News

Ein Jahr mit besonderen Herausfor­derungen

Obwohl das Ergebnis der Post im Pandemiejahr 2020 erneut tiefer ausgefallen ist, zeugt es von einer starken Leistung der Post.

Gabriel Ehrbar

Inhaltsbereich

Die Corona-Pandemie war im vergangenen Jahr für alle Bereiche der Post eine besondere Herausforderung. Corona zeigte aber auch, wie wichtig die Post für die Schweiz ist. Besonders der Begriff Grundversorgung erhielt eine unmittelbar greifbare Bedeutung im Alltag der Menschen in unserem Land. Um den Service public mit all seinen vielfältigen Dienstleistungen auch in Krisenzeiten aufrechtzuerhalten, haben die Mitarbeitenden und das Management der Post Enormes geleistet. Die Fakten sprechen für sich: Im vergangenen Jahr stellten die Pöstlerinnen und Pöstler fast 1,7 Milliarden adressierte Briefe zu. Die Paketmenge hat um 23 Prozent zugenommen. PostAuto transportierte 127 Millionen Passagiere und 2,7 Millionen Kundinnen und Kunden vertrauten bei ihren Finanzdienstleistungen auf PostFinance.

Klassische Postdienstleistungen weiterhin unter Druck

Obwohl die Post im Paketbereich einen neuen Mengenrekord aufstellte, fiel das Ergebnis der Post 2020 geringer aus als im Vorjahr: Der Betriebsertrag von 7054 Millionen Franken liegt 114 Millionen Franken tiefer. Der erwirtschaftete Konzerngewinn beträgt mit 178 Millionen Franken 77 Millionen Franken weniger als 2019. Die Hauptgründe: Die Substitution von klassischen Postdienstleistungen durch die zunehmende Digitalisierung hat sich im vergangenen Jahr weiter verstärkt. So ging unter anderem die Menge der adressierten Briefe um weitere 5,6 Prozent zurück, und es wurden 15,1 Prozent weniger Einzahlungen am Schalter getätigt. Der Zinsertrag von PostFinance war aufgrund der ungünstigen Zinssituation weiter rückläufig. Zudem belastete die Corona-Pandemie das Resultat der Post mit über 139 Millionen Franken.

Verwaltungsratspräsident Urs Schwaller und CEO Roberto Cirillo im Video zum Ergebnis der Post

Mit neuer Strategie Erfolgsgeschichte fortsetzen

Mit der neuen Strategie werden die Weichen gestellt, um die Relevanz der Post auch künftig zu garantieren. Dabei geht es auch um die Eigenfinanzierung der Post und insbesondere um die Finanzierung des Grundversorgungsauftrags. Um die Qualität ihrer Leistungen auch in Zukunft sicherzustellen, kann sich die Post auf der einen Seite auf eine stabile finanzielle Grundlage abstützen, die sie sich in den letzten Jahren erarbeitet hat. Auf der anderen Seite baut sie auf die traditionellen Stärken und Kompetenzen und richtet sich auf Zukunftsfelder in den Bereichen Logistik, Kommunikation, Mobilität und Finanzdienstleistungen aus. Das ermöglicht der Post Wachstum sowie Gewinne, die wiederum in die Zukunft investiert werden können. Damit will die Post ein Unternehmen bleiben, das qualitativ hohe Service-public-Leistungen aus eigener Kraft finanziert.

Weitere Informationen

Medienmitteilung

Geschäftsbericht der Post

verfasst von

Gabriel Ehrbar