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Post erzielt gutes Ergebnis in angespanntem Umfeld

Mitteilung vom 23.11.2017

Die Schweizerische Post hat in den ersten neun Monaten des Jahres 2017 einen Konzerngewinn von 516 Millionen Franken erzielt, dies sind 50 Millionen Franken mehr als im Vorjahr. Das Betriebsergebnis lag mit 699 Millionen Franken 106 Millionen Franken über dem Vorjahreswert. Die Ergebnisverbesserung kam insbesondere durch Einmaleffekte bei PostFinance zustande, der Druck auf das operative Kerngeschäft bleibt bestehen.

Erneut ging das Volumen bei den adressierten Briefen zurück, während auch am Schaltergeschäft die Mengen logistischer Produkte und des Zahlungsverkehrs weiter schrumpfen. Hinzu kommt, dass im Finanzdienstleistungsmarkt die anhaltende Tiefzinssituation sich negativ auf das Zinsergebnis auswirkt. Für die Post bedeutet dies, dass sie ihre Transformation weiter vorantreiben muss, um auch in Zukunft wettbewerbsfähig zu bleiben und die Grundversorgung in hoher Qualität und eigenwirtschaftlich finanzieren zu können.

Der Geschäftsbereich PostNetz konnte dank Anpassungen im Filialnetz das Betriebsergebnis gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 26 Millionen Franken auf -130 Millionen Franken verbessern.

Bei PostMail nahm das Betriebsergebnis dank optimierten Prozess- und Kostenstrukturen um 9 Millionen Franken auf 244 Millionen Franken zu. PostMail leistete damit wiederum einen substanziellen Beitrag zum Konzernergebnis.

Auch Swiss Post Solutions konnte den Ergebnisbeitrag um 6 Millionen auf 21 Millionen Franken steigern.

PostLogistics erzielte ein Betriebsergebnis von 84 Millionen Franken (Vorjahr: 73 Millionen Franken). Diese positive Entwicklung ist hauptsächlich auf die um 6,3 Prozent grössere Inland-Paketmenge (Vorjahr: +5,1 Prozent) sowie auf Akquisitionen von Gesellschaften im internationalen Transport- und Verzollungsbereich zurückzuführen. Der seit 2004 vollständig liberalisierte Logistikmarkt ist nach wie vor hart umkämpft, insbesondere wird der Schweizer Heimmarkt zunehmend durch ausländische Anbieter und Konkurrenten aus dem digitalen Bereich bewirtschaftet.

PostAuto steigerte das Betriebsergebnis um eine Million Franken auf 31 Millionen Franken. Ausschlaggebend dafür waren höhere Verkehrseinnahmen und Transportentschädigungen infolge des Leistungsausbaus in der Schweiz.

Höheres Betriebsergebnis bei PostFinance

In den ersten neun Monaten erwirtschaftete PostFinance ein Betriebsergebnis von 533 Millionen Franken – das sind 123 Millionen mehr als im Vorjahr. Der Anstieg begründet sich im Wesentlichen durch Wertaufholungen auf Finanzanlagen, nachdem im Vorjahr noch Wertberichtigungen angefallen waren (Effekt: +109 Millionen Franken). Ebenfalls trugen das höhere Handelsergebnis (+28 Millionen Franken) und der gesunkene Personalaufwand (+17 Millionen Franken) zur Ergebnisverbesserung bei. Nach wie vor sieht sich PostFinance insbesondere aufgrund des Wettbewerbsnachteils im Kredit- und Hypothekengeschäft mit einem schwierigen Marktumfeld konfrontiert. Aufgrund mangelnder rentabler Anlageopportunitäten fiel der Ertrag allein im Zinsdifferenzgeschäft, dem wichtigsten Pfeiler, um 89 Millionen Franken tiefer aus.

Nur solide Gewinne führen zu Investitionen

Die Post ist darauf angewiesen, finanziell stabil aufgestellt zu sein, um die Grundversorgung sicherzustellen, das Kerngeschäft laufend weiterzuentwickeln und Wachstumsfelder erschliessen zu können. Um fit für die Zukunft zu sein, gehören jährliche Investitionen zwischen 400 und 500 Millionen Franken in die Modernisierung der Infrastruktur und Dienstleistungen ebenso dazu wie ein konsequentes Kostenmanagement und effiziente Abläufe.

Dies alles vor dem Hintergrund der drei zentralen Herausforderungen, mit denen die Post seit geraumer Zeit konfrontiert ist: abnehmende Briefvolumen, aufgrund des zunehmenden Wettbewerbs sinkende Margen im Logistikgeschäft sowie infolge des Verbots der selbständigen Kreditvergabe und der anhaltenden Tiefzinssituation.

Auskunft:
Oliver Flüeler, Medienstelle Post, 058 341 21 95, presse@post.ch

Kennzahlen Konzern

Einheit Jahr 2016 3. Quartal 2016 3. Quartal 2017
Betriebsertrag Mio. CHF 8 188 6 039 5 963
Betriebsergebnis (EBIT)[1] Mio. CHF 704 593 699
in % des Betriebsertrags % 8,6 9,8 11,7
Konzerngewinn Mio. CHF 558 466 516
Bilanzsumme Mio. CHF 126 609 128 943 126 838
Eigenkapital Mio. CHF 4 881 4 409 6 558
Geldfluss aus Investitionstätigkeit Mio. CHF -509 -434 -464
Personalbestand Konzern Post PE[2] 43 485 43 600 42 394
1 Das Betriebsergebnis entspricht dem Ergebnis vor nicht operativem Finanzerfolg und Steuern (EBIT).
2 PE = Personaleinheit. Durchschnittsbestand umgerechnet auf Vollzeitstellen, ohne Lernpersonal.

Kennzahlen PostFinance AG

Einheit Jahr 2016 3. Quartal 2016 3. Quartal 2017
Anzahl Kundinnen und Kunden Tausend 2 952 2 951 2 898
Anzahl Kundenkonten Tausend 4 845 4 850 4 815
Kundenvermögen Mio. CHF 119 436 120 381 118 810
Kundenvermögen in Partnerlösungen Mio. CHF 8 246 7 956 9 402
Hypotheken[1] Mio. CHF 5 361 5 243 5 588
Ausleihungen Geschäftskunden Mio. CHF 9 894 9 372 10 103
Nutzerinnen und Nutzer E-Finance Tausend 1 743 1 736 1 744
Personalbestand PE[2] 3 599 3 612 3 491
Verarbeitete Transaktionen Mio. 1 044 768 754
1 In Kooperation mit Partnerbanken.
2 PE = Personaleinheit. Durchschnittsbestand umgerechnet auf Vollzeitstellen. Bestand PostFinance Stammhaus.

Ausgewählte Kennzahlen Segmente

30.09.2017 Betriebsertrag
(Mio. CHF)
Betriebsergebnis
(Mio. CHF)[1]
Kommunikationsmarkt PostMail 2 076 244
Kommunikationsmarkt Swiss Post Solutions 402 21
Kommunikationsmarkt PostNetz 767 -130
Logistikmarkt PostLogistics 1 175 84
Finanzdienstleistungsmarkt PostFinance 1 599 533
Personenverkehrsmarkt PostAuto 697 31
30.09.2016 Betriebsertrag
(Mio. CHF)
Betriebsergebnis
(Mio. CHF)[1]
Kommunikationsmarkt PostMail 2 149 235
Kommunikationsmarkt Swiss Post Solutions 416 15
Kommunikationsmarkt PostNetz 828 -156
Logistikmarkt PostLogistics 1 144 73
Finanzdienstleistungsmarkt PostFinance 1 638 410
Personenverkehrsmarkt PostAuto 684 30
1 Das Betriebsergebnis entspricht dem Ergebnis vor nicht operativem Finanzerfolg und Steuern (EBIT).