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Paketmengen 2020 – Siebter Rekord in Folge

So viele Pakete wie im vergangenen Jahr verarbeitete die Post in ihrer 170-jährigen Geschichte noch nie, nämlich über 182,7 Millionen. Während die Briefmengen abnehmen, steigen die Kleinwarensendungen aus Europa.

Carmen Fusco

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Ein turbulentes und in vielerlei Hinsicht besonderes Jahr fand vor zwei Wochen seinen Ausklang. Die Bilanz: Über 182,7 Millionen Pakete hat die Post sortiert und zugestellt – 23,3 Prozent mehr als im Vorjahr und der siebte Rekord in Folge. Einen Allzeit-Monatsrekord gab es mit 23,1 Millionen Paketen im Dezember. Spitzentag war der 15. Dezember 2020. Allein an diesem Tag hat die Post 1,3 Millionen Pakete verarbeitet. Die im Jahr 2020 erst recht wachsenden Paketmengen sind einerseits das Resultat des boomenden Online-Handels und andererseits des wegen der Corona-Pandemie geänderten Konsumverhaltens.

Weniger Briefe – mehr Kleinwaren aus Europa

Im Gegensatz zu den Paketmengen sind die Briefmengen seit Jahren rückläufig. Mit 1,7 Milliarden liegt die Menge der adressierten Briefe um 5,6 Prozent tiefer als im Vorjahr. Die Kleinwarensendungen aus Asien sind im vergangenen Jahr leicht zurückgegangen. Demgegenüber sind diejenigen aus Europa angestiegen. Um Synergien zu nutzen, erweitert die Post ihre Zustelldienste und investiert in zusätzliche Dienstleistungen: Nebst dem Abholen von Recyclinggütern und dem Liefern von frischer Ware sollen die Dienstleistungen auf der «Letzten Meile» erweitert werden.

Auch in schwierigen Zeiten zuverlässig und pünktlich

Die Bedürfnisse und das Konsumverhalten der Schweizerinnen und Schweizer haben sich im Jahr 2020 stark verändert – aufgrund der Corona-Pandemie waren die Menschen angehalten, zu Hause zu bleiben. Das hat dazu geführt, dass die ohnehin kontinuierlich wachsenden Paketmengen teilweise fast explosionsartig angestiegen sind. Dies stellte die Post und ihre Mitarbeitenden vor grosse Herausforderungen: Um die Gesundheit der Mitarbeitenden zu schützen, mussten Mindestabstände eingehalten, Abschrankungen in den Zentren aufgestellt und stets Masken getragen werden. Mitarbeitende mit Symptomen mussten zu Hause bleiben. Die Postmitarbeitenden zeigten auch unter diesen erschwerten Bedingungen einen unermüdlichen Einsatz. Dieter Bambauer, Leiter PostLogistics bis Ende 2020, hält in einem Interview fest: «Ob in der Sortierung, in der Zustellung oder im Management – die Begeisterung unserer Mitarbeitenden ist greifbar. Gerade, was sie in diesem Jahr während der Corona-Pandemie für die Schweiz geleistet haben, verdient höchsten Respekt.»

verfasst von

Carmen Fusco