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Im Hockeyfieber

Matteo Tedoldi ist professioneller U17-Eishockeyspieler – neben seiner Ausbildung zum Pöstler. Er freut sich auf die Winterolympiade in Lausanne.

Claudia Langenegger

Der Verteidiger Matteo Tedoldi in der Eishalle des HC Ambri-Piotta.
Der Verteidiger Matteo Tedoldi in der Eishalle des HC Ambri-Piotta. (Copyright: Michela Locatelli)

Matteo war sechs Jahre alt, als er zum ersten Mal mit Helm, Ausrüstung und Stock auf dem Eis einem Puck nachjagte. Das Hockeyfieber packte ihn sofort. «Ich wollte schon als kleiner Bub Profi werden», erzählt der Tessiner. Heute, zehn Jahre später, ist er auf dem Weg dazu. Er gehört zur U17-Mannschaft des Hockeyclubs Ambri-Piotta und zur Auswahl von Swiss Olympic.

Viermal pro Woche trainiert er und fährt dafür von Sorengo etwa eine Stunde bis nach Ambri, am Wochenende hat er ein bis zwei Spiele. Hockey ist aber nur seine Freizeitaktivität, in der anderen Hälfte der Zeit stellt er Briefe und Pakete zu. Matteo Tedoldi aus Sorengo ist im zweiten Lehrjahr zum Logistiker EFZ Distribution (Zustellung). Wenn der 16-Jährige frühmorgens mit seinem Roller durch die Strassen von Lugano kurvt und Briefe und Pakete verteilt, ist er beschwingt und mit viel Elan unterwegs. Er bringt Hockey und Berufslehre offenbar locker unter einen Hut. «Es ist streng, ja, aber ich habe Freude an beidem. Deshalb klappt es», erklärt der junge Tessiner. Auch seine Arbeit ist ein Kindheitstraum. «Als ich als kleiner Junge den Pöstler mit dem gelben Töffli sah, fand ich, das ist cool, das möchte ich auch mal machen.»

Der Verteidiger Matteo Tedoldi in der Eishalle des HC Ambri-Piotta.
Matteo Tedoldi in Vollmontur beim Training (Copyright: Michela Locatelli)

Spielend durch den Winter

Er macht eine sogenannte Sportlehre – er arbeitet zwar hundert Prozent, muss aber an Tagen, an denen er Wettkämpfe hat, nicht auf Tour. Für längeren Sporturlaub investiert er seine Ferien.

Gerne wäre er im Januar an der Jugendolympiade im Hockeyteam mit dabei. Es hat leider nicht gereicht – die Konkurrenz ist schon unter den jungen Spielern sehr gross. Aber: «Ich werde sicher das eine oder andere Spiel schauen gehen», sagt Matteo Tedoldi.

Zweikampf auf dem Eis.
Mit vollem Einsatz auf dem Eis: Der Verteidiger im harten Zweikampf. (Copyright: Michela Locatelli)

Lausanne im Olympiafieber

Vom 9. bis 22. Januar 2020 ist es in Lausanne soweit: Fast 2000 Athletinnen und Athleten aus 70 Nationen starten in 16 Disziplinen, sie sind alle zwischen 15 und 18 Jahre jung. Und die Post ist auch mit dabei – mit einer Sondermarke (postshop.ch). Passend zum Anlass ist der Briefmarkenbogen mit den olympischen Werten Exzellenz, Respekt, Freundschaft und Swissness gekennzeichnet.

Die Sondermarke zu den Olympischen Winterspielen der Jugend in Lausanne.
Die Sondermarke zu den Olympischen Winterspielen der Jugend in Lausanne ist in allen Filialen oder auf postshop.ch erhältlich.

verfasst von

Claudia Langenegger

Redaktorin