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Mein digitaler Tag

Von Sabrina Testi | 01.11.2018

Sabrina Testi ist Post-Mitarbeiterin und auch Fashionbloggerin auf Instagram. Im Rahmen des nationalen Schweizer Digitaltags am 25. Oktober 2018 hat sie für uns festgehalten, in welchen alltäglichen Situationen sie digitale Möglichkeiten nicht missen möchte.

Mein Name ist Sabrina Testi (30). Ich arbeite bei PostMail im Verkauf und berate Geschäftskunden. Ich beschäftige mich heute ganz besonders mit der digitalen Welt. Ich wollte einmal festhalten, wie mich die Digitalisierung im Alltag unterstützt.

Kurz zu mir und wie ich zu diesem Thema stehe: Ich bin in beiden Welten aufgewachsen. Das heisst, ich habe sehr wohl noch meine Kinder-Spiel-Termine via Festnetz vereinbart. Mit 13 Jahren kam dann mein erstes Handy und zuhause fand ein Computer im Arbeitszimmer meines Vaters seinen Platz. So fing mein Leben an, langsam digital zu werden. 

Heute bin ich immer noch der Meinung, dass nicht alle Tätigkeiten, Publikationen oder Kontakte digital sein müssen. Aber ich nehme mir diejenigen Funktionen für meinen Alltag heraus, die für mich sehr nützlich und bereichernd sind. Ich befasse mich auch privat mit Social Media und der ganzen Online-Entwicklung.
Dort, wo ich Zeit und Nerven sparen kann, möchte ich die digitalen Möglichkeiten nicht missen.

Es freut mich nun sehr, dass ich euch einen Einblick in «meinen persönlichen digitalen Tag» geben darf.

06.30 Uhr: Mein Wecker klingelt. Wie bei vielen anderen von euch auch, muss diese Aufgabe mein Smartphone übernehmen. Da ich nicht so wirklich der «Schlummer-Typ» bin, ist dann direkt aufstehen angesagt.

07.00 Uhr: Weiter geht es mit meinem Frühstück. Derzeit erfasse ich meine Mahlzeiten aufgrund einer Ernährungsumstellung. Dabei hilft mir das «Food-App», welches mir mein Fitness Coach empfohlen hat. Ich wüsste nicht, wie ich sonst diese ganzen Details in wenigen Sekunden erfassen, nachvollziehen und auswerten könnte.

07.10 Uhr: Mir kommt gerade in den Sinn, dass ich am Samstag mit einer Freundin an einen Event gehe und dafür dringend ein neues Kleid «brauche». Schliesslich haben wir Frauen ja nie etwas zum Anziehen ;-). Zu meinem morgendlichen Kaffee lasse ich mich zuerst einmal von meinen Lieblingsbloggern auf Instagram inspirieren. Und schon kommt mir eine Idee! Ich gehe direkt rüber zu einem Onlineshop und suche mir ein passendes Kleid aus. Bei der Bestellung wähle ich die «Same-Day-Lieferung» aus, da das Wochenende schon vor der Tür steht. Schliesslich müsste ich ja eine Alternative haben, wenn mir das Kleid nicht gefällt.

10:00 Uhr: Für mich geht es nun ab nach Luzern zu einem Kundentermin. Mir ist Pünktlichkeit und Verlässlichkeit sehr wichtig. Damit ich sicher an meinem Zielort ankomme, gebe ich die gewünschten Adressen immer in mein Navi ein. Es gibt mir einen sekundenschnellen und visuellen Überblick über die Dauer und die Strecke, die ich antreten muss.

11.30 Uhr: Ich bereite meine Termine jeweils im «OneNote» auf dem iPad vor. Da ich mit einem Stift von Hand darauf Notizen mache, spare ich dadurch Papier. Ich streiche das Geschriebene oft durch und habe für mich damit eine ideale Alternative gefunden habe, meine Notizen zu optimieren.

12.00 Uhr: Ein Gefühl von Hunger tritt langsam auf. Da meine Arbeitskollegin Tanja und ich aber noch voll in der Vorbereitung eines Kundenbesuchs stecken, schlage ich ihr vor, das Mittagessen online zu bestellen..Auf «eat.ch» finden wir beide etwas Leckeres und lassen es uns innert 20 Minuten ins Büro liefern. Ich bezahle direkt alles. Da Tanja kein Bargeld dabei hat, schlage ich ihr vor, mir das Geld via PostFinance Schnellservice oder Twint zurück zu geben. Tanja entscheidet sich für Twint. Da sie es so oder so endlich ausprobieren wollte, ist das die ideale Gelegenheit.

13.00 Uhr: Ich erhalte eine Benachrichtigung der Post per SMS, dass ich ab sofort über mein Kunden Login Post die Zustellung meines heute Morgen bestellten Kleides steuern kann. Wie praktisch ist das bitte? Ich könnte mir meine Lieferungen ohne diese Zustelloptionen gar nicht mehr vorstellen. Ich erspare mir dadurch so viel Zeit und Nerven.

17.00 Uhr: Der heutige Tag, und vor allem auch der dreistündige Kundentermin, war intensiv. Neben dem Abendessen freue ich mich nun noch auf ein bisschen Sport. Da ich weiss, dass es in ein paar Tagen so richtig kalt wird, will ich noch ein letztes Mal draussen Sport machen. Ob im Fitness-Center oder zuhause, brauche ich immer meine «HIITTimer» App, damit ich die Übungen zeitlich im Griff habe.

20.00 Uhr: Fix und fertig lasse ich mich auf das Sofa fallen. Netflix und entspannen ist angesagt. Ich schaue mir eine Dokumentation über Südafrika an und habe gleichzeitig im Hinterkopf, dass ich ja im 2019 eine Reise dorthin plane mit meiner besten Freundin Monika. Ich schreibe ihr direkt auf What’s App. Sie antwortet mir innert Sekunden und erzählt, dass sie gerade heute ein neues App namens «Roadtrippers» gefunden hat. Was für eine coole Idee! Ich lade mir das App direkt runter und finde mich auch rasch zurecht. Auch wenn es noch ein ganzes Jahr geht, sind wir schon Feuer und Flamme und möchten am liebsten schon jetzt alles fix planen.

22.30 Uhr: TV aus, Pyjama an und ab ins Bett. Auf dem Smartphone stelle ich, wie jeden Abend, den Wecker und schalte es aber auf «Flugmodus». Schliesslich brauche ich in der Nacht definitiv keine Datenübertragung.

Mein Fazit zur Digitalisierung ist, dass ich auf einige digitale Helfer nicht verzichten möchte. Trotzdem schätze ich das Physische und «Reale» gleichzeitig. Jeder von uns sollte offen sein für Neues und dann für sich und sein Leben entscheiden, wie digital er oder sie leben möchte.

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