Medienmitteilungen

Starke Argumente für den Brief

Sieben von zehn Privatkunden wünschen, Geschäftskorrespondenz wie Rechnungen oder Lohnabrechnungen auch künftig in schriftlicher Form zu erhalten. Dies geht aus Befragungen hervor, die die Schweizerische Post bei Privatpersonen und Geschäftskunden durchführen liess. Die Resultate belegen, dass der Brief trotz der neuen Medien wegen seiner stärkeren Wirkung eine erfolgreiche Zukunft hat. Die Post ist daher überzeugt, dass das Briefgeschäft langfristig ein starkes Standbein des Unternehmens bleiben wird.

Wie werden Briefe von den Empfängern wahrgenommen und welche Rolle spielen sie für Unternehmen? Um Antworten auf diese Fragen zu erhalten, liess die Post rund 1600 Privatpersonen und Geschäftskunden in der Deutsch- und der Westschweiz befragen. Dazu wurde im Herbst 2010 und im Sommer 2011 je eine Befragung durch die Forschungsinstitute GfK Switzerland AG und Polyquest AG durchgeführt. Die Studien kommen zum Schluss, dass die physische Kommunikation bei Absendern und Empfängern nach wie vor sehr grosse Beliebtheit geniesst und dass mit Briefen und Werbesendungen mehr Wirkung erzielt werden kann als mit elektronischer Post. 

Papierrechnungen sind beliebter 

Die Mehrheit der befragten Privatpersonen wünscht, Geschäftskorrespondenz auch künftig in Papierform zu erhalten. Bei den Mahnungen beträgt dieser Anteil 76% der Befragten, bei den Rechnungen 71% und bei den Lohnabrechnungen 67%. Gerade bezüglich der Datensicherheit bestehen bei elektronischen Nachrichten nach wie vor Bedenken. Am Brief wird in erster Linie die höhere Wertigkeit und Verbindlichkeit sowie die einfachere Archivierung geschätzt. 

Höhere Akzeptanz von physischer Werbung 

Die Mehrheit der befragten Privatpersonen (62%) fühlt sich durch postalische Werbung persönlich angesprochen. Für nur 23% ist dies bei Werbung per E-Mail der Fall. Gleichzeitig gaben 58% der Befragten an, postalisch versandte Werbesendungen häufiger zu öffnen, als wenn sie per E-Mail versandt wurden. Nur bei 9% der Befragten war das Gegenteil der Fall. Ferner beurteilen 68% der Befragten ein Unternehmen, von dem sie physische Werbesendungen erhalten, als seriös. Bei Werbung per E-Mail stimmen dieser Aussage lediglich 27% zu. Die Vorteile der physischen Werbung überwiegen auch bei jungen Kunden. Eine entsprechende Trendwende weg von der postalischen Werbung ist nicht feststellbar. 

Grössere Wirkung des postalischen Versands 

Im Bereich der Geschäftskorrespondenz – wie Rechnungen oder Mahnungen – dominiert der postalische Versand immer noch deutlich: 97% der befragten Unternehmen setzen für ihre Korrespondenz auf den Versand per Post. Als wichtigster Vorteil des physischen Versands wird die starke Beachtung und Wirkung angegeben. Beim Versand von Werbung zeigt sich ein ähnliches Bild: 62% der Unternehmen erachten es als wahrscheinlicher, dass bei einer physischen Werbesendung der Inhalt gelesen wird als bei einem elektronischen Mailing. Nur gerade 3% erwarten dies umgekehrt bei E-Mails. 

Briefmarkt als wichtiges Standbein der Post 

Die Post hat im vergangenen Jahr 2,37 Milliarden adressierte Briefe zugestellt. Mit einem Betriebsergebnis von 199 Millionen Franken gehörte das Geschäft mit Briefen und Werbesendungen 2010 zu den stärksten Ertragspfeilern des Unternehmens. Während sich der Mengenrückgang bereits im letzten Jahr deutlich abgeschwächt hatte, zeigt das erste Halbjahr 2011 ein noch positiveres Bild: Die Menge der adressierten Sendungen hat leicht zugenommen. Die jüngsten Umfrageresultate belegen erneut, dass sich der physische Brief in der elektronischen Welt behaupten wird. Die Post ist daher überzeugt, dass das Briefgeschäft auch in Zukunft ein Kerngeschäft und somit ein tragendes Standbein des Unternehmens bleiben wird. Die Schweizerische Post wird weiterhin massiv in das Briefgeschäft investieren, indem sie ihre Dienstleistungen weiter optimiert, die Prozesse so effizient wie möglich gestaltet und neue Wachstumsmöglichkeiten ausschöpft. Dazu gehört auch die Entwicklung innovativer Lösungen und Angebote an der Schnittstelle zwischen der physischen und der elektronischen Welt.

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