Hauptinhaltsbereich

Zur Übersicht

Die Post hat ihr letztes Benzintöffli ausgemustert

Von Nadja Ruch | 05.01.2017

Bei der Zustellung der Briefe setzt die Post auf nachhaltige Transportlösungen. Nun hat sie das letzte noch mit Benzin betriebene Töffli ausgemustert. Alle rund 6300 zwei- und dreiräderigen Zustellfahrzeuge der Post fahren jetzt elektrisch und ausschliesslich mit Ökostrom, was jährlich 4600 Tonnen CO2 spart.

Umweltfreundlich und leise sind die Briefzustellboten der Schweizerischen Post mit ihren zwei- und dreiräderigen Fahrzeugen unterwegs – und zwar alle. Die Umwandlung der Briefzustellflotte der Post von Benzin auf elektrisch ist abgeschlossen: Das letzte gelbe Piaggio Liberty Benzintöffli, das im schaffhausischen Stein am Rhein noch in der Briefzustellung unterwegs war, ist ausgemustert. Es war das letzte Exemplar von rund 70 derartigen Motorrädern, die während des vergangenen Jahres für die Briefzustellung unterwegs waren, von ursprünglich einst 7500. Seit Anfang 2017 sind nun alle zwei- und dreiräderigen Zustellfahrzeuge der Post batteriebetrieben und mit «naturemade star»-zertifiziertem Ökostrom aus der Schweiz unterwegs. Somit sind sie deutlich ökologischer als ihre langjährigen Vorgänger. Die Elektrofahrzeuge benötigen rund sechs Mal weniger Energie als ein Benzintöffli. Im Vergleich zu vorher spart die Post 733 kg CO2 pro Fahrzeug und damit jährlich rund 4600 Tonnen CO2-Emissionen insgesamt.

Grösste Elektrorollerflotte Europas

Die Zustellflotte der Briefboten besteht nun zum grössten Teil aus dem dreiräderigen Modell «Post DXP». Mit Anhänger kann das mit der Schweizer Firma Kyburz für die Belange der Post entwickelte Dreiradfahrzeug rund drei Mal so viel laden wie ein zweiräderiges Fahrzeug, es ist zudem deutlich leiser und ergonomischer. Rund 6300 gelbe Zwei- und Dreiräder mit Batterien fahren für die Briefzustellung in der Schweiz, womit die Post die grösste derartige Elektroroller-Flotte Europas betreibt. Das letzte Benzintöffli der Post wird diesen Januar als historischer Zeitzeuge ins Depot des Museums für Kommunikation im bernischen Schwarzenburg überführt.

Zweites Leben für Postrollerbatterien

Ökologische Nachhaltigkeit ist für die Post wichtig. Ein zentraler Aspekt im Zusammenhang mit den batteriebetriebenen Rollern ist die weitere Nutzung jener Batterien, deren Leistung nach rund sieben Jahren nicht mehr für die täglichen Touren der Zustellboten ausreicht. Vergangenen Dezember hat die Post daher das Projekt «Ein zweites Leben für Postrollerbatterien» gestartet. Aussortierte Batterien sollen als stationäre Stromspeicher in Gebäuden mit Solaranlagen in Form eines Stromspeichers eingesetzt werden. In der Umwelt Arena in Spreitenbach wird nun ein erster derartiger Speicher verbaut. Der Speicher hat eine Kapazität von rund 10 kWh. Mit der Wiederverwertung der Batterien nimmt sich die Post gleich zweier wichtiger Themen an: der Weiterverwertung der Batterien aus elektrischen Fahrzeugen und der Speicherung von Solarenergie. Im März dieses Jahres verbaut die Post einen zweiten derartigen Batteriespeicher in der Bahnhof-Post in Neuenburg, wo sie eine eigene Solaranlage betreibt.

Kategorien