Mood auf E-Food

E-Food? Das ist für mich viel mehr als nur Lebensmittel online bestellen und liefern lassen. Als erste E-Food-Markt- und Produktentwicklerin bei der Post entdecke ich immer wieder neue Aspekte, Horizonte und Möglichkeiten.

Emilija Damjanovic
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Mein Name ist Emilija Damjanovic, ich bin 27 Jahre alt und komme aus Bern. Ich arbeite seit bald elf Jahren bei der Schweizerischen Post und ich bin seit 2018 als Markt- und Produktentwicklerin im Bereich E-Food tätig. Als jüngste im Team durfte ich die jüngste Branche in der Geschäftsentwicklung bei PostLogistics bearbeiten – die Branche E-Food.

Was mir persönlich wichtig ist, sind Ernährung und Sport. In meiner Freizeit bin ich oft mit unserem Hund in der Natur unterwegs, auf dem Bike, im Gym oder am Beachvolleyball- und Basketball spielen. Als ehemalige Leistungssportlerin im Volleyball ist mir eine gesunde und ausgewogene Ernährung wichtig. Dank meinem personalisierten Trainings- und Ernährungsplan von Team Hediger bemerke ich grosse körperliche sowie geistige Fortschritte und lebe einen gesunden Lifestyle.

Auch beruflich setze ich mich seit zwei Jahren mit Lebensmitteln auseinander. Ich entwickle Geschäftsmodelle für die Lebensmittelbranche weiter. Was mich zurzeit am meisten beschäftigt und zu den grössten Herausforderungen gehört, sind sowohl die temperaturgeführten Verpackungs- und Logistiklösungen als auch Isolationssysteme für Lebensmittel.

Obwohl E-Food in der Schweiz noch in den Kinderschuhen steckt, erkenne ich konkrete Marktbedürfnisse und sehe grosses Potenzial – sei es für Grossverteiler oder kleinere Unternehmen wie Käsereien, Metzgereien oder Bauern. Das Bedürfnis, bestehende E-Food Plattformen und Services weiterzuentwickeln oder neue Geschäftsmodelle zu konzipieren, wird immer wie grösser.

Meine Aufgabe ist es, Trends im Markt zu verfolgen, Lebensmittelregulationen zu kennen, Kundenbedürfnisse einzusammeln, Verpackungslieferanten zu untersuchen und nachhaltige Lösungen für unsere Kunden und den Markt zu entwickeln. Dazu habe ich Studien über die Entwicklung von E-Food, Geschäftsmodelle im In- und Ausland und über die Bedürfnisse der Privat- und Geschäftsempfängerkunden geschrieben. Ich war in den letzten zwei Jahren sehr viel unterwegs und konnte Interviews führen und Kenntnisse im In- und Ausland sammeln.

Im Sommer 2019 durfte ich ins Silicon Valley (USA) reisen, um den E-Food-Markt unter die Lupe zu nehmen. Mein Auftrag war es, E-Food-Geschäftsmodelle sowie auch Verpackungs- und Logistiklösungen zu identifizieren, Technologien und Trends zu analysieren und internationale Kontakte zu knüpfen.

Obwohl die Marktbedürfnisse und Regulationen in den Staaten und in China, den grossen E-Food-Playern, teils anders sind als in der Schweiz, können wir viel von ihnen lernen. Dies beginnt bereits bei der Umsetzung von Projekten. Wir sind eher vorsichtig und sichern uns lieber mehrmals gesetzlich und finanziell ab, bevor wir ein Geschäftsmodell starten. Die Amerikaner leben nach dem Motto «die Konkurrenz schläft nicht». Sie riskieren viel mehr und sind dadurch schneller. Autonome Fahrzeuge auf der Strasse, die selbstständig Lebensmittel ausliefern, gehören im Silicon Valley zum Alltag.

Ich sehe viel Potenzial in branchenspezifischen Lösungen und im Preisangebot. Der Warenwert von Lebensmitteln ist eher tief, was zu tieferen Margen und einer niedrigeren Zahlungsbereitschaft für Logistik- und Verpackungslösungen führt. Es ist schwer, alle Herausforderungen wie etwa nachhaltige lebensmitteltaugliche Mehrweggebinde, die modular und Zonen-temperaturgeführt aufgebaut sind und über x Stunden die Temperatur einhalten, zu einem angemessenen Preis zu entwickeln. Aber es ist möglich. Und es ist auch möglich, Zero Waste zu produzieren.

Aktuell entwickle ich E-Food Geschäftsmodelle für Homeoffice-Mitarbeitende. Dieser Case ist skalierbar für weitere Kundensegmente wie Senioren und Blinde, die mobil eingeschränkt und auf Hilfe angewiesen sind, aber auch, um Baustellenarbeiter mit warmen, gesunden Menüs zu beliefern.

Was mir persönlich sehr am Herzen liegt, ist, den saisonalen und regionalen Einkauf –  ob vor Ort oder online – zu fördern und nachhaltige Konzepte gegen Foodwaste zu entwickeln.

Für weitere Informationen zu unseren laufenden E-Food Projekten dürfen Sie mich gerne kontaktieren.

verfasst von

Emilija Damjanovic