Corona, Hintergründe

Über 17 Millionen: Noch nie verarbeitete die Post mehr Pakete als im April 2020

Ines Schumacher

Man muss die Zahl aufteilen, um die Leistung dahinter zu erahnen: Jede Stunde im April mehr als vierundzwanzigtausend Pakete, 24 Stunden pro Tag, sieben Tage die Woche, den ganzen April 2020 hindurch. Erarbeitet haben dies die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von PostLogistic  im 2-Schichtbetrieb, Montag bis Samstag. Sie wurden tatkräftig unterstützt von Mitarbeitenden in den Briefzentren und den Zustellerinnen und Zustellern, die auch Pakete verarbeiteten.

Der gemeinsame Effort führte zum absoluten Allzeitrekord bei der Paketverarbeitung. Über 17 Millionen Pakete. In einem einzigen Monat. «Ich bin stolz und sehe die These bestätigt, dass wir immer zu aussergewöhnlichen Leistungen fähig sind», würdigt PostLogistics-Chef Dieter Bambauer den Effort seiner Mitarbeitenden, «das ist schlicht eine grossartige Leistung!»

PostLogistics hat auch in den vergangenen Jahren Mengenrekorde bewältigt, besonders in der Vorweihnachtszeit. Zum Vergleich: Im Dezember 2019 verarbeitete PostLogistics 15,7 Millionen Pakete, in der gleichen Zeit 2017 waren es knapp 13,2 Millionen Pakete. «Solche Mengen wie jetzt gab es allerdings noch nie», erklärt Bambauer. Tatsächlich stellen die Zeiten der Coronakrise alle Beteiligten vor grösste Herausforderungen: Viele Mitarbeitende fehlen im Betrieb, weil sie Kinder betreuen oder zur Risikogruppe gehören. Zudem müssen auch in den Paketzentren und bei der Paketzustellung die Schutzmassnahmen wie Social Distancing eingehalten werden. Deshalb kann PostLogistics auch nicht einfach mehr Mitarbeitende einsetzen.

Trotzdem meisterten alle Beteiligten die Ausnahmesituation. An einem runden Tisch erarbeiteten Spitzenvertreter von Handel, Logistik, Sozialpartnern und Post Lösungen, um die Rekordmengen gemeinsam zu bewältigen. Das war Anfang April, inzwischen steht fest, so Bambauer: «Die gemeinsam beschlossenen Lösungen greifen. Dies gilt insbesondere auch für die bereichsübergreifende Zusammenarbeit.»

Bereichsübergreifend heisst konkret: Vor allem Kolleginnen und Kollegen von PostMail unterstützen PostLogistics. Die momentan weniger ausgelasteten Briefzentren und Briefzustellregionen stellten ihre Kapazitäten für die Paketverarbeitung und –zustellung zur Verfügung. Dazu kamen auch Freiwillige aus anderen Bereichen, die im Rahmen der «Jobbörse Post» einen Teil ihrer Arbeitszeit für die Verarbeitung und Zustellung von Paketen einsetzten.

verfasst von

Ines Schumacher