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Keine generellen Preisanpassungen bei Paketen und Briefen

Die Post verzichtet 2021 auf generelle Preisanpassungen bei den Listenpreisen im Massengeschäft der Pakete und Briefe und verschiebt diese auf die Folgejahre.

Gabriel Ehrbar

Die Schweizer Wirtschaft erlebt seit dem Corona-Lockdown im März schwierige Zeiten. Die Post nimmt ihre Verantwortung als verlässliche Partnerin wahr und verzichtet 2021 bei den Listenpreisen auf Preisanpassungen im Massengeschäft der Pakete und Briefe. Sie folgt damit den bereits angekündigten Erleichterungen, wie etwa den Mietzinsreduktionen für Geschäfte in Postimmobilien oder den vom Bundesrat vorübergehend bewilligten Covid-19-Überbrückungskrediten von PostFinance.

Ausserdem setzt die Post die mit dem Preisüberwacher nur auf ein Jahr beschränkte Rabattierung von online adressierten Paketen freiwillig um ein Jahr fort: Kundinnen und Kunden erhalten so auch im 2021 für online erfasste Pakete mit einem Gewicht bis 10 Kilogramm einen Rabatt von 1.50 Franken pro Paket. Pakete bis zu einem Gewicht von 30 Kilogramm erhalten einen Online-Rabatt von CHF 3.00.

Der Markt wie auch die eigene wirtschaftliche Situation der Post machen Preisanpassungen bei den Paket- und Briefdienstleistungen in den kommenden Jahren indes erforderlich. Die Qualitätsansprüche und Grundversorgungsabdeckung bleiben unverändert hoch, und damit die strukturellen Kosten der Dienstleistungen. Briefe und die Geschäfte am Schalter sind seit Jahren rückläufig und Niedrigzinse bei PostFinance sorgen dafür, dass die Betriebsergebnisse der Post in den letzten Jahren stetig kleiner geworden sind. Insbesondere bei der Briefpost sind aufgrund der Digitalisierung der Kommunikationskanäle die Mengen über Jahre geschrumpft – dies bei unveränderten Preisen bei A- und B-Post seit 16 Jahren.

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Gabriel Ehrbar