Rete postale
Pilotprojekt in Zürich und Luzern: Post unterstützt Kundinnen und Kunden bei Lesen und Rechnen
Gemeinsam mit den Kantonen Zürich und Luzern testet die Post in ausgewählten Filialen ein neues Beratungsangebot, das Menschen mit Mühe im Lesen oder Rechnen niederschwellig unterstützt. Die Beratungsgespräche von rund zehn Minuten sind für die Interessierten kostenlos. Der Testbetrieb dauert bis Ende Jahr und wird an 20 Standorten angeboten.
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Gemäss Bundesamt für Statistik haben 844 000 Erwachsene in der Schweiz Mühe im Lesen, Rechnen und Problemlösen. Für diese Personen gibt es unter anderem in den Kantonen Zürich und Luzern niederschwellige Angebote wie die «Lernstuben» oder «LernLounges», die Unterstützung bieten. Oft ist auch die Post als vertrauter Ort für viele Personen eine erste Anlaufstelle. Mit ihrem flächendeckenden Filialnetz ist sie in allen Regionen präsent und nahe an den Menschen. Deshalb bündeln nun die Kantone Luzern und Zürich ihre Kräfte mit der Post.
Die Post als Brücke zu kantonalen Angeboten
Im Rahmen des Piloten prüfen die Post und die beiden Kantone, wie sie einen einfacheren Zugang zu den bereits bestehenden kantonalen Angeboten schaffen können. Die Mitarbeitenden der Post unterstützen Kundinnen und Kunden mit eingeschränkten Grundkompetenzen zum Beispiel dabei, persönliche Formulare auszufüllen, Dokumente zu verstehen oder eine Smartphone-App zu installieren. Bei den Beratungsgesprächen achten sie auf Diskretion, damit persönliche Anliegen vertraulich bleiben. Für die Beratungen wurden die Post-Mitarbeitenden zusätzlich durch Fachspezialistinnen und Fachspezialisten der Kantone und den Schweizer Dachverband Lesen und Schreiben geschult. Das Angebot in den Kantonen Zürich und Luzern wird von April bis Ende Dezember 2026 getestet.
Digitale und analoge Unterstützung unter einem Dach
Indem die Post ihre Filialen für Angebote wie diese öffnet, erweitert sie ihre Filialen zu regionalen Dienstleistungszentren und generiert so einen Mehrwert für die ganze Bevölkerung. Unabhängig des Pilotprojekts ermöglicht die Post in der ganzen Schweiz bereits Beratungen zu analogen sowie digitalen Anliegen, je nach Zeitaufwand für einen Preis zwischen 5 und 35 Franken. Die Post-Mitarbeitenden helfen den Kundinnen und Kunden Apps zu installieren, Twint und Behördenlogins einzurichten oder etwa Formulare auszufüllen.
Das kostenlose Angebot gibt es in den folgenden 20 Postfilialen:
- Kanton Luzern: Beromünster, Dagmersellen (Pilot bis Ende Mai), Eschholzmatt, Nebikon, Neuenkirch, Reiden, Rothenburg, Ruswil, Schüpfheim, Sempach, Sursee, Willisau, Wolhusen.
- Kanton Zürich: Bülach, Glattbrugg, Horgen 1, Kloten, Uster 1, Wetzikon 1, Winterthur 1.
Auskunft für Medienschaffende:
- Schweizerische Post: Medienstelle, Stefan Dauner, 058 341 00 00, media@post.ch
- Kanton Luzern: Patricia Buser, Leiterin Ressort Weiterbildung, Patricia.Buser@lu.ch, 041 228 79 47
- Kanton Zürich: Medienstelle Mittelschul- und Berufsbildungsamt, Dennis Malischke, 043 259 78 01, dennis.malischke@mba.zh.ch