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Mitarbeitende der Post sollen Social Distancing einhalten können

Damit wir in der Schweiz gemäss Vorgaben des Bundes möglichst zu Hause bleiben und auf unseren Einkaufsbummel verzichten können, leisten die Pöstlerinnen und Pöstler buchstäblich einen Kraftakt. Nach wie vor liefern sie täglich grosse Mengen an Paketen. Die Schweizerische Post verarbeitet zurzeit Paketvolumen wie üblicherweise nur zur Weihnachtszeit. Darunter fällt ein überdurchschnittlich grosser Anteil von schweren und unhandlichen Sperrgutsendungen wie Sofas, ganze Möbelpackungen oder Velos und Gartenhäuschen. Um die Mitarbeitenden zu entlasten und zu schützen, hat die Post die Masse von Sperrgutsendungen vorübergehend reduziert. Sie sortiert ausnahmsweise Pakete auch am Samstag.

Geschäfte, Einkaufsmeilen und die verschiedensten Lokale sind mit den Vorschriften des Bundesrates zum Coronavirus wie leergefegt. Unsere Einkaufsgewohnheiten haben sich innerhalb kürzester Zeit auf die Online-Plattformen verschoben. Die Post nimmt hier im Leben der Schweizerinnen und Schweizer eine wichtige Rolle ein. Sie bringt die bestellten Produkte oder notwendigen Ersatzteile an die Haustüre und ermöglicht, dass wir wie empfohlen zu Hause bleiben können. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter halten die Schweiz in dieser ausserordentlichen Situation zusammen. Die Anzahl in die Haushalte zugestellte Pakete ist in den vergangenen Wochen enorm gestiegen. Die Post verarbeitet in diesen Tagen ähnliche Volumen wie während den Weihnachtstagen. Die Zahl der Lebensmittelpakete hat sich fast verdreifacht.

Die Krise um das Coronavirus ist völlig neuartig und stellt die ganze Welt, die Schweiz und mit ihr auch die Post vor ganz neue Herausforderungen. Die Mitarbeitenden der Post stehen zusammen und leisten ausserordentliches, um rasch und spontan auf die neuen Gegebenheiten zu reagieren. «Es berührt mich sehr zu sehen, mit wie viel Herzblut und Engagement die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tagtäglich ihr Bestes geben. Und dies, obwohl auch sie sich Sorgen machen und beunruhigt sind. Ich ziehe den Hut vor ihnen und bin sehr dankbar dafür», sagt Roberto Cirillo, CEO der Post.

Sondereinsatz am Samstag

Die Paketzentren der Post laufen auf Hochtouren. Die Post hat auf die neuen Einkaufsgewohnheiten reagiert, die Mitarbeitenden in der Annahme der Pakete über die Sortierung bis zur Zustellung machen zurzeit einen bewundernswerten Sondereinsatz. So sortieren sie in den Paketcentern neu auch am Samstag, was sie sonst nur in der Weihnachtszeit machen. Wir können aber nur beschränkt mehr Mitarbeitende für die Verarbeitung planen. Denn auch sie sollen sich an die Social Distancing-Vorgaben halten. Wir brauchen gesunde Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter um weiterhin für die Schweiz da zu sein. Auch bei den Mitarbeitenden in der Paketverarbeitung gibt es immer häufiger krankheitsbedingte Ausfälle oder Mitarbeitende, die zur Risikogruppe gehören und deswegen nicht zur Arbeit erscheinen dürfen. Nur mit gesunden Mitarbeitenden kann die Post weiterhin für die Schweiz da sein und gewährleisten, dass auch morgen und übermorgen die bestellten Produkte bis zur Haustüre gelangen. Aufgrund des hohen Sendungsvolumens können in diesen ausserordentlichen Zeiten die regulären Beförderungszeiten für Pakete momentan nicht in allen Fällen eingehalten werden.

Um der grossen Menge an Paketen Herr zu werden, ist die Post im Gespräch mit ihren Kunden, damit sie gemeinsam eine Mengenplanung vornehmen kann. Das soll die Spitzen etwas brechen.

Die Post hat bereits vergangene Woche beim Bundesrat um eine Sonderbewilligung ersucht, auch am Sonntag Lebensmittel zustellen zu dürfen. So sollen gerade Menschen, die zur Risikogruppe gehören, beim Einkaufen weniger exponiert sein. Der Bundesrat hat dies für alle Postdienstleister genehmigt. Die Post kann diese Dienstleistung nun ihren Vertragspartnern auch am Sonntag zur Verfügung stellen.

Sperrgutmasse zu gross für eine Person

Eine grosse Herausforderung für die Mitarbeitenden sind zurzeit die grossen und schweren Sperrgutsendungen, wie beispielsweise Velos, Gartenhäuschen, Sofas oder ganze Möbelpackungen. Die Anzahl dieser Sperrgutsendungen ist in den vergangenen Tagen überproportional stark angestiegen. Diese grossen Pakete sind für einen Mitarbeitenden kaum alleine zu heben und zu zweit stellt sich sofort die Frage nach dem Social Distancing, das wir einhalten wollen. Die Konzernleitung hat deshalb zur Entlastung und zum Schutz der Mitarbeitenden entschieden, die Masse der Sperrgutsendungen auf dem Postweg vorübergehend zu reduzieren.

Die erlaubten Grössen für Sperrgutsendungen werden vorübergehend so begrenzt, dass die Sendungen von einem einzelnen Mitarbeitenden getragen werden können. Die maximale Länge der einzelnen Seiten beträgt neu 150 cm / 80 cm / 60 cm. Für die Kombination der Seiten gilt ein maximales Gurtmass (2 × Höhe + 2 × Breite + 1 × längste Seite) von 350 cm (statt max. Länge 250 cm und Gurtmass max. 400 cm).  Das Maximalgewicht bleibt unverändert bei 30 kg. Die Änderung gilt ab Montag, 30. März 2020 bis der Bundesrat die Vorgaben zum Social Distancing aufgehoben hat. 

Wir bedauern die vorübergehenden Auswirkungen auf unsere Kundinnen und Kunden. Wir danken ihnen für ihr Verständnis und dass sie mithelfen, dass unsere Mitarbeitenden gesund bleiben.

Auskunft:

Medienstelle Post, Oliver Flüeler, 058 341 21 95, presse@post.ch

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