FAQ Import: Zoll und MWST
Antworten auf häufige Fragen zu wichtigen Importthemen

Häufige allgemeine Fragen

Jede Sendung aus dem Ausland ist grundsätzlich zoll- und MWST-pflichtig. Als Empfänger einer Sendung aus dem Ausland zahlen Sie allenfalls MWST auf den Warenwert und Zollabgaben auf das Bruttogewicht. Je nach Ware, können noch andere Gebühren anfallen. Diese Kosten sind jedoch nicht mit den Beförderungstaxen zu verwechseln, die der Absender bei der Aufgabe der Sendung bezahlt.

Generell sind alle Sendungen anmeldepflichtig. Ausgenommen sind: 

  • Postkarten 
  • Briefe, die ausschliesslich persönliche oder geschäftliche Mitteilungen enthalten

Jede Sendung aus dem Ausland ist grundsätzlich zoll- und MWST-pflichtig.

Es besteht keine spezielle Wertfreigrenze wie im Reiseverkehr, sondern nur eine Abgabenfreigrenze. Demnach werden keine Zoll- und Mehrwertsteuerbeträge erhoben, wenn der errechnete Betrag geringer als CHF 5.00 pro Zolldeklaration ist, wobei Zoll- und Mehrwertsteuerabgaben separat zu betrachten sind. Des Weiteren sind Geschenksendungen von Privatpersonen, die im Ausland wohnhaft sind, an Privatpersonen in der Schweiz bis zu einem Warenwert von CHF 100.00 abgabefrei. Im Internet ersteigerte Waren erfüllen diese Bedingungen nicht. Sie sind nach den allgemeinen Vorschriften abgabepflichtig.

Die Warenwertobergrenze (inkl. Transportkosten) für eine mehrwertsteuerbefreite Einfuhr liegt bei:

  • 7,7% MWST (gilt für den Grossteil aller Sendungen) => CHF 65.00 
  • 2,5% MWST (spezielle Waren wie z.B. Bücher) => CHF 200.00

Die Postverzollung der Schweiz blockiert falsch oder ungenügend deklarierte Importsendungen. Als Empfänger werden Sie mit einem Benachrichtigungsschreiben aufgefordert, die fehlenden Angaben nachzuliefern. Bei der Zustellung können Sie anschliessend zwischen den zwei folgenden Möglichkeiten wählen: 

  1. Sie liefern der Postverzollung die benötigten Angaben, lösen somit die Sendung aus und bezahlen die zusätzlichen Bearbeitungsgebühren bei der Zustellung der Sendung an Ihrem Domizil. 
  2. Sie wollen für den Fehler des Absenders nicht bezahlen und verweigern demnach die Zustellung. Die Postverzollung sendet die Sendung dem Absender wieder zurück.

Weitere Details zu den entstehenden Gebühren sind unter Abgaben, Gebühren/Zuschläge (Besichtigung, Wertabklärungen und Lagerung) zu finden.

Die Post kennt keine Sammelsendungen und ist auch logistisch nicht in der Lage, Pakete aus einer Sammelsendung nacheinander zu verarbeiten und entsprechend zu erkennen. Darum ist der Absender angewiesen, jedem Paket eine korrekte Handelsrechnung beizufügen, in der er den exakten Wert des Paketes angibt. 

Sofern die Postverzollung erkennt, dass es sich bei einer Sendung um eine Sammelsendung handelt, passt sie den Warenwert entsprechend an, z.B. mit dem Vermerk «1 von 5 Paketen». Dabei sind aber fünf Verzollungen notwendig, die einzeln verrechnet werden.

Falls die Sendung nicht als Sammelsendung erkannt wurde, kann die Post bei der Eidgenössiche Zollverwaltung (EZV) einen Korrekturantrag stellen um die Differenz der zu viel bezahlten MWST rückzufordern. Entscheidend ist, dass die Anzahl der Packstücke auf der Handelsrechnung, oder auf dem Paket ersichtlich ist.

Von diesem Angebot profitieren nur juristische Personen, die mit der Post eine Rechnungsbeziehung unterhalten. Damit die Belastung einer Einfuhrabgabe über die Monatsrechnung erfolgen kann, müssen Sie sich bei der Post registrieren.

Die Registrierung erfolgt unter www.post.ch/import.

Auf der Internetseite www.post.ch/import können Sie auch Ihr ZAZ-Konto Zoll oder Ihr ZAZ-Konto MWST angeben. Einfuhrzölle und MWST belasten wir den jeweiligen Konten; die Verzollungsgebühren verrechnen wir über Ihre Monatsrechnung der Post.

Die Post erhebt den Zuschlag, wenn sie

  • eine Sendung wegen fehlender, unglaubwürdig oder unvollständig ausgefüllter Zolldokumente nicht verzollen kann und daher öffnen muss;
  • eine Sendung wegen fehlender oder unvollständig ausgefüllter Zolldokumente oder aufgrund des Inhalts zwischenlagern muss, bis die fehlenden Informationen oder Entscheide des Empfängers oder der Zollbehörden für die Verzollung eingegangen sind.

Der Zuschlag für die Besichtigung, Wertabklärung und Lagerung wird nur einmal pro Sendung erhoben; er beträgt CHF 13.00 exkl. MWST. Auf Abgabefreie Sendungen wird kein Zuschlag erhoben. 

Weisen Sie Ihren Versender darauf hin, dass er die Postsendung ausreichend zu deklarieren hat. Er muss auf der Sendung den Sendungsinhalt und eine Warenwertangabe für die Verzollung (entweder in Form einer Zolldeklaration CN22/CN23 oder einer Handelsrechnung) anbringen. Diese Zolldokumente müssen aussen an der Sendung angebracht sein.

Melden Sie sich beim Dienstleister, der Ihre Sendung verzollt hat. Bei der Post hilft Ihnen der Kundendienst Postverzollung weiter. Bitte beachten Sie hierbei die durch die Eidgenössische Zollverwaltung (EZV) vorgegebenen Fristen für Einsprachen (nach Art. 34 oder 116 des Zollgesetzes). 

  • 60 Tage ab Ausstellungsdatum der Veranlagungsverfügung für Verfahrenswechsel, Adresskorrekturen, Korrektur der Zollabgaben und damit in Zusammenhang stehenden Zolltarifnummern oder Ursprungsnachweisen.
  • 5 Jahre ab Ende des Kalenderjahres, in dem die Veranlagungsverfügung erlassen wurde bei Anliegen betreffend der Festsetzung der MWST wie z.B. zu hoher Warenwert oder falscher MWST-Ansatz.

Die Beschwerde muss innerhalb der oben aufgeführten Frist erfolgen. Beschwerden ausserhalb dieser Fristen können nicht mehr behandelt werden (Nichteintretensverfügung). Weiterführende Informationen können unter https://www.ezv.admin.ch/ gefunden werden.

Häufige Fragen zum Thema Zollabgaben

Bei Sendungen von einer Privatperson an eine andere Privatperson ist keine Verzollung erforderlich, wenn die Sendung 

  • zu persönlichem/privatem Gebrauch bestimmt ist; 
  • einen Warenwert von bis zu CHF 100.00 hat; 
  • als Geschenk deklariert oder deren Geschenkcharakter offensichtlich ist.

In folgenden Ausnahmefällen ist in jedem Fall eine Verzollung nötig: 

  • Tabakfabrikate 
  • Alkoholische Getränke

Der Verzollungspreis hängt von der Herkunft und vom Warenwert der Sendung ab. Für Sendungen aus Deutschland, Frankreich, Österreich und Italien beträgt die Grundgebühr CHF 11.50, für Sendungen aus allen anderen Ländern CHF 16.00. Dazu kommt ein Zuschlag von 3% des deklarierten Warenwerts (ohne Importabgaben und Zollabfertigung).

Beispiele:

Ein Paket aus Frankreich hat einen Wert von CHF 100.00:

Grundgebühr: CHF 11.50
Zuschlag: CHF 3.00 (entspricht 3% des deklarierten Warenwerts)
Verzollungspreis: CHF 14.50

Ein Paket aus den USA hat einen Wert von CHF 300.00:

Grundgebühr: CHF 16.00
Zuschlag: CHF 9.00 (entspricht 3% des deklarierten Warenwerts)
Verzollungspreis: CHF 25.00

Der variable Bestandteil des Verzollungspreises von 3% des Warenwerts wird auf der Grundlage des Warenwerts erhoben, der auf der Handelsrechnung oder anderen Zollformularen deklariert ist.

Die Post hat mit der Eidgenössischen Preisüberwachung einvernehmlich ein einfaches Preismodell vereinbart, das möglichst vielen Kunden (insbesondere Privatkunden) attraktive Verzollungspreise ermöglicht. Darüber hinaus soll es sicherstellen, dass die Verzollungspreise aufwandbezogen und risikogerecht sind.

Dieses Modell hat zur Folge, dass für Sendungen, die in der Regel zolltechnisch aufwendiger zu verarbeiten sind, ein höherer Grundpreis anfällt. Sendungen aus Nachbarländern, die weit mehr als die Hälfte aller Importsendungen ausmachen und daher üblicherweise zolltechnisch einfacher zu handhaben sind, haben im Vergleich einen tieferen Grundpreis.

Der Warenwertzuschlag von 3% erlaubt es der Post, vom Warenwert abhängige Verzollungspreise anzubieten.

Der Zuschlag in Höhe von CHF 13.00 wird erhoben, wenn die Einfuhr einer Ware einem nichtzollrechtlichen Erlass (NZE) unterliegt, z.B. für Edelmetalle, CITES, oder einer Zusatzabgabe (Alkohol, Tabak).

Für Antworten auf weitere Fragen zu Verzollungen von Postsendungen aller Art kontaktieren Sie uns bitte unter der Telefonnummer 0848 639 639.

Ja, für Warensendungen, welche wegen Annahmeverweigerung, Rückgängigmachung des Verkaufes, Rücksendungen wegen Nichtgefallens, Beschädigung oder Mängel an den Absender zurückgeschickt werden. Dies gilt nicht für Sendungen, bei welchen von Beginn an klar war, dass sie nur temporär in die Schweiz eingeführt werden.

Detaillierte Informationen finden Sie hier.

Häufige Fragen zum Thema MWST

Der Wert errechnet sich aus mehreren Positionen: Beispiel für eine Sendung aus Deutschland (alle Beträge in CHF):
Rechnungsbetrag 123.50[1]
– ausländische MWST – 23.50
– Rabatt
– Skonto
– Pfand auf Verpackung
+ Gutschriften
+ Provisionen
+ Lizenzrechte
+ Transportkosten + 15.00
+ Importabgaben, evtl. Zollabgaben, GTU, EMK
+ Zollabfertigung + 14.95
= Mehrwertsteuerwert der Sendung = 129.95, abgerundet auf 129.00
1  Die Umrechnung des Rechnungsbetrags von einer Fremdwährung in CHF erfolgt anhand von Wechselkursen, die vom Zoll vorgegeben sind und täglich aktualisiert werden (immer auf Grundlage der Devisenkurse des Vortages).

Wenn Sie die Zolldeklaration vornehmen, haben Sie folgende Möglichkeiten, die Transportkosten zu bestimmen: 

  • Wenn die Transportkosten auf den Begleitpapieren ausgewiesen sind, werden sie bei der Berechnung des Warenwerts einbezogen. 
  • Sind auf den Begleitpapieren keine Transportkosten erkennbar, bestimmen Sie die Transportkosten anhand des Briefmarkenwerts. 
  • Bei Geschenksendungen von Privatpersonen an Privatpersonen bis zu einem Wert von CHF 100 sind die Transportkosten nicht in den Mehrwertsteuerwert einzubeziehen.
  • Sind die Transportkosten auf den Begleitpapieren als Bestandteil des Warenwerts ausgewiesen, werden keine zusätzlichen Transportkosten in den Mehrwertsteuerwert einbezogen.

Seit dem 1. Januar 2018 gelten folgende Mehrwertsteuersätze:

Art MWST-Satz
Normalsatz auf steuerbare Lieferungen und Dienstleistungen 7,7%
Reduzierter Satz auf steuerbare Lieferungen und Dienstleistungen (z.B. Bücher) 2,5%

Generell sind sämtliche Dienstleistungen MWST-pflichtig, die im Zusammenhang mit einer Importsendung stehen, unabhängig davon, ob es sich um den Transport oder die Verzollung handelt. Sämtliche Dienstleistungen, die vor und während der effektiven Verzollung erbracht werden, sind gemäss Zollbestimmungen im MWST-Wert mit einzuberechnen und demnach zu versteuern (wie z.B. die Verzollung selbst; vgl. auch Mehrwertsteuergesetz, Art. 52). Dienstleistungen, die während der Verzollung anfallen und nicht vorhersehbar sind, werden auf der Rechnung von der Post mit 7,7% versteuert.

Es sind zwei Fälle zu unterscheiden:

  • Handelt es sich beim Empfänger um ein Unternehmen, das vom Vorsteuerabzug Gebrauch machen kann, ist eine Rückerstattung der doppelt bezahlten MWST nicht möglich. Das Unternehmen kann sie im Rahmen der Vorsteuerabrechnung geltend machen (Artikel 80, Absatz 2 des BG über die MWST). Dieses Recht steht dem Empfänger zu, wenn er die eingeführten Gegenstände für einen geschäftlich begründeten Zweck verwendet (Artikel 38, Absatz 1c, Absatz 2 und Absatz 7c MWST).
    Da die Verzollungsdienstleistung zweimal erfolgte, ist diese auch zweimal geschuldet. Beide Rechnungen sind demzufolge vollumfänglich zu bezahlen. 
  • Handelt es sich beim Empfänger um eine Privatperson, muss diese gegenüber der Zollbehörde nachweisen, dass eine Einfuhr, eine nachfolgende Ausfuhr und eine erneute Einfuhr vorliegen. Der Beweis besteht aus entsprechenden Importzollausweisen und dem Beleg der Ausfuhr (Ausfuhrzollausweis, Frachtbrief mit konkreten Inhaltsangaben oder Ähnliches). Mit diesen Beweisen ist es möglich, die MWST zurückzufordern. Bitte stellen Sie sämtliche Unterlagen (Einfuhrbelege, Ausfuhrbelege und die Belege der Wiedereinfuhr) der Post mit einem entsprechenden Vermerk zu. 

Beim aktivem Reparaturverkehr, also bei Waren, die Sie in die Schweiz einführen, um sie hier zu reparieren, gelten folgende Regeln: 

  • Zur Reparatur eingeführte Waren schweizerischen Ursprungs können abgabefrei abgefertigt werden, sofern der MWST-Wert nicht über CHF 1'298.00 liegt. 
  • Zur Reparatur eingeführte Waren ausländischen Ursprungs sind normal zu verzollen oder mit Freipass abzufertigen. 
  • Die MWST können Sie nach der Wiederausfuhr zurückfordern oder im Vorsteuerabzug geltend machen (gebührenpflichtig). 

Beim passiven Reparaturverkehr wurden die Waren im Ausland repariert und kommen in die Schweiz zurück. Die MWST fällt dabei nur auf das Neumaterial und die Lohnkosten an. Die Handelsrechnung muss diese beiden Punkte aber klar ausweisen.

Ja, für Warensendungen, welche wegen Annahmeverweigerung, Rückgängigmachung des Verkaufes, Rücksendungen wegen Nichtgefallens, Beschädigung oder Mängel an den Absender zurückgeschickt werden. Dies gilt nicht für Sendungen, bei welchen von Beginn an klar war, dass sie nur temporär in die Schweiz eingeführt werden.

Detaillierte Informationen finden Sie hier.

Diverse Fragen zu Edelmetallkontrolle, Briefmarkenwerten usw.

Die Gebühren für EMK, CITES, Pflanzenschutz und GTU werden erhoben, wenn die dafür zuständigen Kontrollstellen die Waren überprüfen und demzufolge abgabepflichtig werden.

Der Zuschlag für zusätzliche Zolltarifnummern fällt an, wenn eine Sendung mehr als fünf Zolltarifnummern umfasst. Die Verzollung einer Sendung, die eine bis fünf Zolltarifnummern enthält, ist im Verzollungspreis inbegriffen. Ab der sechsten Zolltarifnummer fällt ein Zuschlag von CHF 10.00 pro zusätzliche Zolltarifnummer an.

Beispiel:

Bei der Verzollung einer Sendung mit acht Zolltarifnummern beträgt der Zuschlag CHF 30.00.

Die Post erhebt den Zuschlag, wenn sie 

  • eine Sendung wegen fehlender, unglaubwürdig oder unvollständig ausgefüllter Zolldokumente nicht verzollen kann und daher öffnen muss.
  • eine Sendung wegen fehlender oder unvollständig ausgefüllter Zolldokumente oder aufgrund des Inhalts zwischenlagern muss, bis die fehlenden Informationen oder Entscheide des Empfängers oder der Zollbehörden für die Verzollung eingegangen sind.
    Der Zuschlag für die Besichtigung, Wertabklärung und Lagerung wird nur einmal pro Sendung erhoben und beträgt CHF 13.00. Auf abgabefreie Sendungen wird kein Zuschlag erhoben.

Der Zuschlag für zusätzliche Zolltarifnummern fällt an, wenn eine Sendung mehr als fünf Zolltarifnummern umfasst. Die Verzollung einer Sendung, die eine bis fünf Zolltarifnummern enthält, ist im Verzollungspreis inbegriffen. Ab der sechsten Zolltarifnummer fällt ein Zuschlag von CHF 10.00 pro zusätzliche Zolltarifnummer an.

Beispiel:

Bei der Verzollung einer Sendung mit acht Zolltarifnummern beträgt der Zuschlag CHF 30.00.

Die Zollverwaltung wirkt beim Vollzug nichtzollrechtlicher Erlasse (NZE) des Bundes mit. Diese finden sich heute in zahlreichen Rechtsgebieten wieder. Dazu zählen beispielsweise: 

  • Sicherheit:
    Kriegsmaterial, Waffen, Sprengmittel, Kernenergie, zivil und militärisch verwendbare Güter, staatsgefährdendes Propagandamaterial
  • Geistiges Eigentum:
    Edelmetalle, Marken und Herkunftsangaben, Designrecht, Urheberrecht, Lotterien und Wetten 
  • Wirtschaftliche und finanzielle Massnahmen:
    Beschränkung und Überwachung der Einfuhr und Ausfuhr 
  • Gesundheit:
    Lebensmittel, Doping, Betäubungsmittel, Leichen, Heilmittel 
  • Regale und Monopole:
    Alkohol, Tabak, Post, Münzen, Banknoten, Salz 
  • Umwelt:
    Tierseuchen, Tierschutz, Fischerei, Pflanzenschutz, Abfälle 
  • Kulturgut/Antiquitäten, die mehr als 100 Jahre alt sind:
    Briefmarken, Postkarten, Münzen, Bilder, Skulpturen, kartografische Erzeugnisse, antike Bücher und andere Gegenstände, die offensichtlich älter als 100 Jahre sind, sind der Zollverwaltung bzw. dem Bundesamt für Kultur (BAK) aufgrund der Vorgaben des Bundesgesetzes (KGTG/KGTV) bei der Einfuhr anzumelden. Die Behandlung ist mit zusätzlichen aufwandsbezogenen Verzollungsgebühren verbunden. Weitere Informationen dazu finden Sie unter www.bak.admin.ch/kulturerbe

Gemäss Schweizerischem MWSt-Gesetz (Art. 54, Abs. 3) sind Transportkosten Bestandteil des Warenwerts. Der Warenwert ist die Berechnungsgrundlage für die Ermittlung der MWSt-Abgabe. Werden bei Sendungen die Portokosten nicht explizit vom Warenwert ausgeschlossen, geht die Post davon aus, dass diese im Rechnungsbetrag enthalten sind. Vorausgesetzt, die Angaben scheinen gesamthaft plausibel. Werden bei Sendungen die Portokosten explizit vom Warenwert ausgeschlossen, ermittelt die Post eine Transportkostenpauschale (Briefmarkenwert genannt). Der Briefmarkenwert einer Briefsendung beträgt CHF 9.00. Für Paketsendungen ist der Briefmarkenwert abhängig vom Aufgabeland. Detaillierte Informationen können der Übersicht Briefmarkenwert entnommen werden.

Veranlagungsverfügung

Die elektronische Veranlagungsverfügung (eVV) ist ein Verzollungsnachweis, den die Eidgenössische Zollverwaltung ausstellt.

Um eine elektronische Veranlagungsverfügung (eVV) für verzollte Ware zu beziehen, verwenden Sie den Onlinedienst Elektronische Verzollungsdokumente (eVD). Danach können Sie die eVV auf Ihrer eigenen IT-Infrastruktur abspeichern und bei Bedarf ausdrucken.

MWST-pflichtige Unternehmen sind gegenüber der Eidg. Steuerverwaltung (ESTV) verpflichtet, die Veranlagungsverfügung elf Jahre (zehn Jahre und das laufende Jahr) in elektronischer Form aufzubewahren.

Wenn Sie eine Ware über e-dec Export elektronisch zur Ausfuhr anmelden, wird die elektronische Veranlagungsverfügung in das jeweilige Kundentool zurückgesandt. In diesem Fall ist der Bezug der eVV über die Plattform www.post.ch/evd nicht möglich.

Bei der Ausfuhr von Gegenständen, die keiner Bewilligungspflicht unterliegen und einen Warenwert bis CHF 1'000.00 haben, ist keine eVV nötig. Unternehmen, die bei der Eidg. Steuerverwaltung (ESTV) als MWST-pflichtige Personen eingetragen sind, können in diesen Fällen die Ausfuhr gegenüber der ESTV wie folgt nachweisen: mit dem Aufgabenverzeichnis / der Aufgabenquittung der Post sowie mit den relevanten Geschäftsunterlagen (z.B. Bestellung, Rechnungskopie, Liefervertrag, Zahlungsbeleg).

Für folgende Produkte steht eine elektronische Veranlagungsverfügung zur Verfügung:

  • Briefe PRIORITY und ECONOMY
  • PostPac International PRIORITY und ECONOMY
  • Swiss Post GLS-Pakete
  • EMS-Pakete

Die elektronische Veranlagungsverfügung (eVV) wird für die Zollabwicklung benötigt und steht in der Regel innert 72 Stunden nach erfolgter Zollabwicklung zum Bezug bereit.

Grundsätzlichen Anspruch auf eine eVV haben in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein alle natürlichen oder juristischen Personen, die Waren aus- oder einführen.

Aufbewahrung und Bezug der Veranlagungsverfügung

Sie können den Antrag telefonisch beim Kundendienst Postverzollung oder beim Kundendienst Swiss Post GLS stellen:

  1. Wenn die Post die Zollanmeldung erstellt hat: kostenloser Download unter www.post.ch/evd oder telefonisch über den Kundendienst Postverzollung oder den Kundendienst Swiss Post GLS.
    Wenn Sie die Ausfuhranmeldung über e-dec Export getätigt haben: Grundsätzlich wird die eVV an das System zurückgespielt, über das Sie die Anmeldung vorgenommen haben. Fehlt die eVV, müssen Sie die Eidgenössische Zollverwaltung kontaktieren.
  2. Wenn beim Versand nachweislich keine Zollanmeldung erfolgt ist, erstellt die Post beim Zoll ein Gesuch um Erstellung einer nachträglichen Veranlagungsverfügung. Diese wird Ihnen dann kostenlos nachgeliefert, sofern das Zollamt das Gesuch dafür akzeptiert.
  3. Folgende Bedingungen müssen erfüllt sein, damit Sie eine nachträgliche Veranlagungsverfügung bestellen können:
  4. a) Die Schweizerische Post hat die Sendung ausgeführt.

    b) Das Ausfuhrdatum der Sendung darf nicht länger als 60 Tage zurückliegen.

    c) Der Warenwert der Sendung beträgt mindestens 1000 Franken.

    d) Sie besitzen eine Handelsrechnung (Kopie), die diese Angaben bestätigt.

    e) Es liegt eine Originalquittung der Einfuhrverzollung im Ausland oder eine Bestätigung der ausländischen Schweizer Vertretung (z. B. Botschaft) vor, wonach sich diese Waren im fraglichen Land befinden.

Elektronische Veranlagungsverfügungen (eVV) stehen in der Regel innert drei Werktagen nach der Verzollung in elektronischer Form zur Verfügung. Ab diesem Zeitpunkt steht die eVV entweder zum Download bereit oder Sie erhalten sie per E-Mail.

Auf www.post.ch/evd stehen eVV dem Absender während drei Monaten nach der Verzollung kostenlos und zum mehrfachen Download zur Verfügung.

Liegt die Warenausfuhr mehr als drei Monate zurück, kontaktieren Sie bitte den Kundendienst. Er wird Ihnen gegen Verrechnung einer Verwaltungsgebühr die elektronische Veranlagungsverfügung aushändigen, die Ihnen zusteht.

Es gibt grundsätzlich drei Möglichkeiten, um die elektronische Veranlagungsverfügung zu beziehen:

  • Download unter www.post.ch/evd
  • Zustellung per E-Mail (nur für Exporte mit PostPac International und nur, wenn der Frachtbrief mit einem elektronischen Tool der Post erstellt wurde und die E-Mail-Adresse des Absenders explizit erfasst worden ist)
  • Bestellung beim Kundendienst (telefonisch oder per E-Mail; für uneingeschriebene Briefsendungen besteht nur diese Bezugsmöglichkeit)

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