Inhaltsbereich

Die Post ist in ihrer Preisgestaltung an klare Vorgaben des Bundes gebunden. Bei Dienstleistungen der Grundversorgung müssen die Preise nach wirtschaftlichen Grundsätzen festgelegt werden, sie müssen distanzunabhängig und einheitlich sein. Dies gibt das Postgesetz vor. Dabei zeigen internationale Vergleiche, dass die Kundinnen und Kunden von der Post von besonders günstigen Preisen bei Briefen und Paketen profitieren.

Die Vorgaben zur Preisgestaltung im Restmonopol sind am strengsten: Für Inlandbriefe unter 50 Gramm muss die Post die Preise laut Postgesetz «distanzunabhängig, kostendeckend, angemessen und nach einheitlichen Grundsätzen» festlegen. Die Preise für Inlandbriefe bis 50 Gramm sind vom Eidgenössischen Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) zu genehmigen, wobei der Preisüberwacher vorgängig konsultiert wird. Die Post hat sich gemeinsam mit dem Preisüberwacher auf eine Erhöhung der Briefpreise geeinigt: Ab 2022 kostet ein A-Post-Brief im Standardformat 1.10 Franken (bisher 1 Franken), ein B-Post-Brief kostet 90 Rappen (bisher 85 Rappen). Das ist die erste Erhöhung der Briefpreise seit 18 Jahren. Die strukturellen Kosten für die postalische Grundversorgung, also auch für die Verarbeitung von einer sinkenden Zahl Briefe, sind in dieser Zeit stark gestiegen. Einerseits bedingt durch die allgemeine Teuerung, andererseits durch die Zunahme der Haushalte und damit der Briefkästen in der Schweiz.

Die Preise für Leistungen, die zwar nicht in den Monopol-Bereich aber zum Grundversorgungsauftrag gehören, müssen nach wirtschaftlichen Grundsätzen festgelegt werden. Das betrifft Briefe über 50 Gramm, Pakete bis 20 Kilogramm sowie Zeitungen und Zeitschriften. Die Distanzunabhängigkeit ist auch dabei ein wichtiger Grundsatz und wird von der PostCom regelmässig überprüft.

Zur Ermässigung der Preise für Zeitungen und Zeitschriften trägt der Bund zudem noch einen jährlichen Subventionsbetrag von 50 Millionen Franken hinzu. Die Post gibt diese Förderbeiträge über eine Ermässigung pro Zeitungsexemplar an die Verlage weiter. Damit beabsichtigt der Bund die Presse zu fördern und die Meinungsvielfalt zu erhalten.

Positionspapiere

Briefpostindex 2020

Der Briefpostindex vergleicht die Preise für Briefe in 15 repräsentativen Ländern Europas. Die Schweizerische Post schneidet im internationalen Vergleich sehr gut ab.

Paketpostindex 2020

Der Paketpostindex vergleicht die Preise für Pakete bis 20 Kilogramm in 15 repräsentativen Ländern Europas. Der Vergleich zeigt, dass die Schweizerische Post ihre Leistungen zu äusserst günstigen Preisen anbietet.

Zeitungen in der Grundversorgung

Die Preise für die Zeitungszustellung liegen deutlich unter den anfallenden Kosten, was zu einer Kostenunterdeckung in der Zeitungsrechnung der Post führt. Deshalb ist es wichtig, dass die Post ihre Preise nach marktgerechten Kriterien festlegen kann und ihr Grundversorgungsauftrag im Zeitungsbereich ohne finanzielle Beteiligung des Bundes nicht weiter ausgedehnt wird.

Inhaltsbereich