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Solides Halbjahresergebnis der Post

Die Schweizerische Post hat im ersten Halbjahr 2012 einen Konzerngewinn von 459 Millionen Franken erzielt. Das ist rund 17 Prozent weniger als im ersten Halbjahr des Vorjahres, liegt angesichts der herausfordernden Rahmenbedingungen aber auf einem guten Niveau innerhalb der Konzernziele. Der Gewinnrückgang ist auf die tiefen Zinsen an den Finanzmärkten, den daraus resultierenden höheren Personalvorsorgeaufwand sowie die geringeren Erträge aus Immobilienverkäufen zurückzuführen. In allen vier Märkten erwirtschaftete die Post positive Ergebnisse. Aus heutiger Sicht erwartet die Post ein solides Jahresergebnis 2012 unterhalb des Vorjahres.

Von Januar bis Juni 2012 erzielte die Schweizerische Post einen Konzerngewinn von 459 Millionen Franken. Das sind 91 Millionen Franken oder 17 Prozent weniger als beim Rekordergebnis im gleichen Zeitraum des Vorjahrs. Das Ergebnis liegt angesichts der Herausforderungen der konjunkturellen und finanzwirtschaftlichen Rahmenbedingungen auf einem guten Niveau innerhalb der Konzernziele. Der Gewinnrückgang ist auf die tiefen Zinsen an den Finanzmärkten, den daraus resultierenden höheren Vorsorgeaufwand sowie die geringeren Erträge aus Immobilienverkäufen zurückzuführen. Dies konnte nicht vollständig durch Umsatz- und Effizienzsteigerungen kompensiert werden und wirkte sich negativ auf die Gewinnentwicklung aus. Der Betriebsertrag («Umsatz») ging geringfügig auf 4‘293 Millionen Franken zurück (Vorjahr 4‘305 Millionen Franken). Das Eigenkapital konnte weiter gestärkt werden und betrug zur Jahresmitte 5‘160 Millionen Franken.

Positive Ergebnisse in allen vier Märkten

Alle vier Märkte der Post erzielten positive Ergebnisse, sie trugen jedoch unterschiedlich zur Veränderung des Konzerngewinns bei. Im Kommunikationsmarkt resultierte in der Periode Januar bis Juni ein Betriebsergebnis von 61 Millionen Franken (Vorjahr 75 Millionen Franken). Hauptgrund für den Rückgang sind höhere Vorsorgeaufwendungen, die sich negativ auf das Ergebnis von PostMail auswirkten. Dieses belief sich auf 112 Millionen Franken gegenüber 142 Millionen Franken im Vorjahreshalbjahr. Die Menge adressierter Briefe ging im Vergleich zum ersten Semester 2011 um 1,8 Prozent zurück, jene der unadressierten Sendungen stieg dagegen als Folge der vollständigen Übernahme der DMC-Gruppe um 47 Prozent. Swiss Post Solutions erzielte ein Betriebsergebnis von 2 Millionen Franken (Vorjahr 3 Millionen Franken). Hier wirkte sich besonders der Preisdruck in den USA negativ aus. Der Bereich Poststellen und Verkauf steigerte sein Ergebnis um 17 Millionen auf -53 Millionen Franken (Vorjahr -70 Millionen Franken). Die deutliche Verbesserung ist das Resultat des nachhaltigen Kostenmanagements im Poststellennetz. Der mengenmässige Rückgang bei den postalischen Schaltergeschäften – namentlich bei den Einzahlungen – setzte sich weiter fort. Im Logistikmarkt erreichte PostLogistics mit einem Ergebnis von 73 Millionen Franken nicht ganz das Vorjahresniveau von 78 Millionen Franken. Der Rückgang ist vor allem auf höhere Kosten für Speditionsleistungen und Investitionen in neue IT-Systeme zurückzuführen. Die Anzahl der transportierten Pakete stieg um 4,4 Prozent, was durch die teilweise Rückgewinnung der Importpaketverarbeitung aus Deutschland und die Steigerung im Internethandel begünstigt wurde. Im Retailfinanzmarkt erzielte PostFinance ein Ergebnis von 295 Millionen Franken (Vorjahr 330 Millionen Franken). Hauptverantwortlich für die Abnahme um 10,6 Prozent sind die historisch tiefen Zinsen an den Finanzmärkten. Im Markt für öffentlichen Personenverkehr erreichte PostAuto mit 18 Millionen Franken annähernd das Ergebnis des Vorjahressemesters (19 Millionen Franken). Der leichte Rückgang wird hauptsächlich durch den höheren Vorsorgeaufwand verursacht.

Solides Jahresergebnis unter Vorjahr erwartet

Für das gesamte Jahr 2012 erwartet die Schweizerische Post aus heutiger Sicht ein solides Ergebnis. Es dürfte jedoch nicht das Niveau des Vorjahrs erreichen.

Kennzahlen Konzern Einheit 1. Semester 2012 1. Semester 2011 Jahr 2011
Betriebsertrag Mio. CHF 4‘293 4‘305 8‘599
Betriebsergebnis[1] Mio. CHF 448 550 908
in % des Betriebsertrags % 10.4 12.8 10.6
Konzerngewinn Mio. CHF 459 550 904
Bilanzsumme Mio. CHF 111‘911 96‘433 108‘254
Eigenkapital Mio. CHF 5‘160 4‘567 4‘879
Investitionen[2] Mio. CHF 185 160 429
Personalbestand Konzern Post (ohne Lernpersonal) PE[3] 44‘963 44‘094 44‘348
Lernpersonal Konzern Schweiz PE[3] 1'991 1'875 1'942

1  Betriebsergebnis entspricht Ergebnis vor nicht operativem Finanzerfolg und Steuern (EBIT).
2  Investitionen in Sachanlagen, Beteiligungen und immaterielle Anlagen
3  Durchschnittsbestand umgerechnet auf Vollzeitstellen

Ausgewählte Kennzahlen Segmente (Konzernbereiche)

30. Juni 2012 Bereich Betriebsertrag (Mio. CHF) Betriebsergebnis (Mio. CHF)[1]
Kommunikationsmarkt 2‘417 61
Kommunikationsmarkt PostMail 1‘596 112
Kommunikationsmarkt Swiss Post Solutions 276 2
Kommunikationsmarkt Poststellen und Verkauf 828 -53
Logistikmarkt PostLogistics 761 73
Retailfinanzmarkt PostFinance 1‘171 295
Markt für öffentlichen Personenverkehr PostAuto[2] 377 18
Übrige[3] 462 1

Ausgewählte Kennzahlen Segmente (Konzernbereiche)

30. Juni 2012 Bereich Betriebsertrag (Mio. CHF) Betriebsergebnis (Mio. CHF)[1]
Kommunikationsmarkt 2‘372 75
Kommunikationsmarkt PostMail[4] 1‘574 142
Kommunikationsmarkt Swiss Post Solutions 271 3
Kommunikationsmarkt Poststellen und Verkauf 831 -70
Logistikmarkt PostLogistics 737 78
Retailfinanzmarkt PostFinance 1‘235 330
Markt für öffentlichen Personenverkehr PostAuto[2] 354 19
Übrige[3] 483 48

1  Betriebsergebnis entspricht Ergebnis vor nicht operativem Finanzerfolg und Steuern (EBIT).
2  PostAuto untersteht im Bereich des öffentlichen Regionalverkehrs der Verordnung des UVEK über das Rechnungswesen konzessionierter Unternehmungen (RKV). Zwischen RKV und IFRS bestehen Abweichungen.
3  Enthält Servicebereiche (Immobilien, Informationstechnologie, Konzerneinkauf und Sprachdienst) und Managementbereiche (u.a. Personal, Finanzen und Kommunikation)
4  Mit Wegfall des Segments Swiss Post International per 1. Januar 2012 wurden die Vorjahreswerte angepasst.