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Drohnen

Längst keine Vision mehr

Die Schweizerische Post ist bei der Entwicklung und dem Einsatz von Drohnen für die Logistik an vorderster Front dabei. In verschiedenen Regionen der Schweiz und mit unterschiedlichen Partnern transportiert sie spezielle Sendungen im Dienst der Gesundheit.

Gemeinsam mit dem Drohnenhersteller Matternet und Partnern aus dem Gesundheitswesen setzt die Post Drohnen zum Transport von Laborproben ein. Heute erfolgt dieser über die Strasse. Dank des Einsatzes der Drohnen sollen die Transporte flexibler, unabhängiger von der Verkehrslage und ökologischer werden. Eine Autofahrt von 45 Minuten wird so zu einem staufreien Flug von wenigen Minuten. Das bedeutet einen echten Mehrwert für unsere Kunden und damit auch ihre Patientinnen und Patienten. Denn besonders im Gesundheitsbereich sind Sendungen häufig dringend und die Geschwindigkeit kann entscheidend sein.

Aus ihrem Kerngeschäft – dem Transport von Gütern, Informationen und Personen – ergänzt die Post ihre Geschäftsfelder mit neuen, digitalen Lösungen.

Die Post ist mit autonomen und kommerziellen Drohnen ein Pionier in der Schweiz. Die Drohnen können in der Logistik vielfältig eingesetzt werden, vor allem auf der letzten Meile: für den Transport hoch prioritärer Sendungen wie Laborproben oder für die Versorgung einer nach einem Unwetter von der Umwelt abgeschnittenen Siedlung.

Bei 130 Millionen Paketen im Jahr ist der flächendeckende Einsatz von Drohnen nicht sinnvoll. Deshalb werden sie in Zukunft die traditionelle Paketzustellung sinnvoll ergänzen, jedoch nicht ersetzen.

Die Post hat das Drohnenprojekt unter dem early-Label lanciert. Es steht für Innovationen, welche die Post zusammen mit ihren Kunden testet und weiterentwickelt.

Unterwegs im Dienst der Gesundheit. Entdecken Sie, wo die kleinen, weissen Drohnen bis jetzt unterwegs sind.

UniversitätsSpital Zürich und Universität Zürich

Seit Dezember 2018 transportiert die Post im Auftrag des UniversitätsSpitals Zürich (USZ) und der Universität Zürich Laborproben (UZH) per Drohne. Das Projekt dauert voraussichtlich ein Jahr. Die Route verläuft von einer Dachterrasse des Nord-Trakts am USZ bis zum UZH Irchel an der Winterthurerstrasse 190 und führt – soweit möglich – über bewaldetes Gebiet. Die täglich rund fünf bis zehn Flüge finden wochentags zwischen 07.30 und 16.45 Uhr statt.

Für die Strecke von zweieinhalb Kilometern benötigt die Drohne rund vier Minuten. Sie legt die Route also doppelt so schnell und ökologischer zurück wie ein Kurier auf der Strasse, ganz unabhängig von der Verkehrslage. Das USZ, die UZH, die Post und Matternet evaluieren den Projektfortschritt laufend und entscheiden über allfällige Anpassungen.

Flugroute (PDF, 578 KB)

Zentrallabor Zürich

Bereits im Juni 2018 transportierte die Schweizerische Post Laborproben für das Zentrallabor Zürich (ZLZ) in luftiger Höhe über das Zürcher Seebecken. Das ZLZ hat die Resultate der Tests sorgfältig evaluiert und beschlossen, auch in Zukunft auf die Drohne zu setzen. Sie verbindet das ZLZ-Notfalllabor in der Hirslanden Klinik Im Park mit dem künftigen Standort des Zentrallabors an der Forchstrasse 454 in Zollikon. Die Drohne benötigt für die Strecke rund sieben Minuten und ist damit fünfmal schneller an ihrem Ziel als auf dem herkömmlichen Weg über die Strasse.

Flugroute (PDF, 547.4 KB)

EOC, Lugano

Die Schweizer Premiere: Das erste Spital in der Schweiz, an welchem eine Drohnenverbindung zwischen zwei Standorten getestet wurde. Seit Start des Projekts fanden mehr als 2000 Flüge zwischen dem Ospedale Italiano und dem Ospedale Civico des Spitalverbunds EOC statt. Heute ist die Drohne in Lugano täglich im Einsatz.

Insel Gruppe, Bern

Die Post transportiert im Juni während zwei Wochen im Auftrag der Insel Gruppe mit Drohnen Laborproben zwischen dem Spital Tiefenau und dem Zentrallabor am Universitätsspital Bern.

Danach werten die Insel Gruppe und die Post die Flüge in Bern aus. Diese Evaluation soll Grundlage sein für den Entscheid, ob die Drohne künftig im Alltag den Transport der Laborproben übernimmt.