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Post: erfolgreiches erstes Jahr mit der neuen Strategie

Die Schweizerische Post hat sich rascher als erwartet von den finanziellen Auswirkungen der Corona-Pandemie erholt. Sie hat im Jahr 2021 einen Konzerngewinn von 457 Millionen Franken erwirtschaftet. Das sind 279 Millionen Franken mehr als im Vorjahr.

Fredy Gasser

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Hauptsitz der Post in Bern.

Mit dem Jahr 2021 – und damit mitten in den schwierigen Zeiten der Pandemie – ist die Schweizerische Post in eine neue, vierjährige Strategieperiode gestartet. Erste Meilensteine der neuen Strategie hat die Post bereits erfolgreich umgesetzt: Sie hat grosse organisatorische Anpassungen vorgenommen, insbesondere durch die Zusammenlegung der Brief- und Paketbereiche. Die Post hat zudem ihr Netz an eigenen Filialen bei rund 800 stabilisiert und für erste Drittanbieter geöffnet. Und sie hat ihre digitalen Angebote weiterentwickelt und gestärkt.

Die Paketmengen waren enorm, die Arbeitsbelastung gross, ob in den Postfilialen, in den Brief- und vor allem Paketzentren oder am Steuer der Postautos: 2021 war auch für die Post ein anspruchsvolles Jahr.

Doch die Post erzielte trotz Corona-Pandemie und deren Auswirkungen ein gutes Jahresergebnis

  • Der Betriebsertrag beträgt 6877 Millionen Franken und liegt damit 329 Millionen Franken über dem Vorjahr.
  • Das Betriebsergebnis (EBIT) liegt mit 515 Millionen Franken um 257 Millionen Franken über jenem des Vorjahres.
  • Der Konzerngewinn beläuft sich 2021 auf 457 Millionen Franken. Das sind 279 Millionen Franken mehr als im ersten Pandemiejahr 2020.

«Bestärkung auf unserem Weg»

Entsprechend zufrieden mit dem Jahresergebnis 2021 als erstem der neuen Poststrategie zeigt sich der Konzernleiter der Post, Roberto Cirillo: «Mit dem ersten Jahr der Strategie ‹Post von morgen› bin ich sehr zufrieden. Wir haben die Logistik für Pakete und Briefe erfolgreich zusammengefasst, wichtige digitale Kompetenzen für KMU, Behörden und das Gesundheitswesen erworben und ausgebaut, nicht ideal passende Unternehmensteile verkauft, das Versprechen eingelöst, die Zahl unserer Filialen bei rund 800 zu stabilisieren, und wir wurden schliesslich zum fünften Mal zur besten Post der Welt gekürt. Das gute finanzielle Ergebnis ist eine weitere schöne Bestärkung auf unserem Weg.» Das finanzielle Ergebnis der Post im Jahr 2021 sei deutlich besser ausgefallen, als man noch zu Beginn des Jahres erhoffen durfte. «Dies, weil sich die Post schneller als erwartet von den finanziellen Auswirkungen der Corona-Pandemie erholt hat.» Die Post wird auch dieses Jahr eine Dividende von 50 Millionen Franken an ihren Eigner, den Bund, auszahlen.

Foto von Christian Levrat, Verwaltungsratspräsident

«Das clevere Schweizer Modell»

Auch der neue Verwaltungsratspräsident der Post, Christian Levrat, freut sich, dass die Post in diesem ersten Jahr der neuen Strategieperiode die finanziellen Resultate klar verbessern konnte und damit solider dasteht als noch vor der Pandemie. «Die Post bildet das Fundament für den Service public der Zukunft», betont er. «Das clevere Schweizer Modell einer hochqualitativen, kundenorientierten und modernen Infrastruktur im Staatsbesitz, die dann noch eigenfinanziert ist, darf durch extreme Veränderungen nicht gefährdet werden. Vielmehr muss es besonnen weiterentwickelt werden.» Levrat, seit Dezember 2021 Verwaltungsratspräsident der Post, betont: «Die Schweizer Wirtschaft braucht eine herausragende Infrastruktur, um ihren globalen Erfolgskurs fortführen zu können. Die Post wird dies ermöglichen, indem sie digitaler und noch besser an den internationalen Onlinehandel angebunden wird. Die eingeschlagene Strategie ist dafür der richtige Weg. Und sie war für mich ein wichtiger Grund, warum ich das Amt des Postpräsidenten mit Überzeugung angenommen habe.»

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verfasst von

Fredy Gasser