Unser Engagement

Zu Besuch bei der Post

Schulklassen haben die Möglichkeit, hinter die Kulissen einer Filiale zu blicken. Kürzlich waren Unterstufenschüler in Murten zu Gast.

Simone Hubacher

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Acht Kinder in gelben Leuchtwesten und mit roten Wangen sowie zwei Betreuerinnen betreten die Filiale Murten an diesem heissen Sommermorgen. Sie haben einen fast einstündigen Fussmarsch von ihrer Schule in Altavilla an die Bahnhofstrasse Murten zurückgelegt. Neugierig schauen sich die Sechs- bis Neunjährigen (Kindergarten bis 3. Klasse) im sonst «verborgenen» Teil der Filiale um. «Oh, ich dachte, hier sei alles voller Förderbänder, aber es gibt keine!», staunt Emilio. Die Leiterin Betrieb, Eva Bigler und Zustellerin Daniela Messerli empfangen die junge Gruppe. In der nachfolgenden Stunde steht ein Blick hinter die Kulissen auf dem Programm.

Die Jungs starten mit Daniela Messerli und dürfen sich als Erstes den Wagenpark ansehen. Jetzt, kurz nach 9 Uhr, ist allerdings nur ein Elektroroller der Marke DXP hier, die anderen sechs plus die drei Autos sind im Einsatz. Daniela erklärt: «Um 6 Uhr beginnen wir hier zu arbeiten, um 8 Uhr fahren die Kollegen mit der Post los. Zurück kommen sie erst, wenn die ganze Post verteilt ist.» Ab und zu sei eine Extrafahrt nötig. Wenn jemand ein Velo oder einen Kinderwagen online bestelle, finde das Riesenpaket normalerweise nicht im ersten Auto Platz.

Selbst bedienen

Spannend für die Schüler ist auch das «Innenleben» eines gelben Briefeinwurfes. Auch die Adressfächer beeindrucken die Kinder – sie finden sogar das Fach ihrer eigenen Schule – die Post ist aber schon weg. Der Trocknungsschrank für die Berufskleider der Zusteller läuft heute nicht, aber an nassen Tagen ist er im Dauereinsatz.

Die Mädchen blicken zuerst mit Eva Bigler hinter die Schalter; dort dürfen sie selbst Marken stempeln und für einmal eine echte Tausendernote berühren. Nach anfänglichem Beobachten getraut sich Vivienne, selbst eine Kundin zu bedienen. Sie kontrolliert Einzahlungsscheine und liest sie automatisch ein. Ihre selbst verfassten Briefe für ihre Lieblingsmenschen oder -tiere – Manuels Brief ist für seinen Hund – dürfen die Kinder mit einer schönen Marke versehen.

«Was hat euch am besten gefallen?», will Eva Bigler nach 60 Minuten wissen. Die amüsanteste Antwort kommt von Johanna: «Die Schnur an der Decke, die man zieht, damit sich die Zwischentür von selbst öffnet!» Auf die Frage, wer später einmal für die Post arbeiten wolle, schnellen fast sämtliche Hände nach oben. Jetzt kommt noch der Höhepunkt: Im My Post 24-Paketautomat wartet ein Paket für die Schulklasse. Das Freundebuch darf jedes Kind samt vielen neuen Eindrücken mit nach Hause nehmen.

Filialbesuch für Schulklassen

Egal ob Kindergarten oder Oberstufe, die Post bietet verschiedene einmalige Erlebnisse an. Der Besuch einer Filiale ist nach Absprache mit dem zuständigen Filialleiter möglich.

verfasst von

Simone Hubacher

Redaktorin