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Nebst der Entwicklung von neuen innovativen und umweltfreundlichen Angeboten im Bereich Mobilitäts-Services setzen sich die Post und PostAuto ebenfalls für einen starken öffentlichen Verkehr ein.

In der Schweiz ist das Traditionsunternehmen PostAuto mit rund 900 Linien, einer Netzlänge von fast 17'000 Kilometern und über 13'000 Haltestellen das führende Busunternehmen in der Schweiz. Als Systemführerin des öffentlichen Verkehrs will PostAuto seinen Kundinnen und Kunden einen qualitativ hochstehenden und flächendeckenden öffentlichen Verkehr anbieten.

Nachhaltige Rahmenbedingungen für den regionalen Personenverkehr

Die gesetzliche Grundlage für den öffentlichen Verkehr in der Schweiz ist das Personenbeförderungsgesetz (PBG), welches derzeit revidiert wird. Für PostAuto ist es wichtig, dass mit der Revision des PBG mehr Klarheit, Transparenz und Effizienz im regionalen Personenverkehr geschaffen wird. PostAuto begrüsst beispielsweise die Einführung der Zielvereinbarungen und des nationalen Benchmark-Systems oder die Ausweitung der Instrumente zur Innovationsförderung. Gleichzeitig hat die Vorlage gewisse Schwächen und deckt nicht alle Reformbedürfnisse ab, die aus Sicht von Post und PostAuto rasch adressiert werden müssen.

Aus Sicht der Post und PostAuto braucht es für die erfolgreiche und nachhaltige Weiterentwicklung des regionalen Personenverkehrs in der Schweiz zeitnah weitere Schritte, die in der heutigen Vorlage noch fehlen.

  1. Schaffung eines konsistenten Geschäftsmodells für Transportunternehmen: Damit der öV langfristig und nachhaltig gesichert werden kann, benötigt der regionale Personenverkehr ein konsistentes Geschäftsmodell, in welchem die wirtschaftliche Kraft und die Investitionsfähigkeit der Unternehmen gestärkt wird. Es müssen klare Regelungen geschaffen werden, wie Transportunternehmen nach der Covid-19-Pandemie wiederum angemessene Reserven aufbauen können, damit das öV-System bei negativen Ergebnissen, wie zum Beispiel bei Schwankungen der Erträge oder ungeplanten betrieblichen Kosten, Verluste selber tragen können und nicht auf zusätzliche Gelder der öffentlichen Hand angewiesen sind. Gleichzeitig ist eine Lösung für den Ausgleich der negativen Spezialreserven vorzusehen.
  2. Erhöhung der Risikosymmetrie im Offertverfahren: Im heutigen RPV-System tragen die verschiedenen Akteure unterschiedliche Risiken. So werden effiziente Transportunternehmen, wenn sie Produktivitätsfortschritte weitergeben, in den folgenden Offerten oft bestraft. Die geforderte Einhaltung der Planrechnung (Offertkongruenz) wie auch das fehlende Gewinnstreben führen zudem dazu, dass Anstrengungen zu unterjährigen Produktivitätssteigerungen nicht mit dem gleichen Nachdruck verfolgt werden. Dies wirkt sich negativ auf die Wirtschaftlichkeit aus und führt zu höheren Kosten. Deshalb fordert PostAuto, dass die Risikosymmetrie im Offertverfahren und im Ausschreibungsprozess erhöht und entsprechende Spielregeln definiert werden.
  3. Vorantreiben der Dekarbonisierung des RPV: Mit der steigenden Dekarbonisierung im motorisierten Individualverkehr werden die Umweltvorteile des öV tendenziell geringer. Damit der öV weiterhin als umweltfreundliches Transportmittel wahrgenommen wird und der Anteil des öV zunimmt, ist die Umstellung auf alternative Antriebe im RPV sicherzustellen. Die Voraussetzung zur Förderung der Elektromobilität im RPV ist die Schaffung einer koordinierten Infrastruktur und damit verbunden die finanzielle Unterstützung seitens Besteller.

Eine detailliere Übersicht zu unserer Haltung finden Sie hier:

Positionspapiere

Revision des Personenbeförderungsgesetzes

Weiterentwicklung des Service public im öV

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