Gefahrgut
Was darf mit, was nicht?

Viele Alltagsgegenstände gelten für den Versand als gefährlich. Dies trifft auch auf scheinbar harmlose Dinge wie Parfum, Mobiltelefone oder Alkohol zu.

Was gilt als Gefahrgut?

Als Gefahrgut gilt, was beim Transport die Sicherheit von Mensch oder Umwelt gefährden kann. Dazu zählen auch alltägliche Produkte wie Parfum, Mobiltelefone Alkohol und mehr. Diese harmlos erscheinenden Artikel haben potenziell gefährliche Eigenschaften. Beispielsweise können sie explosiv, leicht entzündbar, giftig oder ätzend sein.

Es gelten europaweit gesetzliche Vorgaben für den Versand von Gefahrgutsendungen. In der Schweiz gilt für die Strasse die SDR (Verordnung über die Beförderung gefährlicher Güter auf der Strasse) und das ADR (Europäisches Übereinkommen über die internationale Beförderung gefährlicher Güter auf der Strasse) und für die Schiene die RSD (Verordnung über die Beförderung gefährlicher Güter mit Eisenbahnen und Seilbahnen) bzw. die RID (Regelung für den Gefahrguttransport). Wir befördern nur, was diesen gesetzlichen Vorgaben entspricht. 

Sie als Absender …

  • … sind für den gesetzeskonformen Versand von Gefahrgütern verantwortlich und müssen sich entsprechend darüber informieren.
  • … müssen uns vor der Beförderung in nachweisbarer Form über Gefahrgutsendungen informieren
  • … müssen die Ware korrekt verpacken und korrekt kennzeichnen.
  • … müssen die notwendigen Dokumentationen erstellen und der Sendung beilegen. 

Was ist verboten?

Aus rechtlichen, gesundheitlichen oder Sicherheitsgründen sind wir nicht berechtigt, diese neun Klassen verbotener, gefährlicher Güter international zu transportieren. Die Liste ist nicht abschliessend.

Wenn Sie nicht sicher sind, ob ein Artikel transportiert werden darf, wenden Sie sich bitte an unseren Kundendienst unter 0800 888 100.

Was ist erlaubt?
Sendungen richtig deklarieren

Ungefährliche Waren müssen eindeutig als solche deklariert werden (auf dem grünen Zollzettel oder Frachtbrief). Dabei muss klar sein, dass es sich nicht um Gefahrgut handelt. Vermeiden Sie vage Bezeichnungen und beschreiben Sie die Inhalte präzise.

Leider können wir Sendungen nicht annehmen, wenn die Beschreibung nicht eindeutig ist. Beispielsweise bei Begriffen wie «Medikamente», «Kosmetika» oder «Spielsachen».

Unzulässige Bezeichnung
Warum nicht? Zulässige Beispiele
Keine oder vage Beschreibungen wie
«verschiedene Waren», «Geschenk»,
«Präzisionsinstrumente» usw.
Inhalt ist nicht bekannt Portemonnaie, Buch, CD
Haushaltsartikel Kann Spraydosen und Druckgasflaschen enthalten Lebensmittel, Pfanne
Sportartikel Kann Aerosol enthalten Schläger, Schuhe
Campingartikel Kann Gasflaschen enthalten Schlafsack
Tauchartikel Kann Sauerstoffflaschen enthalten Neoprenanzug, Hydroskop, Schnorchel
Medikamente Kann medizinischen Alkohol enthalten Nicht brennbare Medikamente
Kosmetika Kann brennbare Parfums, Maniküreartikel,
Nagellackentferner enthalten
Seife, Lippenstift
Automobilkomponenten Kann brennbare Kraftstoff-Additive,
Aerosole und komprimiertes Gas enthalten
Spiegel, Sitzbezug
Spielzeug Kann Batterien enthalten Bauklötze, Brettspiel

Lithium-Batterien

Handys, MP3-Player, digitale Kameras usw., die Lithium-Batterien beinhalten, sind im internationalen Posttransport zugelassen, sofern die Batterie im Gerät installiert und in einem einwandfreien Zustand ist. Jedes Paket darf maximal zwei Batterien oder vier Zellen beinhalten. Die Leistung der Lithium-Ionen-Batterien darf nicht mehr als 20 Wh pro Zelle oder 100 Wh pro Batterie aufweisen. Lithium-Metall-Batterien dürfen nicht mehr als 1 g Lithium pro Zelle und 2 g Lithium pro Batterie enthalten. Lose oder beschädigte Lithium-Batterien sind nicht zugelassen. Es obliegt dem Kunden, sich vor dem Versand beim Hersteller oder Verkäufer über die Art und Leistung der Batterien zu erkundigen.

Biologische Proben

Zugelassen sind medizinische oder veterinärmedizinische Proben, bei denen nur eine minimale Wahrscheinlichkeit besteht, dass sie Krankheitserreger enthalten. Zum Beispiel Blut- und Urinproben zur Untersuchung, Dopingtests oder Biopsien.

Nicht zulässig sind ansteckungsgefährliche Stoffe der Kategorie A, die bei gesunden Menschen oder Tieren eine dauerhafte Behinderung oder Todesfolge haben können, sowie klinische Abfälle, zum Beispiel bereits verwendete Nadeln.

Ansteckungsgefährliche Stoffe der Kategorie B sind im Paketkanal zugelassen. Dies sind Stoffe, bei denen zwar eine Ansteckungsgefahr besteht, die aber bei Mensch und Tier keine dauerhafte Beeinträchtigung hervorrufen können.

Die Proben dürfen nur von instruierten Personen verpackt und versendet werden.

Gefahrgut transportieren

International können wir Gefahrgüter auf dem Landweg transportieren.

Sie möchten Gefahrgüter professionell transportieren? Per Kurier, als Stückgut oder in ganzen Lastwagenladungen?

Gerne helfen wir Ihnen weiter.

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