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Punktuelle Preisanpassungen per 1. April stehen fest

Die Schweizerische Post hat ihr ab 1. April 2011 geltendes Dienstleistungssortiment definitiv konkretisiert. Wie bereits im Dezember 2010 angekündigt, setzt sie bei einzelnen defizitären Zusatzdiensten und spezifischen Angeboten sowie beim Zeitungstransport Preisanpassungen um. Für die in die Zuständigkeit des Departementes für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) fallenden Anpassungen hat die Post die Genehmigung erhalten. Auf preisliche Anpassungen bei der Rücksendung von nicht zustellbaren B-Post-Geschäftskundensendungen verzichtet die Post, sie berücksichtigt jedoch die Adressqualität bei der Rabattierung. Unverändert bleiben die Preise des Standardangebots für Briefe und Pakete. Die Schweizerische Post bleibt damit im europäischen Vergleich eine günstige Anbieterin, wie jüngste Erhebungen bestätigen. Auch bei der Qualität gehört sie zur internationalen Spitze: 2010 erreichte sie bei der Pünktlichkeit in der Brief- und Paketzustellung wiederum sehr hohe Werte.

Wie im Dezember 2010 angekündigt, führt die Schweizerische Post im Rahmen der ständigen Überprüfung ihres Sortiments per 1. April 2011 punktuelle Dienstleistungs- und Preisanpassungen durch. Diese sind notwendig, um in den einzelnen Märkten branchenübliche Ergebnisse zu erzielen und die Konzernbereiche wirtschaftlich eigenständig zu führen. Die Anpassungen betreffen Nischenprodukte und spezifische Angebote für Geschäftskunden. Nicht betroffen von Preisanpassungen sind die Standardangebote wie A-Post-Briefe, B-Post-Einzelsendungen und Pakete. Für die Anpassungen im Bereich von Postsendungen bis 50 Gramm und für Zeitungen, die von der Presseförderung profitieren, hat die Post vom dafür zuständigen Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) die Genehmigung erhalten.

Demnach wird für «Einschreiben» bei Briefen im Privatkundenangebot ab 1. April 2011 neu ein Aufpreis von 4 Franken zum A-Postpreis erhoben. Damit wird bei den Inlandbriefen nun die gleiche Logik angewendet wie dies bei den Paketen bereits heute der Fall ist. Für die am meisten nachgefragten Einschreibe-Briefe (bis 100 Gramm) bleibt der Gesamtpreis dadurch unverändert bei 5 Franken, bei schwereren Briefen steigt der Preis an. Der Preis für die Zusatzleistung «manuelle Verarbeitung» von Paketen mit Sondermassen wird von 3 auf 4 Franken erhöht. Angebots- und Preisanpassungen gibt es bei den Kurier-, Express- und Sperrgutleistungen. Bei der Folgetagsleistung Swiss-Express «Mond» und der Kurierleistung Swiss-Kurier «Blitz» ist die Zweitzustellung neu kostenlos. Bei Swiss-Kurier «Blitz» gilt neu ein Einheitspreis von 49 Franken für alle Gewichtsstufen.

Anpassungen bei spezifischen Geschäftskunden-Angeboten

Bei den B-Post-Massensendungen für Geschäftskunden gibt es weniger Gewichtsstufen. Neu führt die Post die beleglose Nachnahme ein, was eine einfachere Abwicklung ermöglicht. Der Versand von A-Post-Sendungen mit Sendungsverfolgung «Track and Trace» («A-Post Plus») wird billiger und die Haftungslimite wird gesenkt. Für den neu mit der Mehrleistung «Sendungsverfolgung» (Track and trace) angebotenen Versand von Betreibungsurkunden hat das UVEK einen Preis von 8 Franken genehmigt.

Angepasst werden ferner die Preise für die defizitäre Zeitungszustellung. Für Zeitungen «ohne Presseförderung» erhöht die Post die Zustellpreise je nach Erscheinungsweise um 1 bis 6 Rappen pro Exemplar. Die genehmigungspflichtigen Tarife für die Zustellung von Zeitungen «mit Presseförderung» werden drei Monate später als bewilligt an die Teuerung angepasst und um 0,5 Prozent erhöht. Diese Änderungen wurden den Verlegern bereits im August 2009 schriftlich angekündigt. Die Preismassnahmen werden zwar das Defizit verringern, aber bei weitem nicht decken. Auch mit der Preiserhöhung sind die Preise für die Zeitungszustellung im internationalen Vergleich günstig.

Kostenlose Rücksendungen, individuelle Rabattierung

Auf die geplante Einführung einer verursachergerechten Verrechnung von Rücksendungen von B-Post-Geschäftskundensendungen im Inland verzichtet die Post. Eine hohe Adressqualität bei der Aufgabe von Inland-Briefpostsendungen wird die Post in Zukunft im Rahmen ihres individuellen Rabattierungssystems berücksichtigen. Für die Entsorgung und elektronische Erfassung von nicht zustellbaren Sendungen wird die Post zusätzliche kostenpflichtige Dienstleistungen einführen.

Hohe Qualität bei günstigen Preisen

Mit ihren Preisen steht die Schweizerische Post im europäischen Vergleich nach wie vor gut da. Das zeigen die aktualisierten Brief- und Paketpostindizes der Universität Freiburg. Demnach liegt die Schweizerische Post bei den Schalterpreisen für Briefe auf Rang sechs der 15 wichtigsten Vergleichsländer – insbesondere aufgrund des starken Frankens einen Rang tiefer als im Vorjahr. Beim Paketversand, wo sie im Vorjahr den zweiten Rang belegte, ist sie 2010 trotz einer Preiserhöhung für leichte, am Schalter frankierte Pakete das drittgünstigste Unternehmen in Europa. Und dies weiterhin bei hoher Qualität: Auch im Jahr 2010 erreichte die Schweizerische Post bei der Pünktlichkeit in der Brief- und Paketzustellung sehr hohe Werte. 97,2 Prozent der A-Post-Briefe und 98,5 Prozent der B-Post-Briefe erreichten ihre Empfänger pünktlich. Bei den Paketen erzielte die Post ebenfalls sehr gute Resultate: 2010 kamen 97,7 Prozent aller PostPac Priority und 97,5 Prozent aller PostPac Economy rechtzeitig an. Die Post nimmt damit im internationalen Vergleich eine Spitzenstellung ein.