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Wandern im Maggiatal mit Kindern

Von Maggia nach Someo durch die spektakulären Auenlandschaften im Talboden der Maggia – Elena von «Family First Switzerland» hat unsere «Someo»-Wanderung getestet und ist begeistert.

Elena Habicher / Gastautorin

Beim Wandern mit Kindern bringt jedes Alter seine eigenen Herausforderungen und Schwierigkeiten mit sich. Früher oder später bricht eines der Kinder in Tränen aus, aber das geht schnell vorbei, wenn man eine kindergerechte Route gewählt hat. Letztes Jahr hatten wir uns für eine Wanderung durch das Diemtigtal aus der Broschüre «Wandererlebnisse für Familien» entschieden und es war ein grossartiges Erlebnis. Hier der Link zu unserem Artikel. Dieses Jahr haben wir uns aus acht familienfreundlichen Wanderungen in der Schweiz ein – meiner Meinung nach – absolut wundervolles Ziel ausgesucht: das magische Maggiatal!

Das Maggiatal ist ein einzigartiges Alpental im Kanton Tessin, durch das der Fluss Maggia fliesst. Wir fuhren mit dem Auto von Zürich ins Dorf Maggia, von wo aus wir am Fluss entlang nach Someo wanderten. Entschlossen, die gesamte Route abzulaufen und den Rückweg durch die Dörfer zu nehmen, machten wir uns auf den Weg. Aber die Wanderung mit angegebenen 2,5 Stunden dauerte mindestens 2 Stunden länger als erwartet. Unsere zweieinhalbjährige Tochter war sehr aufgeregt und wollte unbedingt selbst laufen. Sie mühte sich also den Pfad hinauf, so schnell sie ihre kurzen Beine tragen konnten, was trotzdem unerträglich langsam war. Manchmal gelang es uns, sie in die Babytrage zu verfrachten (der Weg eignet sich nicht für Kinderwagen). Sonst schlug sie sich sehr tapfer und fast ohne Tränen. Als wir Someo erreichten, liefen wir noch den halben Weg, um eine Rast am Wasserfall Casscata di Giumaglio einzulegen. Danach nahmen wir den Bus zurück nach Maggia.

Am besten gefiel uns an der Wanderung, dass sie so abwechslungsreich ist. Wir wanderten auf losen Steinen und kleinen Felsvorsprüngen, auf weichem Sand und grünem Gras, durch einen Märchenwald und romantische Rustico-Dörfer. Auch der Lehrpfad «Il Fiume Maggia» mit Informationen zur Region, zum Wald von Someo und zu den lokalen Pflanzen und Tieren gefiel uns sehr. Es war ein 30 °C heisser Sommertag, aber wir spürten die Hitze nicht, weil fast der ganze Weg im kühlen Schatten der Bäume verläuft. Die Landschaft ist immer wieder anders, und mit jedem Schritt waren wir gespannt darauf, was es als nächstes zu sehen und zu erleben geben würde. Unsere siebenjährige Tochter sagte: «Mama, das ist die beste Wanderung, die wir je gemacht haben!»

Der Höhepunkt war für uns alle natürlich das Schwimmen im Fluss. Das Wasser war wunderbar: kühl, aber nicht kalt, ruhig fliessend mit schwacher Strömung. Es war toll, und selbst mit unserer Kleinen konnten wir dort sicher schwimmen. Es war ein so einzigartiges Erlebnis. Wir konnten die unzähligen Steine entlang der Maggia, die Berge und den Wald, den Wasserfall und das Dorf bewundern, das grün und friedlich im Licht des späten Nachmittags lag.

Es war ein fantastischer Tag. Für unsere Siebenjährige war es die bisher längste Wanderung gewesen, und den grössten Teil davon fand sie super. Der Kleinen ging es genauso. Ich weiss nicht mehr, wann ich das letzte Mal in der magischen Stunde vor Sonnenuntergang in der Natur unterwegs gewesen bin, geschweige denn mit meinem Mann und unseren Töchtern.

Copyright: Elena Habicher

Seit 2016 betreibt Elena Family First Switzerland – ein Portal für Familien und Kinder in der Schweiz und lässt uns auf Instagram an ihrem Familienleben teilnehmen. Ihre Kinder und ihr Ehemann stehen für sie immer an erster Stelle.

verfasst von

Elena Habicher / Gastautorin