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Verschiedene Welten vor und hinter dem Schalter

Von Romaine | 25.04.2019

Romaine absolviert eine Ausbildung zur Detailhandelsfachfrau EFZ. Sie erzählt uns, weshalb dieser Beruf mehr ist als Einzahlungen und Briefpost und die Arbeit in Zermatt und Visp kaum zu vergleichen ist.

«Ich habe mich für eine Ausbildung im Detailhandel entschieden, weil ich gerne in Kontakt mit Menschen bin. Ich wollte nicht den ganzen Tag im Büro sitzen und einen Bildschirm anstarren. Für mich ist es das Schönste, wenn die Kunden zufrieden und mit einem Lächeln aus der Post spazieren, denn dann weiss man, dass man alles richtiggemacht und die Wünsche der Kunden erfüllt hat.

Da einige meiner Verwandten bei der Post arbeiten, kam ich schon früh mit ihr in Berührung. Sie erzählten mir viele schöne Geschichten und ich erhielt dadurch einen sehr positiven Eindruck von der Post. So dachte ich mir, dass ich mal nach Visp schnuppern gehen könnte, um mir selbst ein Bild machen zu können. Ich hatte die Möglichkeit, drei Tage lang in der Filiale in Visp die Tätigkeiten als Detailhandelsfachfrau kennenzulernen und in den Alltag der Mitarbeitenden reinzuschauen, was mir sehr gut gefallen hat. Besonders imponiert haben mir die vielen abwechslungsreichen Tätigkeiten, die man im Arbeitsalltag antrifft. Diese umfassen nebst bekannten Dingen wie Einzahlungen entgegennehmen, Pakete abschicken, oder Briefpost stempeln nämlich auch für mich unerwartete Arbeiten wie beispielsweise Beratungsgespräche zu Handy-Abos. Diese Vielfalt in Kombination mit dem Kontakt zu den Kunden überzeugte mich, und ich entschied mich, die Lehre als Detailhandelsfachfrau EFZ bei der Post zu absolvieren.

Wechsel des Arbeitsortes – Wechsel der Kundenwünsche

Bevor ich mich bewerben konnte, musste ich eine Aufnahmeprüfung machen. Diese bestand ich zum Glück und konnte so am 1. August 2017 meine Lehre in Visp beginnen. Zu Beginn war ich ziemlich nervös und scheu, weil die ganze Umgebung neu für mich war. Ich musste mich ein wenig überwinden, damit ich auf die Menschen zugehen und sie anzusprechen konnte. Ebenso benötigt es ein bisschen Zeit, das Wissen um die zahlreichen Möglichkeiten, einen Brief oder ein Paket zu versenden, aufzubauen und sich an die grossen Geldbeträge, mit denen man täglich zu tun hat, zu gewöhnen. Dank meinen Arbeitskollegen konnte ich mich aber schnell einleben und fühlte mich rasch sehr wohl. Ich wurde sehr herzlich im Team aufgenommen und hatte von Anfang an von Allen Unterstützung, wenn Fragen oder Unklarheiten auftauchten.

Nach dem ersten Jahr erhielt ich die Möglichkeit, mein zweites Lehrjahr in der Filiale in Zermatt, wo ich nun tätig bin, zu absolvieren. Wegen der schönen Lage und dem Matterhorn haben wir hier sehr viel mit Touristen und Saisoniers zu tun. Diese wollen oftmals SIM-Karten kaufen, Geld ins Ausland überweisen oder natürlich Postkarten und Pakete nach Hause schicken. Kurz gesagt: die Kundschaft ist ganz anders als dies in Visp der Fall war. Das macht meinen Job sehr abwechslungsreich und spannend und ich habe erneut viele neue Dinge lernen dürfen. Die Post stellt mir grosszügiger Weise ein Studio zur Verfügung, damit ich in Zermatt übernachten kann und nicht immer pendeln muss. Zu Beginn musste ich mich ein wenig an diesen Umstand gewöhnen, da ich das erste Mal von zu Hause weg war. Ich denke, man geht bewusster mit seinem Geld um, wenn man Lebensmittel oder sonstige Produkte selber finanzieren und sich das Budget einteilen muss. Mittlerweile habe ich mich aber daran gewöhnt und bin froh, dass ich nicht jeden Tag zwei Stunden reisen muss.

Wie geht’s weiter?

Die Arbeit in Zermatt ist nicht mit derjenigen in Visp zu vergleichen, es sind wirklich zwei verschiedene Welten. Aber ich bin sehr froh und dankbar, dass ich diese Erfahrung machen darf. Ich denke, man kann seine Fähigkeiten und sein Wissen stärker erweitern, als wenn man drei Jahre am selben Ort arbeitet.

Das dritte Lehrjahr werde ich wiederum in Visp absolvieren. Was ich nach der Lehre machen möchte, weiss ich noch nicht. Zuerst möchte ich mal die Lehre abschliessen und dann sehen wir weiter.

Ich empfehle die Lehre als Detailhandelsfachfrau bei der Post auf jeden Fall allen, die gerne in Kontakt mit unterschiedlichen Menschen sind und nicht jeden Tag das Gleiche machen möchten. Wenn man teamfähig ist, sich gerne körperlich betätigt und nicht nur am Computer arbeitet, ist das aus meiner Sicht der ideale Beruf.»

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