Versandhandelsregelung Schweiz
Bestimmungen für ausländische Versandhändler mit Registrierungspflicht in der Schweiz

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Seit dem 1. Januar 2019 sind auch ausländische Versandhändler mehrwertsteuerpflichtig, die einen Jahresumsatz ab CHF 100‘000.00 aus Kleinsendungen (Steuerbetrag gleich CHF 5.00 oder weniger) an Kunden in der Schweiz erzielen. Welche Vorkehrungen Sie als betroffener Händler für den korrekten Versand von internationalen Postsendungen in die Schweiz treffen müssen, erfahren Sie auf der Internetseite der Eidgenössischen Steuerverwaltung. Zudem können Sie sich dort als steuerpflichtiges Unternehmen anmelden.

Das Wichtigste in Kurzform:

So funktioniert's

Häufige Fragen

Ausländische Versandhändler, die sich infolge der Versandhandelsregelung 2019 bei der Eidgenössischen Steuerverwaltung (ESTV) registriert haben und internationale Postsendungen in die Schweiz versenden, müssen sich zusätzlich auch bei der Schweizerischen Post registrieren.

Für den Versandhandel ist die Registrierung bei der Schweizerischen Post Bedingung, damit die korrekte Verzollung und Abrechnung der Sendungen gewährleistet werden kann. Zudem können Sie die elektronischen Veranlagungsverfügungen (eVV) für Ihre Sendungen in die Schweiz herunterladen.

Bei fehlender Registrierung wird die Einfuhrsteuer fälschlicherweise dem Empfänger verrechnet oder ggf. die Sendung retourniert.

Die Registrierung bei der Post im Rahmen der Versandhandelsregelung erfolgt in zwei Schritten:

  1. Anmeldung Kundenlogin Post
    Melden Sie sich auf www.post.ch unter «Login» als ausländischer Versandhändler bei der Schweizerischen Post an. Nach der Registrierung werden Ihre Kontaktdaten verifiziert.
  2. Melden Sie sich danach für die Kundenrechnung der Post CH AG an.
  3. Füllen Sie als ausländischer Versandhändler (Versandhandelsregelung 2019) das Onlineformular «Anmeldung Kundenrechnung Post» vollständig aus und übermitteln Sie uns die getätigten Angaben. Nach der Registrierung müssen Sie eine Garantiehinterlage leisten.

Damit Ihre Sendungen für den Versandhandel korrekt verarbeitet, verzollt und abgerechnet werden, müssen Sie diese nach bestimmten Vorgaben kennzeichnen. Bei unkorrekter Kennzeichnung wird die Einfuhrsteuer fälschlicherweise dem Empfänger verrechnet oder ggf. die Sendung retourniert.

Bringen Sie deshalb neben der Adressetikette auf jedem Paket die nachfolgend aufgeführten Dokumente und Etiketten an:

1.1 CN22/23-Deklaration nach Vorgabe UPU (Warenwertangabe exkl. Schweizer Mehrwertsteuer)
1.2 Mehrwertsteuerkonforme Rechnung mit Ausweis der Inlandsteuer oder eine Pro-forma-Rechnung

Diese muss die Mehrwertsteuernummer (UID-Nr.) des im MWST-Register eingetragenen Versandhändlers enthalten und ist zwingend in einer Dokumententasche aussen an der Sendung anzubringen.

1.3 Etikette zur Identifikation des Versenders: Sie enthält nur den Namen des ausländischen Versandhändlers sowie dessen Mehrwertsteuernummer (UID-Nr.).

Sie darf keine Adressdaten enthalten. Diese Etikette soll 5 cm in der Länge und 2 cm in der Höhe nicht unterschreiten.

Die Schweizerische Post kann keine Sammelsendungen erkennen und ist logistisch nicht in der Lage, einzelne Packstücke aus einer Sendung gemeinsam zu verarbeiten. Kennzeichnen Sie deshalb jedes einzelne Paket mit den oben aufgeführten Dokumenten und Etiketten.

Der Prozess für die Versandhandelsregelung Schweiz ist wie folgt:

  1. Die Sendung wird im Ausland von Ihnen aufbereitet, und die nachfolgend aufgeführten Dokumente und Etiketten werden angefügt:
  2. 1.1. CN22/23-Deklaration

    1.2. Rechnung oder Pro-forma-Rechnung (mit Angabe Mehrwertsteuernummer (UID-Nr.) des im MWST-Register eingetragenen Versandhändlers)

    1.3. Etikette zur Identifikation des ausländischen Versandhändlers

Für ausländische Versandhändler im Schweizer Versandhandel wird empfohlen, bei der Eidgenössischen Zollverwaltung (EZV) ein ZAZ-Konto für die automatisierte Verrechnung der Einfuhrsteuer zu beantragen.

Falls Sie über ein ZAZ-Konto verfügen, geben Sie dies bei der Registrierung bei «Kundenrechnung der Post CH AG» auf dem Onlineformular unbedingt an. In diesem Fall erfolgt die Verrechnung der schweizerischen Einfuhrsteuer direkt durch die Eidgenössische Zollverwaltung auf Ihr ZAZ-Konto. Bei einem eigenen ZAZ-Konto müssen Sie die Veranlagungsverfügungen bei der Eidgenössischen Zollverwaltung abholen.

Falls Ihr ZAZ-Konto für die schweizerische Zollabfertigung von der Eidgenössischen Zollverwaltung gesperrt wurde, erfolgt die Zollabfertigung unter Verwendung des ZAZ-Kontos der Schweizerischen Post. Falls Sie nicht im Besitz eines ZAZ-Kontos sind wird die Einfuhrsteuer von der Schweizerischen Post in Rechnung gestellt. Für die Vorlage der Einfuhrsteuer wird eine Gebühr von 2% des Einfuhrsteuerbetrages erhoben.

Die physische Rechnungsstellung der Einfuhrsteuer erfolgt alle zwei Wochen und die Zahlungsfrist beträgt zehn Tage. Eine elektronische Rechnungsstellung ist grundsätzlich möglich. Kontaktieren Sie hierzu bitte bei Bedarf unser Servicecenter Finanzen per E-Mail: debiscf@post.ch

Die Veranlagungsverfügungen können unter www.post.ch/evv-vh heruntergeladen werden (Anleitung vorhanden). Bei einem eigenen ZAZ-Konto müssen Sie das Bordereau der Abgaben und die Veranlagungsverfügungen bei der Eidgenössischen Zollverwaltung abholen.

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