Sofa–Axalp, hin und zurück

An einem kühlen, komplett verregneten Sonntag wage ich mich mit meinem Sohn auf die Axalp: Einen Tag lang erkunden wir die traumhafte Natur und die vielen Holzfiguren – Picknick und Spiele inklusive. Bin ich eine Rabenmutter? Eine kurze Geschichte, wie ich dank der Post den Tag retten konnte.

Claudia Iraoui
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Wie es aussieht, soll es wohl einfach nicht sein. Schon zum zweiten Mal in diesem Sommer erleidet unser geplanter Ausflug auf die Axalp Schiffbruch. Während es beim ersten Mal noch an verpassten Anschlüssen liegt, versinkt er heute tatsächlich in den Fluten: Untröstlich schauen mein Sohn und ich auf das Regenwasser, das unaufhörlich das Fenster hinabrinnt. Nein, es wird so schnell nicht aufhören. Mein Sohn ist enttäuscht: Die Stirn gegen die kalte Fensterscheibe gepresst, fragt er, warum es regnet. Muttersein ist wahrlich ein undankbarer Job! Wie bringe ich den Tag nach dem missglückten Auftakt wieder auf Kurs?

Cervelats und Chips

Fast ergebe ich mich der trostlosen Stimmung, als mir einfällt, dass eine Reise auf die Axalp heute zwar nicht in Frage kommt, einer Fantasiereise aber auch an trüben Tagen wie diesem nichts im Wege steht. «Und wenn wir unser Picknick einfach hier im Wohnzimmer essen?», frage ich meinen Sohn. Schlagartig erhellt sich seine finstere Miene. Er läuft in die Küche, um den Rucksack zu holen, und schnappt sich in seinem Zimmer noch eine Decke. Wir machen es uns auf dem Sofa bequem, breiten die Decke aus und geniessen das typische Zmittag einer Sonntagswanderung: Apfelsaft, Cervelats, Chips, gekochte Eier, Tomaten, Gurken und natürlich eine leckere Tafel Schoggi. Mit dem gut gefüllten Magen kehrt auch die gute Laune zurück. Draussen schüttet es derweil immer noch wie aus Kübeln...

Es war einmal Ursin...

«Mami, gibts auf der Axalp auch Leoparden?» Ich lächle und erkläre meinem kleinen grossen Leoparden-Fan, dass dort höchstens Eichhörnchen oder Füchse leben. Und plötzlich kommt mir in den Sinn, dass ich kürzlich auf der Website der Post ein Hörspiel entdeckt habe, das auf der Axalp spielt. Die Post ist nämlich Hauptpartnerin der Schweizer Wanderwege und hat zu verschiedenen Wanderungen Hörspiele produziert, in denen die Kinder Gian und Lisa spannende Abenteuer erleben.

«Weisst du was? Ich bin ganz sicher, dass es auf der Axalp mindestens ein Eichhörnchen gibt. Und weisst du, wie es heisst? Ursin! Möchtest du seine Geschichte hören?» Mit etlichen Kissen machen wir es uns auf dem Sofa gemütlich und hören uns auf dem Smartphone die Abenteuer an, die Lisa und Gian auf der Suche nach dem frechen Ursin auf der Axalp erleben. Genau wie Gian staunen wir über die lustigen schottischen Hochlandrinder, denen die Stirnfransen bis über die Augen fallen. Wir lauschen gebannt den Erlebnissen von Lisa, Gian und Eichhörnchen Ursin zwischen Holzfiguren und kristallklarem Wasser und spielen begeistert das Spiel aus dem Podcast nach, bei dem man starr wie eine Statue ein Ding oder eine Person darstellt (ein Flugzeug, einen Skifahrer usw.), die der andere erraten muss. Schade, dass ich immer verliere, da mein Vierjähriger eine eiserne Regel für alle Spiele hat: Er gewinnt. Immer.

Erinnerungen

Die Reise von Lisa, Gian und Ursin neigt sich dem Ende zu, genau wie unser Nachmittag. Damit uns der schöne virtuelle Ausflug auf die Axalp in Erinnerung bleibt, machen wir noch ein Selfie mit der PostCard Creator App (iPhone oder Android). In einigen Tagen wird die Postkarte eintreffen, die zeigt, wie wir fasziniert auf den virtuellen See in der Ferne blicken. Der Tag ist gerettet.

verfasst von

Claudia Iraoui

Channel Manager Digital