mir gut erreichbare Ziele stecke, ist die Motivation grösser, weil ich rasch ein Ergebnis erziele. Habe ich zum Beispiel den Wunsch, gesünder zu leben, ist dies ein (zu) grosses Ziel. Wenn ich mir stattdessen vornehme, die Treppe statt den Lift zu nehmen, kann ich jeden Tag ein kleines Erfolgserlebnis geniessen. Das motiviert und trägt zum grossen Ziel «gesünder zu leben» bei, indem ich mich mehr bewege.
  2. Zusammen machts mehr Spass! Wenn ich meine Ziele weitererzähle, gewinne ich eventuell Mitinteressierte. Wir können uns gegenseitig motivieren oder uns auch positiv zureden, wenn die Zielerreichung nicht auf Anhieb klappt.
  3. Belohne den Weg zum Ziel, nicht nur das Resultat! Wenn ich gesünder leben will, kann ich jeden Tag damit starten. Und mich jeden Tag über den kleinsten Fortschritt freuen.
  4. Sei nicht zu streng mit dir. Jeder hat mal einen Durchhänger. Ausnahmen oder Pausen sind okay.
  5. Reminder setzen. Ein konkretes Ziel – zum Beispiel öfter eine kurze Pause einzulegen, kurz aufzustehen, den Körper durchzustrecken – im Kalender aufnehmen oder den Telefonwecker stellen. Probiere es aus! 
Iris Perner, Co-Leiterin Gesundheitsmanagement Post

verfasst von

Sandra Gonseth

Redaktorin