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Job unter der Lupe: Enterprise Service Manager bei der Post

Von Nadja Lüthi | 11.01.2017 | 0 Kommentare

Reto Stutz ist Enterprise Service Manager für die Informatik der Schweizerischen Post. Nach einem aussergewöhnlichen Werdegang, den er als Maurer begann, gehört er heute zu jenen Personen, welche die Informatikabteilung der Post entscheidend mitprägen. Er analysiert, definiert und kommuniziert die Prozesse. Ein Interview.

Reto, weshalb arbeitest du bei der Post?

Die Post hat einen sehr guten Ruf als Arbeitgeberin und bietet eine riesige Vielfalt an Themengebieten, die in einem Unternehmen vereint sein können. Sie ist für mich die ideale Arbeitgeberin, weil ich hier die Erfahrungen und Kenntnisse aus meinen bisherigen Anstellungen einbringen kann. Seit 1. Juli 2015 arbeite ich im Managementbereich I der Post CH AG in der Funktion des Enterprise Service Manager.

Ich bin ein sogenannter «Quereinsteiger». Nach meiner Grundausbildung als Maurer, einigen Jahren Erfahrungen im Baubereich und einer Weiterbildung zum technischen Kaufmann lernte ich vor rund 20 Jahren die Informatikwelt beim BIT kennen. Dort war ich zuständig für den Aufbau und die Führung von Supporteinheiten im SAP-Umfeld. Während dieser Jahre absolvierte ich berufsbegleitend Weiterbildungen mit dem Schwerpunkt Servicemanagement. Nach einer Zwischenzeit als Service Manager bei der damaligen Swisscom IT Services und der berufsbegleitend abgeschlossenen Weiterbildung «MAS Wirtschaftsinformatik» durfte ich mein Wissen bei den zentralen Informatikdiensten der Berner Fachhochschule einbringen. Nebst dem Aufbau des Service- und Anforderungsmanagements und der Erstellung des Servicekatalogs war ich bei diesem Arbeitgeber verantwortlich für die Erstellung und Durchführung von WTO-Ausschreibungen. Bei all diesen Tätigkeiten lag der Fokus immer auf der «Drehscheibenfunktion» zwischen dem Kerngeschäft und den Diensten, die ICT mit sich bringt.

Bei meiner jetzigen Tätigkeit schätze ich die Kontakte, die Zusammenarbeit mit meinen Teamkollegen und die Möglichkeit, die ICT-Themen der Post aktiv mitzugestalten.

Welche persönlichen Eigenschaften und fachlichen Qualifikationen braucht es für deinen Job?

Bei meiner Tätigkeit befasse ich mich mit Themen, die Auswirkungen auf die ICT-Dienstleistungen haben. Die ganzheitliche Betrachtung der eingebrachten Themen sowie die Einschätzung der Auswirkungen gehören – nebst der aktiven Kommunikation – zu den wichtigsten Eigenschaften, die es in meinem Job braucht. Von der fachlichen Qualifikation her ist es sicher wichtig, gute bis sehr gute Kenntnisse von ICT und Betriebswirtschaft zu haben.

Was schätzt du besonders bei der täglichen Arbeit?

An meiner täglichen Arbeit schätze ich den Informationsaustausch mit meinen Teamkollegen und den Vertretern aus den Bereichen. Ausserdem gefällt mir, dass ich dabei nebst der Durchführung von Meetings vor Ort auch moderne Hilfsmittel wie Skype oder Chat einsetzen kann.

Was wolltest du als Kind werden?

Die «klassischen» Bubenträume wie Pilot oder Lokomotivführer waren auch bei mir sehr präsent. Den Traum vom Piloten habe ich, seit ich 17 bin, und mit der Privatpilotenlizenz habe ich ihn schliesslich auch realisiert. Heute ist er jedoch nicht mehr aktuell. Geblieben ist hingegen die Faszination für die Aviatik im Allgemeinen.

Welches sind deine Hobbys?

Ich wandere sehr gerne. Vor zwei Jahren bin ich quer durch die Schweiz gewandert: von Pruntrut bis nach Mendrisio. Im Berner Oberland wie auch in der Zentralschweiz bin ich oft auf den Wanderwegen anzutreffen. Früher war ich sehr aktiv in einer grösseren Feuerwehr, dies ist aufgrund der Altersbeschränkung allerdings nicht mehr aktuell. Lesen würde ich auch noch als Hobby bezeichnen – je nach Wetter und Jahreszeit lese ich mal weniger, mal mehr.

Welches Buch hast du zuletzt gelesen?

Romane, Kurzgeschichten oder auch Bücher, die auf Tatsachen beruhen, lese ich am liebsten. Aktuell lese ich das Buch «Illegale Kriege» von Daniele Ganser – ein empfehlenswertes Buch, das Krisenherde aufzeigt und zum Nachdenken anregt.

Bei all diesen Tätigkeiten lag der Fokus immer auf der Drehscheibenfunktion zwischen dem Kerngeschäft und den Diensten, die ICT mit sich bringt.

Reto Stutz

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