Hintergründe, Corona

Cyber Week: Härtetest bestanden

Trotz Rekordmengen und viel Arbeit: Die Post-Kundinnen und -Kunden haben ihre Bestellungen aus der Cyber Week mehrheitlich rechtzeitig erhalten. Möglich war es dank aussergewöhnlicher Leistungen der Pöstlerlinnen und Pöstler und guter Vorbereitungen der Logistik.

Sandra Liechti

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Innerhalb von 7 Tagen haben die Mitarbeitenden der Post eine weitere Höchstleistung erbracht. Es wurden bis zum 1. Dezember 7,3 Millionen Pakete in den Zentren sortiert und den Kunden nach Hause gebracht. Das sind 24 Prozent mehr als vor Jahresfrist (2019: 5,9 Millionen Pakete) und ein neuer Rekord. Durchschnittlich brachten die Pöstlerinnen und Pöstler pro Tag mehr als 900.000 Pakete an die Haustüren, in den Tagen unmittelbar nach Black Friday und Cyber Monday waren es sogar über eine Million.

«Wir sind sehr stolz auf unsere Mitarbeitenden, sie haben Ausserordentliches geleistet, einmal mehr» sagt Dieter Bambauer, Leiter PostLogistics, und führt weiter aus: «Die  meisten Kundinnen und Kunden haben ihre Pakete pünktlich erhalten.»

Ein Blick hinter die Logistik

Die Pandemie hat den Onlinehandel um zirka zwei Jahre beschleunigt, denn im Lockdown stieg die Bevölkerung auf Onlinedienste um. Mit Paketen verdient die Post zwar, jedoch nicht ausreichend, um die negativen Effekte der anderen Bereiche zu kompensieren. Das zeigen auch die Zahlen des letzten Quartals der Post. Tatsächlich transportiert die Post 2020 seit dem Lockdown im Frühling 2020 mehr Pakete als je zuvor. Hinter diesem rasanten Anstieg steckt viel Leistung und Logistik. Einerseits vollbrachten die Post-Angestellten in den Sortierzentren und in der Zustellung aussergewöhnliche Leistungen. Andererseits konnte sich die Post im Gegensatz zum Lockdown im Frühling auf die grossen Paketmengen einstellen, entsprechend planen und zahlreiche Massnahmen treffen, um die Rekordmengen abzufedern. Eine davon: Kleinere Pakete werden in den Briefzentren verarbeitet – täglich bis zu 150.000 Stück. Paket- und Briefpost arbeiten damit Hand in Hand. Briefpöstler stellen auch dort Pakete zu, wo sie das sonst nicht tun.

Nach Black Friday ist vor Weihnachten

Damit der Festtagsberg bewältigt werden kann, sind seit Anfang Jahr diverse Massnahmen ergriffen worden. So wurden beispielsweise seit Anfang Jahr rund 500 zusätzliche Mitarbeitende in der Paketverarbeitung (Zustellung und Sortierung) und 275 Mitarbeitende in der Briefzustellung angestellt sowie für den Festverkehr über 300 zusätzliche Zustelltouren gefahren. Ausserdem ermöglichen die in diesem Jahr neu eröffneten Paketzentren in Ostermundigen, Vétroz und Untervaz eine Erhöhung der Sortierkapazität. Und für den Festverkehr setzt die Post jedes Jahr auf die Unterstützung von temporären Mitarbeitenden in den Paketzentren.

Die Paketmengen kehren nicht mehr auf das Niveau vor Corona zurück»

Dieter Bambauer, Leiter PostLogistics

So oder so: Die Paketvolumina bleiben hoch und werden tageweise weiter zunehmen. «Am Dienstag, 15. Dezember, rechnen wir mit der grössten Menge des Jahres», sagt Dieter Bambauer. Die weiteren Prognosen lauten: Ein leichter Rückgang der Mengen in der Altjahreswoche und eine erneute Zunahme im Januar, dann flacht die Kurve wieder etwas ab, bis sie an Ostern wieder stark ansteigt. Eines scheint bereit jetzt klar: «Die Paketmengen kehren nicht mehr auf das Niveau vor Corona zurück», so Bambauer.

Auf das Wohlwollen der Kunden vertrauen

Die Post vertraut nicht zuletzt auf das Wohlwollen der Kunden, sollten trotz aller Vorkehrungen einzelne Sendungen etwas Verspätung haben. Damit das nicht passiert, gibt es eine Möglichkeit mitzuhelfen, dass es zu keinen Warteschlangen in den Post-Filialen und Verzögerungen zur Weihnachtszeit kommt: online die Aufgabetermine für Weihnachten einsehen – und so sicher sein, dass die Briefe und Pakete rechtzeitig den Weg unter den Christbaum finden.

verfasst von

Sandra Liechti