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Klimaschutzprojekt für die Post

Seit zwei Jahren können Briefe, Pakete und Güter mit dem «pro clima»-Zuschlag versendet und damit die CO2-Emissionen kompensiert werden. Diese Zuschläge werden vollumfänglich in ein Klimaschutzprojekt investiert. Jetzt liegt der Ball bei den Kundinnen und Kunden der Schweizerischen Post. In einer Internetwahl können sie bestimmen, in welches Gold-Standard-Klimaschutzprojekt die Post die «pro clima»-Zuschläge aus dem Jahr 2010 investieren soll.

Wer die CO2-Emissionen kompensieren will, die beim Postversand entstehen, kann dies seit Februar 2009 mit dem «pro clima»-Zuschlag tun. Die gesammelten Zuschläge investiert die Post in ein Klimaschutzprojekt, das ohne Zusatzfinanzierung nicht realisierbar wäre. Dadurch werden die Sendungen CO2-neutral. «pro clima» hat sich seit der Einführung mit mehr als 124 Millionen Sendungen und über 180 Geschäftskunden erfreulich entwickelt. Die Post nutzt «pro clima» selber und kompensiert die CO2-Emissionen, die durch ihre Korrespondenz entstehen.

Drei Projekte zur Auswahl

Die Post verfolgt eine konsequente Umweltstrategie: Sie reduziert den Energieverbrauch so weit wie möglich und ersetzt Energien aus nicht erneuerbaren Quellen durch erneuerbare Energien. Über das Angebot «pro clima» können Kunden ihre Sendungen besonders umweltfreundlich verschicken, indem sie die CO2-Emissionen aus dem verbleibenden Energieverbrauch kompensieren. Jetzt hat der «pro clima»-Begleitausschuss drei Projekte vorgeschlagen, über die ab sofort auf der Webseite der Post bis am 6. Februar öffentlich abgestimmt werden kann. Folgende Projekte stehen zur Auswahl.

Windstrom in Neu-Kaledonien

Mit sechs kleinen Windfarmen auf der Hauptinsel Neu-Kaledoniens wird Kohle als Energielieferant abgelöst. Damit verringern sich Neukaledoniens Emissionen an klimaschädlichen Gasen und die lokale Luftqualität wird verbessert. Jede dieser Windfarmen hat eine Leistung von 5 Megawatt. Als pazifischer Inselstaat mit der weltgrössten Lagune ist Neu-Kaledonien besonders gefährdet durch die Auswirkungen des Klimawandels wie steigenden Meeresspiegel, Versauerung des Ozeans und ändernde Niederschlagsmengen. Durch die Schaffung von 50 Arbeitsplätzen ist das Projekt auch für die lokale Bevölkerung von grosser Bedeutung und verringert den Druck auszuwandern. Zudem wird die Abhängigkeit Neukaledoniens vom Import fossiler Brennstoffe gemindert.

Strom aus Ernteabfällen in Indien

Im Biomassekraftwerk in Karnataka werden Ernteabfälle wie Zuckerrohr- oder Kokosnussblätter verbrannt und daraus Strom erzeugt. Das Kraftwerk kann insbesondere Biomasse mit einem niedrigen thermischen Wert verwerten. Der damit erzeugte Strom wird ins lokale Versorgungsnetz eingespeist. Damit ersetzt er Strom aus fossilen Brennstoffen und reduziert so Treibhausgasemissionen. Die Anlage schafft in der Region mehr als 400 Arbeitsplätze u. a. für die Beschaffung und den Transport der Ernteabfälle, im Kraftwerk und für die Herstellung von organischen Düngemitteln.

Strom aus Abfalldeponie-Gas in der Türkei

In der Mamak-Abfalldeponie in der Provinz Ankara werden Gase gesammelt sowie Bio- und Syngas produziert. Gasturbinen erzeugen daraus Strom. Dazu wurde die Deponie abgedeckt, ein Sickerwasser-Drainagesystem entwickelt und ein Sortier- und Recyclingcenter geschaffen. In der Abfalldeponie werden rund 200 Mitarbeitende beschäftigt, die für den Betrieb und den Unterhalt der Anlage speziell ausgebildet sind. Die Anlage ersetzt herkömmliche Kraftwerke in der Region und reduziert dank erneuerbarer Energien die Treibhausgasemissionen.

Projekte mit «Gold Standard»

Die Post unterstützt nur Klimaprojekte mit dem unabhängig kontrollierten «Gold Standard». Dieses derzeit höchste Qualitätslabel garantiert, dass die Projekte zu einer realen Reduktion von Treibhausgasen führen und eine nachhaltige Entwicklung im jeweiligen Land fördern. Derzeit gibt es keine nach dem Gold-Standard geprüften Projekte in der Schweiz.