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Ausgezeichnetes Jahresergebnis der Post

Mitteilung vom 31.03.2011

Die Schweizerische Post hat im Jahr 2010 ein ausgezeichnetes Ergebnis erzielt. Mit 910 Millionen Franken übertraf der Konzerngewinn das Vorjahresresultat von 728 Millionen Franken. Der Betriebsertrag stieg auf 8‘736 Millionen Franken (Vorjahr 8‘558 Millionen). Wichtige Faktoren, die zur Ergebnisverbesserung beitrugen, waren der Zuwachs an Kundengeldern, Optimierungsmassnahmen und grössere Paketmengen. In allen vier Märkten, in denen die Post tätig ist, hat sie positive Ergebnisse und weitere Fortschritte erzielt. Das Briefgeschäft lief weiterhin sehr gut. Der Personalbestand wuchs 2010 um insgesamt 326 Stellen. Die Post benötigt gute Gewinne, um ihr Eigenkapital weiter aufzustocken, die Finanzierung der Pensionskasse zu unterstützen, ihre Investitionen zu finanzieren und dem Bund einen angemessenen Gewinnanteil abzuliefern.

Die Schweizerische Post erwirtschaftete im Jahr 2010 einen Konzerngewinn von 910Millionen Franken. Das sind 25 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Betriebsertrag stieg um 2,1 Prozent auf 8‘736 Millionen Franken (Vorjahr 8‘558 Millionen). Sowohl im Kommunikations-, im Logistik- und im Retailfinanzmarkt wie auch im Markt für öffentlichen Personenverkehr verbesserte die Post die Ergebnisse. Wichtige Faktoren, die zum Wachstum des Konzerngewinns beitrugen, waren vor allem der Zuwachs an Kundengeldern und der daraus resultierende höhere Zinserfolg im Retailfinanzmarkt, Kosteneinsparungen im Kommunikations- und Logistikmarkt und grössere Paketmengen.

Die Betriebsergebnismarge stieg gegenüber dem Vorjahr von 8,4 auf 10,7 Prozent. Die Investitionen lagen 2010 mit 364 Millionen Franken unter dem Niveau des Vorjahres (431Millionen Franken) und wurden wiederum vollständig aus eigenen Mitteln finanziert. Das Eigenkapital vor Gewinnverwendung 2010 betrug per Jahresende 4‘224 Millionen Franken, was unter einem branchenüblichen Niveau liegt. Der Personalbestand wuchs gegenüber dem Vorjahr konzernweit um 326 auf 45‘129 Vollzeitstellen.

Wie in den vergangenen Jahren wird die Post weiterhin zur Finanzierung ihrer Pensionskasse beitragen, ihr Eigenkapital schrittweise auf ein branchenübliches und den Anforderungen der Finanzmarktaufsicht FINMA entsprechendes Niveau anheben, ihre Investitionen aus eigenen Mitteln finanzieren und dem Bund eine angemessene Gewinnausschüttung gewähren müssen. Dazu benötigt sie gute, auf alle Konzernbereiche abgestützte Ergebnisse. Vom Gewinn 2010 beantragt der Verwaltungsrat dem Bundesrat, 100 Millionen Franken zur Finanzierung der Pensionskasse zu verwenden, 200 Millionen Franken als Gewinnanteil an den Bund auszuschütten und das Eigenkapital weiter aufzustocken.

Gute Ergebnisse in allen vier Märkten

Zum sehr guten Konzernabschluss 2010 trugen alle Märkte bei, wobei sich die einzelnen Konzernbereiche unterschiedlich entwickelten. 61 Prozent des Konzernergebnisses stammen aus dem Retailfinanzmarkt. Im Kommunikationsmarkt erwirtschaftete die Post mit vier Konzernbereichen (PostMail, Swiss Post International, Swiss Post Solutions, Poststellen und Verkauf) insgesamt ein Betriebsergebnis von 147 Millionen Franken (Vorjahr 113 Millionen). Dank einem weiterhin starken Geschäft mit Briefen und Werbesendungen erzielte PostMail bei einem Betriebsertrag von 2‘619 Millionen Franken (Vorjahr 2‘808 Millionen) ein Ergebnis von 199 Millionen Franken (Vorjahr 198 Millionen). Mindererträge, die unter anderem auf einen abgeschwächten Mengenrückgang bei den adressierten Briefen um 1,5Prozent, die per 1. Juli 2009 eingeführten Preissenkungen und die Mehrwertsteuerunterstellung zurückzuführen sind, wurden kompensiert durch Effizienzgewinne, namentlich in den neuen Briefzentren und in der Zustellung.

Bei einem Betriebsertrag von 788 Millionen Franken (Vorjahr 877 Millionen) erreichte Swiss Post International ein Ergebnis von 49 Millionen Franken (2009: 53 Millionen). Der Rückgang ist hauptsächlich auf ausserordentliche Effekte zurückzuführen, namentlich auf den einmaligen Restrukturierungsaufwand, der durch den Entscheid der Deutschen Post nötig wurde, ihre bisher der Schweizerischen Post übergebenen Pakete neu durch ihre eigene Gesellschaft DHL in die Schweiz einzuführen. Swiss Post Solutions erwirtschaftete bei einem Betriebsertrag von 665 Millionen Franken (Vorjahr 696 Millionen) ein Ergebnis von 7 Millionen Franken – deutlich mehr als im Vorjahr, als einmalige Aufwendungen für die Integration und Restrukturierung einzelner Gesellschaften das Ergebnis auf minus 25 Millionen Franken gedrückt hatten. Der Konzernbereich Poststellen und Verkauf verbesserte sein Ergebnis bei einem Betriebsertrag von 1‘769 Millionen Franken (Vorjahr 1‘359 Millionen) auf minus 108 Millionen Franken (Vorjahr minus 113 Millionen). Positiv auf das Ergebnis ausgewirkt haben sich nebst der Integration von Briefmarken und Philatelie eine generell gute Geschäftsentwicklung, namentlich beim Verkauf von nicht postalischen Markenartikeln, sowie Kosteneffekte aus der Weiterentwicklung des Poststellennetzes.

Im Logistikmarkt stieg das Ergebnis gegenüber 2009 um 119 Millionen auf 164 Millionen Franken (2009: 45 Millionen). Dabei profitierte PostLogistics unter anderem von einer durch Konjunktur und elektronischen Handel beeinflussten Zunahme der Paketmenge (+3,8Prozent) und von erheblichen Effizienzsteigerungen; der moderate Ertragsrückgang auf 1‘478 Millionen Franken (Vorjahr 1‘488 Millionen) wurde durch Aufwandsenkungen bei Weitem kompensiert. Der Retailfinanzmarkt (PostFinance) trug mit 571 Millionen Franken am meisten zum Konzernergebnis bei (Vorjahr 441 Millionen Franken). Höhere Kundenvermögen und dadurch ein höherer Zinserfolg sowie tiefere Wertberichtigungen waren massgeblich für die Zunahme des Betriebsertrags auf 2‘389 Millionen (Vorjahr 2‘160 Millionen Franken) verantwortlich. Im kontinuierlich wachsenden Markt für öffentlichen Personenverkehr erzielte PostAuto bei einem Betriebsertrag von 702 Millionen (Vorjahr 640Millionen Franken) ein Betriebsergebnis von 28 Millionen Franken (Vorjahr 27Millionen).

Kosten im Griff behalten und Erträge absichern

Die verhalten positiven konjunkturellen Aussichten sowie der härter werdende Wettbewerb, die anhaltenden Substitutionseffekte, die Versandoptimierungen der Geschäftskunden, die noch ungenügende Eigenkapitalbasis sowie die zu einseitige Abhängigkeit von den Erträgen von PostFinance bestätigen die Post in der Überzeugung, auf dem eingeschlagenen Weg fortzufahren. Ziel ist es, in allen vier Märkten, in denen sie tätig ist, die Kosten im Griff zu behalten, die Erträge möglichst breit abzustützen und der Kundschaft erstklassige Dienstleistungen zu marktgerechten Preisen anzubieten.

Kennzahlen Konzern

Kennzahl Einheit 2010 2009
Betriebsertrag[4] Mio. CHF 8‘736 8‘558
Betriebsergebnis (EBIT)[1] Mio. CHF 930 721
in % des Betriebsertrags (EBIT-Rendite) % 10.7 8.4
Konzerngewinn Mio. CHF 910 728
Bilanzsumme Mio. CHF 93‘310 84'676
Eigenkapital Mio. CHF 4‘224 3'534
Investitionen[2] Mio. CHF 364 431
Personalbestand Konzern (ohne Lernpersonal) Personaleinheiten[3] 45‘129 44'803
davon im Ausland Personaleinheiten[3] 7‘255 6‘986
Lernpersonal Konzern Schweiz Personaleinheiten[3] 1‘824 1‘690
Adressierte Briefe Inland Mio. Sendungen 2‘365 2‘401
Pakete Inland Mio. Sendungen 108 104
Zugangspunkte Anzahl 3‘612 3‘607

Ausgewählte Kennzahlen Segmente (Konzernbereiche)

Kommunikationsmarkt Kennzahl Einheit 2010 2009
Kommunikationsmarkt Betriebsergebnis[1],[5] Mio. CHF 147 113
PostMail Betriebsertrag[5] Mio. CHF 2‘619 2'808
PostMail Betriebsergebnis (EBIT)[1],[5] Mio. CHF 199 198
Swiss Post International Betriebsertrag[4],[5] Mio. CHF 788 877
Swiss Post International Betriebsergebnis (EBIT)[1],[5] Mio. CHF 49 53
Swiss Post International Briefe Versand (ex Schweiz)[5] Mio. Sendungen 74,4 170
Swiss Post Solutions Betriebsertrag Mio. CHF 665 696
Swiss Post Solutions Betriebsergebnis (EBIT)[1] Mio. CHF 7 -25
Poststellen und Verkauf Betriebsertrag[5] Mio. CHF 1‘769 1'359
Poststellen und Verkauf Betriebsergebnis (EBIT)[1],[5] Mio. CHF -108 -113
Logistikmarkt Kennzahl Einheit 2010 2009
PostLogistics Betriebsertrag[5] Mio. CHF 1‘478 1'488
PostLogistics Betriebsergebnis (EBIT)[1],[5] Mio. CHF 164 45
Retailfinanzmarkt Kennzahl Einheit 2010 2009
PostFinance Betriebsertrag[5] Mio. CHF 2‘389 2'160
PostFinance Betriebsergebnis (EBIT)[1],[5] Mio. CHF 571 441
PostFinance Neugeldzufluss Mio. CHF 10‘662 20‘120
Markt für öffentlichen Personenverkehr Kennzahl Einheit 2010 2009
PostAuto Betriebsertrag Mio. CHF 702 640
PostAuto Betriebsergebnis (EBIT)[1] Mio. CHF 28 27
PostAuto Anzahl Reisende Schweiz Mio. Personen 121 118
1  Betriebsergebnis entspricht Betriebsgewinn vor nicht operativem Finanzerfolg und Steuern (EBIT)
2  Investitionen in Sachanlagen, Beteiligungen und immaterielle Anlagen
3  Durchschnittsbestand umgerechnet auf Vollzeitstellen
4  Vorjahreswerte SPI aufgrund eines Restatements angepasst
5  Vorjahreswerte nur bedingt vergleichbar wegen Verschiebungen in der Produktezuordnung