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Pünktlichkeit Briefe und Pakete 2020: ein Kraftakt

Einen beachtlichen Kraftakt leisteten die Mitarbeitenden in der Sortierung und Zustellung, aber auch im gesamten Management im letzten Jahr, um die Qualität der Post-Dienstleistungen hochzuhalten. Hat sich der Effort gelohnt und sind die Sendungen pünktlich zugestellt worden?

Inari Kirchhofer

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Unablässig anschwellende Paketmengen und erschwerte Arbeitsbedingungen wegen Corona haben die Mitarbeitenden der Post in der Sortierung und Zustellung im letzten Jahr dauerhaft stark gefordert. Tagtäglich haben sie alles darangesetzt, die ihnen anvertrauten Sendungen pünktlich zuzustellen. Mit Erfolg: Die Vorgaben der Postgesetzgebung zur Pünktlichkeit von 97,0 Prozent für Briefe und 95,0 Prozent für Pakete wurden erreicht.

Die Post hat bewiesen, dass auch in besonders herausfordernden Zeiten Verlass auf sie ist. Dank der gegenseitigen Unterstützung und dem grossen Einsatz der Mitarbeitenden sowie des gesamten Managements waren die Menschen und die Unternehmen jederzeit und in der ganzen Schweiz versorgt. Die Post leistete so einen wertvollen Beitrag dazu, damit die Menschen zu Hause bleiben konnten.

Ausgeklammerte Monate

Aufgrund der aussergewöhnlichen Situation hat die Eidgenössische Postkommission (PostCom) zugestimmt, dass die Post für die Pünktlichkeitsmessung von Briefen die Zeit von Mitte März bis Juli und den Dezember 2020 ausklammert. Bei den Paketen durfte sie März bis Juli sowie Oktober bis Dezember 2020 ausschliessen. Somit zählen für die Messung der Briefe die 6,5 Monate und für die Pakete die 4 Monate, in denen sich die Lage etwas «normaler» zeigte.

Briefe und Pakete pünktlich

98,0 Prozent der A-Post-Briefe und 99,2 Prozent der B-Post-Briefe erreichten in der von der Postgesetzgebung festgelegten Messperiode von sechseinhalb Monaten ihre Empfänger pünktlich. Und 95,4 Prozent der PostPac-Priority-Pakete und 95,5 Prozent der PostPac-Economy-Pakete erreichten in der festgelegten Messperiode von vier Monaten ihre Empfänger pünktlich. Damit wurden bei den Briefen und Paketen die gesetzlichen Vorgaben erreicht.

Beim Wert für das gesamte Jahr präsentieren sich die Resultate für die A-Post-Briefe mit 97,1 Prozent erwartungsgemäss tiefer (als die 98 Prozent), bei der B-Post mit 99,1 Prozent (gegenüber 99,2 Prozent) fast gleich. Dennoch unterstreichen die Werte bei den Briefen die sehr gute Leistung der Post während des ganzen Jahres, sind sie doch unter erschwerten Bedingungen entstanden. So haben beispielsweise die Mitarbeitenden der Briefzentren neben ihrer täglichen Arbeit kleine Pakete sortiert, um so die Paketzentren zu unterstützen. Auch bei den Paketen liegt der Wert für das gesamte Jahr tiefer: bei 90,1 Prozent für PostPac Priority und 89,9 Prozent für PostPac Economy.

Rekord-Paketjahr

Die erzielten Werte bei den Paketen sind hoch angesichts der gemeisterten Herausforderungen. Was mit einem fast explosionsartig ansteigenden Paketvolumen im ersten Lockdown im Frühjahr begann, gipfelte vor den Festtagen im Dezember in Spitzenwerten von über 1,2 Millionen Paketen pro Tag. Über das ganze Jahr gesehen bedeutet dies einen Anstieg von +23 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Zudem mussten diese Mengen unter erschwerten Bedingungen bewältigt werden, d. h. zum Teil mit weniger Mitarbeitenden, damit die Distanzregeln eingehalten werden konnten.

Die belastbare Infrastruktur stiess trotz den drei zusätzlich im 2020 eröffneten regionalen Paketzentren in Ostermundigen, Vétroz und Untervaz an ihre Grenzen. Deshalb plant die Post bis 2030 zur Entlastung weitere regionale Sortierzentren, bspw. in Utzenstorf (BE) in Buchs (AG) und in den Grossräumen Zürich und Basel.

Die Messwerte in der Übersicht

Briefe

- 2020 bereinigt 2020 2019
- 6,5 Monate 11,5 Monate *) 12 Monate
A-Post 98,0% 97,1% 98,0%
B-Post 99,2% 99,1% 99,3%

*) Für die zweite Hälfte März liegen keine Daten vor.

Pakete

- 2020 bereinigt 2020 2019
- 4 Monate 12 Monate 12 Monate
PostPac Priority 95,4% 90,1% 95,3%
PostPac Economy 95,5% 89,9% 95,9%

verfasst von

Inari Kirchhofer